>Rezension< Schimmert die Nacht von Maggie Stiefvater

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Originaltitel: Sinner

Autor: Maggie Stiefvater

Gebundene Ausgabe: 400 Seiten

Verlag: script5 (9. März 2015)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3839001773

ISBN-13: 978-3839001776

Zielgruppe: Leser ab 14 Jahren

Preis: 18,95 €


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Isabel hat in Los Angeles Fuß gefasst und klare Ziele vor Augen. Sie konzentriert sich auf ihre Zukunft als Ärztin und an Cole denkt sie nur noch sehr selten.
Aufgrund eines Angebotes für eine Reality-TV Show entschließt sich Cole ebenfalls nach L.A. zu gehen und dort seine Musikkarriere wieder ein wenig voran zu treiben. Dies ist natürlich gleichermaßen die beste Gelegenheit Isabel wieder zu treffen. Er verspricht sich davon jedoch nicht nur ein kurzes „Hallo“. Bereits nach der ersten Begegnung ist klar, dass die starke Anziehungskraft zwischen den Beiden noch immer vorhanden ist. Cole ist so charmant und verführerisch wie eh und je und Isabel kann sich nur schwer von ihm fernhalten. Doch sie will sich auf keinen Fall erneut in ihn verlieben. Für Cole hingegen steht eines fest, er hat sich geändert und will vor allem Isabel zeigen, wie echt und tief seine Liebe für sie geht.

In einem aufreibenden und leidenschaftlichen Strudel der Gefühle tauchen nicht selten die Geister der Vergangenheit auf und bringen die Dinge erneut völlig durcheinander. 
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Der Schreibstil ist und bleibt für mich persönlich einer der besten, den ich in diesem Genre kenne. Es fühlt sich eher an als schaue ich auf ein wunderbares und faszinierendes Gemälde, ein Kunstwerk in all seiner Größe und Schönheit. Die Worte fügen sich so selbstverständlich und echt aneinander, dass ich immer wie in Trance in die Geschichte eintauche und erst ganz am Ende wieder in der Realität ankomme. Es ist immer wieder kein normales Lesen, viel mehr ein pures und emotionales Erlebnis. Die Autorin ist einfach absolut perfekt auf diesem Gebiet.

Die Geschichte stimmte mich schon von Anfang an eher kritisch. Ein Spin-Off für eine so derart geniale Trilogie wie die der „Mercy Wolves“ scheinte mir doch ein wenig schwierig. Man hat so oder so hohe Erwartungen an die Autorin und in diesem Fall auch an die Charaktere, die beide meine absoluten Favoriten waren und sind. Der Einstieg fiel mir jedoch erstaunlich leicht, ich war augenblicklich wieder gebannt von Cole's Erscheinung. Die Ereignisse um einen erkennbaren Handlungsstrang liefen jedoch recht schleppend an. Mir war klar, dass es hauptsächlich um die Beziehung zwischen Cole und Isabel gehen würde, ich hatte mir jedoch ein wenig mehr Drumherum beziehungsweise mehr Leidenschaft vorgestellt. Es geht das gesamte Buch so weiter wie bereits in der Trilogie. Sehr gut gefallen hat mir wie sich nach und nach die Vergangenheit und die Gegenwart verknüpfen, sowohl aus Cole's Sicht, als auch bei Isabel. Man wird erneut auf eine Reise geschickt, die die Bandbreite von Cole's Entwicklung wunderbar zeigt. Ich konnte mich kaum dem Strudel aus alten Erinnerungen und Bekanntschaften verknüpft mit neuen Verhaltensweisen entziehen. Es kommt so viel hinzu, was Cole in seinem alten Leben als Rockstar nahezu täglich erlebt hat und nun wie beinahe selbstverständlich aus ganz anderer Sicht sieht. Doch seine Vergangenheit holt ihn oft ein, weswegen die Geschichte häufig in eine extreme Richtung driftet, die mir vor allem Isabel etwas entgleiten lies. Ich konnte ihren Gedanken und Gefühlen nicht immer folgen beziehungsweise Verständnis aufbringen, was auch daran lag, dass ich Cole's Gedanken immer offen lesen konnte. Was uns gleich zum absoluten Kommunikationsproblem führt, welches auch der Grund für diese anhaltende On-Off- Beziehung ist. In der Trilogie empfand ich dies noch als spannend und interessant, hier jedoch entzog sich mir irgendwann absolut die Toleranz dafür. Wenn man sich liebt, egal wie widrig die Bedingungen sind, muss man es doch nach so vielen Monaten endlich zugeben und aussprechen können und vor allem leben. Das Gute daran waren natürlich alle gemeinsamen Szenen der Beiden, es war leidenschaftlich fast schon hungrig, immer ein wildes Knistern in der Luft und zum schwärmen schön. Auch der Schlagabtausch war nach wie vor ein Genuss. Generell war in dieser Geschichte alles Zwischenmenschliche sehr besonders. Auch das Ende lässt mich zufrieden zurück und ich kann nun die Geschichte um Isabel und Cole in guter Erinnerung behalten. Ein weiterer Pluspunkt ist das gesamte Setting rund um L.A., es steht im krassen Kontrast zu Mercy Falls und konnte mich mit seinem Detailreichtum und der Echtheit mehr als nur überzeugen.

Die Personen sind nicht wirklich reich an der Zahl, dafür in jedem Fall besonders, was sehr typisch für Maggie Stiefvater ist. An Authentizität ist hier kaum einer zu übertreffen. Cole hat sich verändert. Er ist angekommen, was seine Persönlichkeit betrifft. Er hat klare Ziele und wirkt gefestigt in seinen Gedanken und Gefühlen. Seine einzige starke Schwäche ist Isabel und dies nicht zu knapp. Als dann im Laufe der Zeit öfter eine riesige Kluft zwischen Erwartungen und deren Erfüllung auftaucht fällt er in ein altes Muster zurück, was für mich nur allzu verständlich war, jedoch auch zu gewisser Wehmut führte. Wenn sich eine Person grundlegend ändert, dies aber kein nahestehender Mensch zu würdigen weiß, glaubt man sich irgendwann selbst nicht mehr, dass man sich wirklich auf dem richtigen Weg befindet. Nach wie vor ist er im gesamten Charakter einfach ein Meisterwerk der jugendlichen Literatur. Faszinierend war auch Coles Beziehung zu seinem Chauffeur Leon. Ich mochte sowohl ihn sehr gern als auch den Einfluss, den er auf Cole hatte.

Isabel hingegen geriet für mich in eine schwierige Richtung. Beruflich hat sie klare Ziele und möchte sich auch ungern aus ihrem nun intakten Leben reißen lassen. Sie ist sehr auf den Schutz ihres Herzens bedacht. Ich mochte sie immernoch absolut gern, doch hinter ihren Mauern des Selbstschutzes wurde sie mir bald zu kühl und ihre Handlungen relativ undurchsichtig. Einen gewissen Reiz hat natürlich eine derartige Verhaltensweise, aber im Hinblick auf Cole war es vor allem zum Ende hin doch eher anstrengend. Aufgrund ihrer Vergangenheit kann man diese Entwicklung durchaus als authentisch bezeichnen, im Gesamtverlauf der Handlung war es mir persönlich eine Spur zu viel. Es hat teilweise die perfekten Szenen gedämpft. Im Zusammenspiel mit ihrer durchaus kuriosen Cousine Sofia war sie jedoch wieder ganz die Isabel wie wir sie kennen und ich musste nicht selten schmunzeln.  
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„Schimmert die Nacht“ ist ein durchaus gelungenes Spin-Off von einer wahnsinnig tollen Trilogie. Spielend leicht war ich wieder an der Seite der Protagonisten und erlebte die Geschichte vor allem durch den emotionalen und grandiosen Schreibstil der Autorin als wäre ich ein Teil davon. Ein wenig mehr Handlung rund um die Beziehung von Cole und Isabel hätte dem Ganzen mehr Auftrieb gegeben und die Verhaltensweisen der Beiden besser unterstrichen. Alles in allem habe ich es sehr genossen erneut in die Welt dieser beiden ganz besonderen Charaktere zu tauchen und jeden Augenblick zu genießen.

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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität

Kommentare:

  1. Hallöchen,
    dieses Buch war so eines der wenigen, das mir diesen Monat bei den Neuerscheinungen total ins Auge gesprungen ist. Und deine Rezi hat mich jetzt echt neugierig gemacht.Allerdings kenne ich die Ausgangs-Trilogie gar nicht. Da machts wohl wenig Sinn, erst dieses Buch zu lesen, oder?

    Ich folge dir ab jetzt auf jeden Fall und komm öfter mal vorbei :D
    Viele liebe Grüße
    Nelly

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  2. Huhu mein Herzchen <3

    wie immer eine absolut wundervolle Rezi, der ich nur zustimmen kann :). Auch wenn ich "Isabel" nie verloren habe. Cole ist immer noch absolut faszinierend und einfach toll. Das Ende fand ich auch sehr schön!!! Wir werden die beiden und unsere Tour bestimmt nie vergessen <3

    Küsschen, drück dich, Ally

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