>Rezension< Mit uns der Wind von Bettina Belitz

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Autor: Bettina Belitz

Gebundene Ausgabe: 400 Seiten

Verlag: script5 (9. März 2015)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3839001609

ISBN-13: 978-3839001608

Zielgruppe: Leser ab 14 Jahren

Preis: 17,95 €


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Mona leidet an einer seltenen Form der Narkolepsie, welche ihr Leben seit frühster Kindheit bestimmt. Seit einiger Zeit verfolgt sie fasziniert Videos auf YouTube bei denen ein junger Power-Kiter seine Grenzen testet und sich dem Willen des Windes beugt. Schon bald verliebt sie sich in den mutigen jungen Mann und erfährt, dass er in naher Zukunft auf einem Festival „Rock am Ring“ zugegen ist. Mona überredet ihren Bruder Manuel dazu, dass sie ihn dorthin begleiten darf. Der wahre Grund dafür ist natürlich ein Treffen mit ihrem „Drachenreiter“. Doch unter 80 000 Menschen eine bestimmte Person zu finden erscheint doch nahezu unmöglich. Vor allem für Mona, die bei starken Gefühlen einfach so einschläft.
Für Adrian ist der Ausflug zu Rock am Ring nur einer Sache geschuldet, er möchte endlich die schöne Helen erobern, die er schon so lange begehrt. Doch dann kommt alles anders und er begegnet Mona, ein zartes schönes Mädchen, was voller Geheimnisse zu stecken scheint. 
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Der Schreibstil von Bettina Belitz gefällt mir sehr gut. Er ist flüssig und recht einfach, dennoch besonders. Es ist in gewisser Weise eine schroffe Echtheit in ihren Zeilen, die einem das Erzählte viel realer wirken lässt. Auch in diesem Buch passt die Autorin den Schreibstil sehr genau an die Protagonisten an. Man kann sich somit perfekt mit den Charakteren identifizieren. Außerdem ist das Element Wind nicht nur im Titel, sondern spielt auch eine tragende Rolle, die sie durch ihren Stil perfekt mit den Geschehnissen vereint.

Die Geschichte war für mich auch durchaus besonders. Die grundlegende Thematik der Narkolepsie empfand ich schon als extrem interessant, denn man erlebt es aus Sicht der Protagonistin Mona, die ihr Leben mit einer schweren Form dieser Krankheit bestreiten muss. Man kann jederzeit ihre Gedanken und Gefühle vor, während und nach den Anfällen verfolgen und es hat mich schlichtweg fasziniert wie die Autorin es gestaltet hat, denn an dieser Stelle schleicht sich ein wundersamer Hauch von Fantasy ein. Es hat mich wirklich bewegt, denn nicht nur die tollen Fantasyelemente, die mit der Krankheit verknüpft wurden, sind absolut gelungen, sondern vor allem auch die Emotionalität, die damit einher geht. Dies zusätzlich zu den zarten Banden der ersten Liebe konnte mich absolut in seinen Bann ziehen. Hinzu kommt natürlich das Setting zu Rock am Ring - Musik, gutgelaunte junge Leute, ein riesiges Gelände mit jeder Menge Tücken, die schon einen gesunden Menschen an so manche Grenze bringen. Dies vereint mit einer Person wie Mona und ihrem absolut gewagten beinahe irrsinnigen Vorhaben den einen Menschen unter 80 000 zu finden, führten schon augenblicklich zu Nervenkitzel. Damit jedoch nicht genug, denn nicht nur ihre Krankheit schränkt sie stark ein, sondern auch ihr über-fürsorglicher Bruder, der bald schon einen weiteren aufregenden Spannungsbogen ins Geschehen brachte. Auch Protagonist Adrian mit seinem absolut gefährlichem und verrückten Hobby bringt einiges an Spannung in die Geschichte. Für mich waren aber vor allem die zwischenmenschlichen Aspekte entscheidend. Man sieht es allein durch Mona aus zwei Perspektiven, ihrem wachen Zustand und dem schlafenden. Somit hat die Autorin ein Mittel geschaffen, die das Aufeinandertreffen und Erkennen der Beiden Protagonisten nicht nur erklärbar, sondern auch sehr besonders macht. Ich liebe jede einzelne Szene davon, da es so intuitiv, magisch und dennoch echt wirkt. Man spürt eine ferne Verbundenheit, die der Wind als Element noch unterstreicht. Er leitet die Beiden scheinbar mit Gedanken und Gefühlen. Zum Ende hin passieren einige Dinge, die meinen Unmut schürten, da sie die Perfektion des Geschehenen in ein anderes Licht rückten. Da es im normalen Leben und vor allem im Leben einer schwer kranken Person nie perfekt läuft, konnte ich mich damit aber gut abfinden und das Hin und Her als gegeben nehmen. Der Abschluss hat mir schließlich wieder sehr gut gefallen.


Die Personen sind allesamt wahnsinnig toll gelungen. Angefangen bei Mona, die im Grunde im Teenageralter eine normale Rebellion um ihre Freiheit durchlebt. Doch ihr wird Vieles durch ihre stark ausgeprägte Narkolepsie extrem erschwert. Ganz normale Dinge, die junge Menschen erleben können und auch sollten bleiben ihr verwehrt. Sie kann nirgendwo ohne Aufsicht hin, ohne Angst vor sämtlichen unschönen oder gar gefährlichen Situationen. Doch sie kämpft und will um jeden Preis beweisen, dass sie trotz Krankheit Dinge erleben kann, die jeder in ihrem Alter macht. Angefangen mit einem großen Festival wie Rock am Ring, bis hin zu Begegnungen mit dem anderen Geschlecht. Ich war oft über ihre Willensstärke erstaunt, über ihre durchaus verbissene Sturheit und auch die Art und Weise, wie sie sich in vielen Situationen verhält. Sie wächst über sich hinaus und beweist nicht nur sich selbst, dass sie bereit ist für sich allein zu sorgen. Ihre Entwicklung war schlichtweg faszinierend. Ich habe ihren Weg mehr als gern verfolgt und auch mit ihr gelitten und Freude empfunden. Der Hauch von Freiheit nach jedem kleinen Erfolg für sie persönlich war ebenso toll. Adrian empfand ich trotz anderer Wirkung auf sein Umfeld als absolut süß und schüchtern, was vor allem daran lag, dass man auch aus seiner Sicht liest und somit seine Gedanken und Gefühle kennt. Er ist so eine Person, die man eigentlich nur gern haben kann. Charmant und zuvorkommend, niemals aufdringlich und mit absolut entwaffnender Schüchternheit, man will ihn in den Arm nehmen und über den Kopf streicheln. Kein bisschen Arschloch steckt in ihm. Hinzu kommt sein verrücktes Hobby verbunden mit Musik. Auch die Nebencharaktere waren ein Zugewinn für die Geschichte. Ein wenig wird hierbei mit Vorurteilen aufgeräumt und erweckt die Festivalstimmung noch mehr zum Leben.
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„Mit uns der Wind“ von Bettina Belitz ist ein toller Einzelband, der viele Dinge verbindet. Eine Krankheit, die mehr als eine Bürde ist verknüpft mit einer starken und mutigen Protagonistin und zarten Fantasyelementen lassen diese Geschichte schnell zu etwas Besonderem werden. Durch den absolut passenden und ungeschönten Schreibstil kann man nur so durch die Seiten fliegen. Ein paar wenige Dinge zum Ende hin mochte ich nicht, dennoch gibt es bei diesem Buch eine absolute Leseempfehlung.

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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität

1 Kommentar:

  1. Huhu mein Becca-Schatz <3

    *hach* ich liebe "Mit uns der Wind" daher ist es natürlich echt super schön, dass es dir genauso geht :)
    Die beiden Protagonisten fand ich großartig, das Setting und die Idee der ganze Geschichte sowieso, einfach wundervoll :D

    vielen Küsschen und <3 <3 <3 <3 <3 <3

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