>Rezension< Die Auslese - Nichts vergessen und nie vergeben von Joelle Charbonneau

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Originaltitel: Independent Study (Book II)

Autor: Joelle Charbonneau

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten

Verlag: Penhaligon Verlag (12. Januar 2015)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3764531185

ISBN-13: 978-3764531188


Preis: 16,99 €


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Cia hat es geschafft, sie ist einer der wenigen Kandidaten, die es bis an die Akademie nach Tosu City geschafft haben. Auch ihr Freund Tomas und einige weitere bekannte Gesichter sind an ihrer Seite. Sie schlägt sich gut und ist nach wie vor eine der besten und vielversprechendsten Studentinnen. Auf den ersten Blick scheint alles perfekt für sie zu laufen, wären da nicht die Erinnerungen an die Auslese, die ihr das Blut in den Adern gefrieren lassen. Eigentlich sollte ein Medikament genau dies verhindern, doch Cia hat einen Weg gefunden alles zu bewahren und niemals zu vergessen.
Auf der Suche nach Gerechtigkeit und gegen die Vorgehensweise bei der Auslese begibt sie sich in große Gefahr und muss schon bald erkennen, dass sie nicht nur ihr eigenes Leben aufs Spiel setzt. Auch alle Menschen, die ihr lieb und teuer sind schweben in Gefahr.

Für sie steht jedoch eines fest, die Auslese in ihrer jetzigen Form muss beendet werden. Es dürfen keine weiteren Menschenleben auf derart sinnlose Weise verschwendet werden. Dabei stößt sie nicht selten auf Widerstände, die unüberwindbar scheinen, denn jeder Kampf hat seinen Preis.  
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Der Schreibstil könnte für diese Art von Geschichte nicht besser sein. Er passt sich so umfassend an die Ereignisse rund um die Akademie in Tosu City an und schafft es immer wieder in perfektem Zusammenspiel mit Cia's Gedanken und Gefühlen zu bleiben. Wieder wartet die Autorin mit vielen tollen Details auf, die jedoch so passgenau platziert sind, dass es nicht überladen wirkt. Ich war eins ums andere Mal fasziniert wie diese erdachte Welt vor meinem inneren Auge erneut ein allzu klares Bild ergab. Vor allem auch durch die Augen von Cia, der Details scheinbar nie entgehen, machte vieles einen Sinn und man erhielt zudem Informationen, die das enge Konstrukt des Haupthandlungsstranges etwas auflockerten.

Die Geschichte ist in dieser Fortsetzung wesentlich ruhiger. Es schleicht sich vor allem am Anfang dieses Internatsflair ein und ich fühlte mich an so manche Academy-Reihe erinnert. Schnell wird jedoch klar, dass es keineswegs in eine solche Richtung läuft und mit dem Tatendrang der Protagonistin nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Es ist dennoch eher grüblerisch und geheimnisvoll. Die Angst verraten oder enttarnt zu werden schwingt an jeder Ecke mit. Es ist kaum zu ertragen, dass man durch die einseitige Perspektive nie mehr weiß als Cia selbst. Wem kann man trauen? Einige Schlüsse konnte ich recht schnell ziehen, andere überraschten mich durchaus. Leider empfand ich eine wichtige Sache derart vorhersehbar, dass ich vor allem zum Schluss hin keine großen Überraschungen mehr erlebte. Dennoch störte ich mich wenig daran, weil ich wahnsinnig fasziniert von einigen Ereignissen und vor allem Personen war und auch die vielen wichtigen Stationen in Cia's Erkenntnisstand über die tatsächliche Lage ließen mich kaum von diesem Buch abrücken. Auch die nähere Erkundung des Geländes und von Tosu City und Umgebung gaben meiner Neugier Auftrieb. Man durchläuft vom Anfang des Buches bis zum Ende mehrere Stationen, die jedoch am Schluss wieder auf ein Grundproblem hinauslaufen. Daher passierte in meinen Augen nicht annähernd so viel wie noch in Band 1. Man ist oft mit den Gedanken von Cia beschäftigt und plant mit ihr die nächsten Schritte. Ich persönlich empfand dies zwar keineswegs als Stillstand, jedoch gab es eben merklich weniger Ereignisse und die Spannung beruhte nahezu ausschließlich auf oben genannter Angst vor Verrat oder Entdeckung. Es war in gewisser Hinsicht eine heikle Detektivarbeit seitens der Protagonistin und ihren wenigen Verbündeten. Das Ende jedoch lässt auf Einiges hoffen, denn es wurden jede Menge gute Vorlagen für einen Fortgang der Sonderklasse gebracht. Die Geschichte ist demnach äußerst passend für einen soliden und informativen Mittelband, der Großes erwarten lässt.


Der Hauptgrund meiner Faszination für diese Reihe sind jedoch die Personen, vor allem Malencia „Cia“ Vale. Ich liebe ihren Charakter. Es ist einfach unglaublich toll zu sehen wie intelligent sie ist und dies auch noch vollkommen richtig und mit scharfer Logik einsetzt. Sie besticht jedoch nicht nur durch hohes Wissen und logisches Denkvermögen, vermag es viel mehr auch die gelernten Dinge mit Handlungsweisen von Menschen zu verknüpfen und somit Lügen und andere gefährliche Eigenschaften zu entlarven und sich somit selbst zu schützen. Sie schätzt die Menschen in ihrem Umfeld nahezu perfekt ein und windet sich so sehr oft aus heiklen Situationen. Hinzu kommt ihr unglaublich starker Wille. Ich war oft vor Erstaunen beinahe bestürzt, weil sie so vehement ihre Ziele verfolgt, dass sie alles aufs Spiel setzt, was ihr lieb ist. Doch im Endeffekt hat sie das Risiko bereits kalkuliert und schafft es immer wieder genau das zu tun, was im jeweiligen Moment richtig und vor allem angebracht ist. Sie überdenkt auch absolut genau wem sie vertraut und scheint damit nahezu immer richtig zu liegen. Als Leser stellten sich mir bei diesen waghalsigen Vermutungen und Versuchen oft die Nackenhaare auf, doch Cia wusste es einfach besser. Unfassbar dieses Mädchen, wie sie alles auf die Reihe kriegt ohne zu versagen und das unter solch widrigen Umständen. Doch nicht sie allein zog mich in ihren Bann, sondern auch einige Charaktere in ihrem Umfeld oder am Rande der Geschichte. Angefangen von scheinbar vertrauenswürdigen Professor(innen), über missgünstige Mitstudenten bis hin zu selbstlos angetriebenen Helfern, die plötzlich auftauchen. Auch die zarte Rebellion und deren vermeintliche Mitglieder konnten mich schnell für sich gewinnen. Nebenbei sei auch einmal Tomas erwähnt, der nach wie vor Cia's Freund und Vertrauter ist. Ein Gutmensch sondergleichen und den Zielen und Plänen von Cia nicht nur wohlgesinnt, sondern verfallen – aus gutem Grund. Ohne ihn hätte ich nur halb so oft das Gefühl gehabt im Verborgenen auf etwas Großes zu warten und vor allem zu hoffen.
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Ein solider Zwischenteil, der auf ein grandioses Ende hindeutet und seinem Vorgänger durchaus gerecht wird. Es war ruhiger und auch grüblerisch, dennoch bekam man unglaublich viele Informationen, die durch die Augen der Protagonistin Cia und vor allem auch mit ihren zugehörigen Gedanken nahezu erschreckend und aufrührerisch wirkten. Die charakterliche Ausstattung der Personen sowie die tolle Ausgestaltung des bestehenden Systems inklusive der Schauplätze konnten mich erneut absolut überzeugen. Einige wenige Wendungen waren mir zu offensichtlich, dennoch handelt es sich um eine absolut lesenswerte Fortsetzung.

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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität

Kommentare:

  1. Huhu Becci,

    ich glaube Band 2 könnte mir besser gefallen als Band 1. Schön das wir mehr über das bestehende System erfahren und Cia scheint sich mehr und mehr zum Gegner von diesem zu mausern.

    Liebe Grüße
    Sandra

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  2. Hallo Becci,
    eine tolle Rezi bei der ich dir nur zustimmen kann, denn mir ging es beim lesen ähnlich. Ich bin schon sehr auf den letzten Teil gespannt.
    Liebe Grüße,
    Uwe

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  3. Heyho,

    ich muss diese Reihe auch noch unbedingt lesen. Sie machen mich schon nur von den Rezis total neugierig. :)

    Lieben Gruß,
    Ruby

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