>Rezension< Panic - Wer Angst hat, ist raus von Lauren Oliver

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Originaltitel: Panic

Autor: Lauren Oliver

Gebundene Ausgabe: 368 Seiten

Verlag: Carlsen (21. November 2014)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3551583293

ISBN-13: 978-3551583291

Zielgruppe: Leser ab 13 Jahren


Preis: 17,99 €


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Panic ist ein Spiel.
Ein Spiel, was dich an deine Grenzen bringt.
Besiege alle, indem du deine Ängste überwindest.
Unterschätze jedoch nie deine Gegner und den Grund für ihre Teilnahme.


Heather ist eine der Teilnehmerinnen des umstrittenen Spiels Namens „Panic“. Schon mehrere Jahre wird dies in den Abschlussjahrgängen unter strenger Geheimhaltung gespielt. Waghalsige Mutproben, Gesetzesverstöße und rasante Autorennen sind dabei an der Tagesordnung. Nicht selten wurden dabei junge Leute schwer verletzt oder gar getötet. Als wäre dies nicht der Gipfel des Wahnsinns scheint diese Runde Panic nach und nach außer Kontrolle zu geraten und aus den anfänglich spielerischen Taten wird schnell bitterer Ernst. Auch der hochpreisige Gewinn wird für Heather immer wichtiger. Wird Sie ihre Ängste besiegen und sich gegen alle anderen Teilnehmer durchsetzen?
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Der Schreibstil ist wie immer toll. Ich mag die Art und Weise wie die Autorin die Dinge darstellt, wie sie ihre Geschichten immer besonders macht, wie sie Spannung erzeugt, aber auch die ruhigen Momente voll auskosten lässt. Sie baut diese perfekten Szenen ein, die einen gleichzeitig nachdenklich, träumerisch oder auch aufgewühlt zurück lassen. Die Sanftheit und trotzdem Stärke ihrer Worte konnte mich sofort mitreißen und in die emotionale Lage der Protagonisten hineinversetzen. Bei ihr passiert es mir auch häufiger, dass ich an Sätzen oder gar Abschnitten hängen bleibe, die mir besonders gefallen, weil so viel Wahrheit darin steckt.

Die Geschichte ist in dieser Form nicht gänzlich neu für mich. Man lernt viele familiäre Brennpunkte kennen und erlebt die Jugendlichen in einer Phase des Suchens und Findens. Der Schulabschluss ist in der Tasche und der Sommer ihres Lebens scheint bevor zu stehen. Einige lassen diesen Lebensabschnitt Revue passieren und andere schauen in die Zukunft. An dieser Stelle kommt „Panic“ ins Spiel. Die Mitglieder entscheiden sich aus vielen Gründen für eine Teilnahme und sehr viele aus den vollkommen falschen. Wäre es nur die unglaubliche Geldsumme für einen tollen Start in den neuen Lebensabschnitt, würde es nicht unter so vielen negativen Emotionen stattfinden. Würde wirklich nur die Überwindung der eigenen Angst eine Rolle spielen, könnte es im Großen und Ganzen weniger heikel ablaufen. So ist es aber nicht und deshalb beginnt das Spiel schon bald eine Eigendynamik zu entwickeln, welche mich besonders fesseln konnte. Man weiß nie genau was als nächstes passiert, man kann sich manchmal kaum vorstellen unter wie viel Druck und Adrenalin die Teilnehmer stehen und vor allem nicht, wie sie aus den Situationen jemals lebend herauskommen sollen. Ich mochte auch die Elemente des jugendlichen Leichtsinns, des Gruppenzwangs und schließlich der einzelnen Ängsten bis hin zur Panik. Für mich waren jedoch nicht alle Wendungen unvorhersehbar, einige ahnte ich und manche waren mir ein wenig zu überdreht. Es gab auch einige wenige Szenen, die für mich keinen Sinn ergaben beziehungsweise bei denen ich mir noch eine kurze Auflösung gewünscht hätte. Das Lesevergnügen und der generelle Lesefluss wurden dadurch nicht gehemmt. Es war auch nahezu die gesamte Zeit sehr spannend und aufregend. Ich fieberte förmlich der nächsten Aufgabe entgegen. Weiterhin sehr interessant zu erleben waren die unterschiedlichen Reaktionen der Teilnehmer auf die Aufgaben und schließlich auch die Ausführungen sowie die persönliche Entwicklung während des Spiels. Das Ende war mir dann schließlich für diese Geschichte etwas zu seicht.


Die Personen waren mir keinesfalls durchweg sympathisch, was ich anfangs als kleines Problem gesehen habe. Vor allem Heather, die vorerst schüchtern, naiv und sehr introvertiert dargestellt wurde, weckte zu Beginn eher meinen Unmut. Sie ist zwar mutig, beweist auch Ausdauer und Stärke, hat aber immer diese leicht selbstmitleidige bis -zerstörerische Ader an sich. Ihre Taten im Zusammenhang mit Panic spiegeln auch recht gut ihre persönliche Entwicklung wieder. Sie hat es alles andere als leicht im Leben und trägt viel Verantwortung, die die Priorität das Spiel zu gewinnen mehr und mehr erhöhen. Im Zuge der Geschichte wurde sie mir dann sympathischer, manche Handlungen vor allem im Zusammenhang mit Bischop brachten mich jedoch eher zum Augenrollen. Natalie konnte mich noch weniger überzeugen, sie wirkte wie ein verwöhntes Mädchen, die mit ein bisschen Augenklimpern jeden um den Finger wickelt und dies auch noch völlig unverfroren zu ihrem Vorteil nutzt. Die Gefühle anderer Menschen beachtet sie dabei kaum, wenn es jedoch darauf ankommt kneift sie und endet in lähmender Panik. Sie wird ständig von Heather oder Dodge geschützt trägt aber maßgeblich nichts Bedeutendes bei. Auch sie wird zum Ende hin noch vernünftiger, was jedoch nicht mehr viel änderte. Bischop war mir hingegen sofort sympathisch. Er besitzt diese verschmitzte Art von Witz, ist ein richtiger toller Kumpel und Beschützertyp. Seine einfühlsame und trotzdem erfrischende Art konnte mich sehr überzeugen. Eine weitere wichtige Person, die mir alles andere als sympathisch war, jedoch wahnsinnig gut gelungen ist: Dodge. Zu Anfang empfand ich eher Mitleid, er schien aus den richtigen Gründen teilzunehmen und die Liebe zu seiner Schwester hat mir sehr gefallen. Dennoch hatten die Passagen aus seiner Sicht immer einen bitteren Nachgeschmack. Warum, verrate ich an dieser Stelle nicht, denn man sollte es einfach selbst erleben. Er war von allen die authentischste Person.
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Mit „Panic – Wer Angst hat, ist raus“ ist Lauren Oliver eine sehr spannende und einnehmende Geschichte gelungen, die vor allem wieder durch ihren perfekten Schreibstil glänzt. Nach anfänglichen Antipathien gegenüber den Buchcharakteren und so mancher Vorhersehbarkeit, konnte ich mich sehr gut mit allem identifizieren und die Seiten flogen nur so davon. An Spannung mangelt es der Geschichte nicht und auch die ruhigen Momente waren ein großer Zugewinn. Für Fans von Lauren Oliver ist auch dieses Buch ein Muss.

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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität

Kommentare:

  1. Hallo Rebecca,

    ich liebe deine Rezensionen! Du beleuchtest die Geschichte immer noch von einer anderen Seite. Auch diese Buchbesprechung ist wieder richtig klasse und spiegelt meine Gedanken über das Buch definitiv wider! Richtig toll <3

    Liebe Grüße

    Kay

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  2. Hallo mein Becca Schatz <3,

    endlich hatte ich Zeit, deine wie immer wundervolle und extrem toll beschriebene Rezi zu lesen. Ich bin schon sehr gespannt auf Panic, das möchte ich auf jeden Fall relativ bald lesen :)

    Dickes Küsschen, deine Ally

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