>Rezension< Lockwood & Co. - Der Wispernde Schädel von Jonathan Stroud

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Originaltitel: Lockwood & Co. 2 – The Whispering Skull

Autor: Jonathan Stroud

Gebundene Ausgabe: 512 Seiten

Verlag: cbj (27. Oktober 2014)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3570157105

ISBN-13: 978-3570157107

Zielgruppe: Leser ab 12 Jahren


Preis: 18,99 €

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Lockwood und Co. gilt mittlerweile als eine der angesagtesten Agenturen von London. Nach ihrem Erfolg im Falle der seufzenden Wendeltreppe sind die Auftragsbücher übervoll. Doch die Geister der Stadt ruhen keine Sekunde und es ereignen sich neuerlich seltsame und schaurige Dinge. Als bald darauf ein eiserner Sarg auf einem Friedhof geborgen wird, der selbst dem erfahrensten "Sensiblen" in Angst und Schrecken versetzt, scheint der Fall wie gemacht für Lockwood, Lucy und George. Auf der Suche nach der Wahrheit stoßen sie auf furchteinflößende Informationen und begeben sich erneut in große Gefahr. Wird auch diesmal die Genialität des Trios zur Lösung der Probleme führen?
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Der Schreibstil ist ausschweifend und sehr bildhaft. Der Autor beschriebt viel und die Umgebung samt seiner übernatürlichen Erscheinungen wird einem damit deutlich vor Augen geführt ohne die eigene Fantasie zu beanspruchen. Es wird einem alles auf dem Silbertablett serviert und bleibt durchweg anschaulich und detailliert vor dem inneren Auge bestehen. Der Stil passt sehr gut zu dieser Art von Geschichte, weil wenig Raum für die eigene Vorstellungskraft mehr Raum für die Entwicklung der Ereignisse lässt und die gruselig düstere Atmosphäre perfekt zur Geltung bringt.

Die Geschichte hat mir im ersten Band schon besonders gut gefallen, weil es für mich neu war. Dieser Mix aus einer Brise von Sherlock Holmes und Ghostbusters mit jeder Menge tollem Humor konnte mich auch diesmal wieder gut unterhalten. Der Aufbau war dem des ersten Bandes sehr ähnlich und somit ein bisschen weniger reizvoller. Die Ereignisse an sich waren sehr einfallsreich und vor allem witzig, der Gruselfaktor hingegen war deutlich weniger vorhanden. Alles in allem war alles dabei, was man sich wünschen kann. Die düstere bedrückende Spannung die jede einzelne Manifestation inklusive ihrer Quelle versprüht sowie die fesselnden Nachforschungen rund um die Aufträge konnten mich wieder sehr überzeugen. Auch der kleine Wettstreit zwischen Lockwood und Co und der Agentur Fittes, der sich bereits im Laufe von Band 1 angekündigte hatte, trug einen großen Teil des schaurigen Nervenkitzels bei. Dennoch hat mir irgendetwas gefehlt. Die Interaktionen zwischen Lockwood, Lucy und George waren zwar wie zuvor oft sehr amüsant, aber wirkten gleichzeitig ein wenig oberflächlicher. Ein freundschaftliches Annähern konnte man lange Zeit nicht erkennen, sie waren einfach nur Arbeitskollegen und so gestaltete sich auch die Zusammenarbeit vorerst eher oberflächlich. Zum Ende hin als ein Zusammenhalten unabdingbar wurde hat mir die Entwicklung der Protagonisten aufeinander zu wieder sehr gefallen. Der aktuelle Auftrag von Lockwood und Co., der allgemein wieder viel Aufsehen erregte, konnte mich diesmal nicht komplett in seinen Bann ziehen. Zu oft sank das Spannungslevel zu stark ab, um dann wieder zu seiner vollen Größe zu wachsen. Ich wollte das Buch einfach ein paar mal zu oft weglegen und konnte so die gruseligen Momente nicht immer in vollen Zügen genießen. Trotz allem waren sämtliche Verstrickungen, Antworten und Erkenntnisse wieder toll gestaltet und die Neugier hat mich dann doch voran getrieben. Das Ende gibt Aussicht auf eine lange gehütetes Geheimnis, welches mich auf keinen Fall an Band 3 vorbei kommen lässt. Man darf äußerst gespannt sein.

Die Personen passen auch diesmal wieder absolut gut in die Geschichte und man spürt auch bei allen eine kleine Entwicklung. Lucy aus deren Sicht erzählt wird hat einen riesigen Sprung gemacht, was ihre Fähigkeiten betrifft. Sie ist nun in der Lage mit den Geistern zu kommunizieren und ihr Gespür für das Übernatürliche nimmt deutlich zu. Sie ist mir nach wie vor sehr sympathisch, ihr jugendlicher teilweise fast kindlicher Witz wertet dabei alles noch auf. Man könnte meinen dieses Mädchen schreckt vor Nichts zurück. In den heikelsten Situationen ist sie diejenige die stets den kühlen Kopf bewahrt. Da wird schon mal ein erfahrener Agent gerügt, weil er die Fassung verliert. Sie ist in ihrem Team die Beständigste und damit auch diejenige, die alles zusammen hält. Lockwood scheint ein wenig ruhiger geworden zu sein. Seine Hals über Kopf Aktionen wirken nun etwas bedachter und wenn, sind sie meist vorher mit den anderen abgesprochen. Seine geheimnisvolle Art ist ein wenig in den Hintergrund gerückt, was ich wirklich schade fand und Antworten gab es in dieser Hinsicht auch keine. Auch George hat sich verändert. Man bekommt weniger von seinen Nachforschungen mit und wenn doch fehlte die Interaktion zwischen ihm und Lockwood ein wenig, die doch immer sehr humorvoll war. Er spielt weiterhin eine Rolle auf dem „Abstellgleis“ und verrichtet die weniger angesehenen Aufgaben. Er handelt viel im Verborgenen und kapselt sich ein wenig ab, was im Großen und Ganzen zwar zur Geschichte passt, aber viel Sympathiepunkte einbüßt. Man lernt noch einige interessante Leute kennen, dennoch war mir das witzige Trio diesmal viel zu blass. In einer Fortsetzung hoffe ich auf Besserung.  
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Mit „Lockwood und Co. - Der Wispernde Schädel“ ist Jonathan Stroud eine solide und humorvolle Fortsetzung gelungen, die wieder mit jeder Menge schauriger Ereignisse und einem guten Gruselfaktor aufwartet. Die Gestaltung der Manifestationen sowie die gesamte Umgebung erzeugen erneut eine einzigartige Stimmung. Leider verblassten die Protagonisten diesmal ein wenig hinter der Geschichte und die zwischenmenschlichen Beziehungen verschwanden teilweise hinter den geisterhaften Annäherungen. Von einer Fortsetzung erhoffe ich mir dennoch recht viel.

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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität

1 Kommentar:

  1. Huhu Becci =)

    Ich habe gerade direkt nach unten gescrollt und gesehen, dass du 3 Diamanten vergeben hast. Das ist ja an sich nicht schlecht, aber jetzt muss ich doch echt mal schauen, was du zu bemängeln hast =)

    Also für meine Vorstellungskraft war da unheimlich viel Raum ^^. Was aber einen deiner größten Kritikpunkte angeht, ja da muss ich dir recht geben. Die zwischenmenschliche Beziehung des trios untereinander ist stellenweise wirklich ein bisschen blass. Das ist ein Punkt, den man auf der anderen Seite aber auch wieder positiv sehen kann. Ich finde es zum Beispiel gar nicht schlecht, dass der Autor ohne großes zwischenmenschliches Drama trotzdem eine wirklich fesselnde und gute Geschichte liefert. Es gibt ja durchaus Autoren, da dreht sich 90 Prozent des Buches um diese Dramen und man fragt sich am Ende, wo bleibt eigentlich die Handlung.
    Also das hat Jonathan Stroud gut hinbekommen, aber wenn es nach mir geht, kann im Fogleband auch gerne wieder mehr zwischenmenschliches dabei sein. Der Cliffhanger bietet diesbezüglich ja gute Aussichten =)

    Eine schöne Woche wünsche ich dir!

    LG
    Anja

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