>Rezension< Teardrop von Lauren Kate

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Originaltitel: Teardrop

Autor: Lauren Kate

Gebundene Ausgabe: 528 Seiten

Verlag: cbt (25. August 2014)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 357016277X

ISBN-13: 978-3570162774

Zielgruppe: Leser ab 14 Jahren

Preis: 17,99 €


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Die 17-Jährige Eureka hat seit frühen Kindheitstagen keine einzige Träne mehr geweint. Nachdem ihre Mutter ihr dies verboten hatte, hielt sie sich strickt daran. Doch plötzlich trifft sie auf den geheimnisvollen Ander, der ihr fremd ist und doch so vertraut scheint. Als sie schließlich in seiner Gegenwart trotz Bemühungen eine einzige Träne vergießt, geschieht etwas Seltsames. Wer ist dieser Junge und in welcher Verbindung steht er mit ihrer Vergangenheit? Weiß auch er von ihrem Geheimnis, was sie nicht einmal selbst kennt? Auch Eureka’s bester Freund Brooks beginnt sich plötzlich anders zu verhalten. Er wirkt abweisend, verletzt sie oft und scheint sich völlig gewandelt zu haben. Stehen all diese merkwürdigen Geschehnisse im Zusammenhang? Wird sich Eureka ihrem Schicksal stellen und ihrer Bestimmung folgen?
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Dieses Buch ist mir vor allem durch sein wunderschönes und sehr stimmiges Cover aufgefallen. Da ich sehr gerne im Bereich der Sagen und Mythen lese, weckte auch das Thema augenblicklich meine Neugier.

Den Schreibstil empfand ich ab der ersten Sekunde als sehr einnehmend. Es umgab mich sofort dieser Zauber, der die gesamte Atmosphäre der Geschichte trägt. In einer geheimnisvollen Stimmung umschreibt die Autorin alles sehr detailliert und anschaulich. Man kann sich absolut gut in ihren Worten verlieren und die Magie zwischen den Zeilen spüren. Schon zu Beginn merkte ich, dass das Cover die Atmosphäre des Buches perfekt wiedergibt. Eine mysteriöse Geschichte in einer düsteren Zeit, die mehr als nur ein Rätsel bereithält.

Die Geschichte ist für mich in ihrem Inhalt bisher einzigartig, jedoch absolut nicht was den allgemeinen Verlauf betrifft. Ich war bereits ab den ersten Seiten angetan von der magischen und sehr malerischen Atmosphäre. Die Umgebung und ebenso die Personen brannten sich augenblicklich in meinen Verstand ein und hinterließen Spuren der Neugier. Ich wollte am Liebsten sofort erfahren, was es mit den vielen mysteriösen Umständen auf sich hat. Man wird hineingeworfen in eine für die Protagonistin Eureka schwere Phase des Lebens und wird so in gewisser Hinsicht gezwungen sich der Düsternis hinzugeben. Gerade zu Anfang waren der Reiz des Unbekannten und die vielen aufkommenden Fragen die treibende Kraft, die mich förmlich an den Seiten kleben lies. Ich war regelrecht begeistert von der raunen und ungezähmten Vielfalt an Emotionen, die sich perfekt in das Meeresthema einfügten. Es gab viele grüblerische Passagen, die wie die Ruhe vor dem Sturm wirkten. Das Aufbegehren der Protagonistin Eureka und die Auseinandersetzung mit ihrem Schicksal glichen den plötzlichen ungestüm und zerstörerisch auftretenden Wellen des Meeres und ließen oft eine erschöpfende und chaotische Gedankenwelt zurück. Die Suche nach Antworten zögerte die Autorin beinahe bis aufs Äußerste hinaus und heizte die unheilvolle und mystische Stimmung nur noch mehr an. Das Buch glänzt erst gegen Ende und in einigen Zwischenpassagen mit viel Spannung, zwischendurch weiß die Autorin jedoch fast ausschließlich über das Spiel mit Worten und jede Menge Emotionen zu begeistern. Der Showdown überschwemmt einen als Leser jedoch nicht nur mit Antworten und Informationen, sondern ebenso mit Wendungen, die alles andere als vorhersehbar waren. Ich geriet kurzzeitig beinahe in eine Schockstarre, weil alles einfach viel zu schnell ging. In diesen aufrührerischen Spannungsphasen, hätte ich mir zeitweise eine etwas gleichmäßigere Verteilung auf die Geschichte gewünscht.
Die Liebesgeschichte kommt absolut typisch daher, störte mich jedoch nicht, da sie nur sehr am Rande stattfand und damit keinen wirklichen Platz benötigte. Sie war mehr schmückendes Beiwerk und daher sogar angenehm, wenngleich mir dieser Part emotional kaum Nahe ging.


Die Personen finde ich persönlich gelungen, dennoch zeitweise etwas farblos. Eureka steckt wie bereits erwähnt in einer schwierigen Phase und konnte so auch nicht immer Sympathien wecken. Dennoch war es gerade ihre Andersartigkeit, die stoische, nahezu gefühllose Art des Ausdrückens, die mich schlussendlich in ihren Bann zog. Sie ist aufopferungsvoll und hegt ihre tiefen Gefühle nur im Verborgenen. Sie wirkt aufrichtig, was ihre Freunde betrifft und Menschen, die ihr wichtig sind. Dennoch kämpft sie oft mit beziehungsweise gegen sich selbst und wirkt so in einigen Situationen etwas engstirnig, verbohrt und blass. Sie traut nicht ihrem Herzen, sondern viel mehr dem Verstand, der ihr in ihrer Situation kaum etwas nützt. Die Nebencharaktere empfand ich teilweise noch farbloser. Vor allem Brooks lernt man in seinem Wesen oft nur in Erinnerungen kennen und baut damit wenig Bezug zu ihm und auch seiner Beziehung zu Eureka auf. Auch der geheimnisvolle Ander, der durch sein mystisches Auftreten einen starken Reiz ausübt, erhält erst sehr spät überhaupt ein wenig Tiefe. Die meiste Zeit über fehlte mir auch zu ihm eine Verbindung auf der Beziehungsebene, seine Rolle im Verlauf des Handlungsstrangs empfand ich jedoch als absolut erfüllend. Alles in allem störte die Farblosigkeit also nur auf der emotionalen Ebene, was auch dazu führte, dass ich für Eureka’s aktuelle familiäre Situation nur wenig Interesse hegte. Man erfährt in dieser Hinsicht aber auch zu wenig, weil es für die Geschichte nicht wirklich von Wichtigkeit ist. Nur die Verbindung zu ihrer Mutter ist bedeutend und rückt damit in den Fokus.
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„Teardrop“ von Lauren Kate ist ein gelungener Auftakt in düsterer und geheimnisvoller Atmosphäre, der neugierig macht. Die Geschichte wirft bereits zu Anfang unzählige Fragen auf, die einen wahren Leserausch hervorrufen. Man will um jeden Preis Antworten! Im weiteren Verlauf zeigten sich die Charaktere oft farblos und die Beziehungen kamen auf emotionaler Ebene teilweise zu kurz. Dennoch war dies nicht besonders störend, denn der Handlungsstrang lieferte sowohl spannende als auch ruhigere Passagen und wirkte so dauerhaft ansprechend.

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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität

Kommentare:

  1. Hallo liebe Becci,
    vielen Dank für deine schöne Rezension. Das Cover ist wie bei dir so ein Blickfang das ich es einfach gerne hätte. Allerdings mag ich ihre Engelreihe nicht, nach dem Ende des ersten Teiles (der Anfang war richtig gut!) konnte ich einfach nicht mehr davon lesen.
    Hast du die Reihe von ihr auch gelesen und kannst mir evt. sagen in wie weit und ob sie sich unterscheiden? Die Schreibweise von Frau Kate empfinde ich wie du als sehr angenehm ich mag sie, aber sie übertreibt einfach in einigen Situationen : )
    Ganz liebe Grüße
    Romi

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    1. Nein leider kenne ich diese Reihe nicht, aber ich wollte sie mir nach Teardrop jetzt mal genauer anschauen. Ich habe aber schon öfter gehört, dass die gar nicht so toll sein soll. :/ Außerdem bin ich nicht so ein Fan von Engeln. :)
      Liebe Grüße Becci

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    2. Ah :) da geht es dir also wie mir, na vielleicht also doch ein Grund mal da rein zu schauen ; )

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  2. Huhu!
    Eine schöne Rezi, die wirklich total Lust auf das Buch macht:) Schön, dass es auch noch positive Reaktionen hierzu gibt;)

    LG, Claudia

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    1. Gibts da bisher so viele negative Rezensionen? Ist mir noch gar nicht so über den Weg gelaufen. :)

      LG Becci

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  3. Huhu mein Herzchen,

    du machst mich durch deine wundervolle Rezension jetzt doch wieder neugierig auf das Buch. Da es auch schon ein paar weniger begeisterte Meinungen dazu gibt, bin ich mir jetzt aber immer noch unsicher. Wobei es ja eigentlich immer so ist, dass wenn dir ein Buch gefällt, es mir auch so geht.

    Ich behalte es auf jeden Fall mal im Hinterkopf.

    Viele Küsschen, Ally

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    1. Hmmm, ich denke fast, dass es wirklich etwas für dich wäre. Es ist einfach total anders. Vom Schreibstil her erinnert mich Lauren Kate ein wenig an Maggie. ;) Sie schreibt zwar ein wenig ausschweifender, aber es passt einfach.

      Küsschen Becca :*

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  4. Bei mir kommt das Buch leider nicht so gut weg, ich hatte mir viel, viel mehr davon erhofft! In der Geschichte steckt noch so viel ungenutztes Potenzial :/

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    1. Das finde ich auch. Potenzial ist noch jede Menge da, aber weil es ein 1. Teil ist, stört mich das gar nicht. Ich kann mir sehr gut vorstellen, was du nicht so mochtest. :)

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  5. Hey Becky :D

    Also ich denke langsam echt, dass ichs mir mal einfach selbst durchlesen muss, um mir eine Meinung zu bilden. Viele fanden es eher enttäuschend, gerade das mit den Charakteren (was du auch kritisiert hattest). Ich liebe es ja, wenn Autoren Spiele mit Worten richtig einzusetzen wissen und auch das hinauszögern IST oftmals gut. ^^ KANN aber sicherlich auch einige Nerven bis aufs äußerste strapazieren, wenn nicht endlich Tacheles geredet wird. ABER du klingst dennoch so, als hätten dich diese Schwächen im Buch nicht so stark gestört. :D Ich haus daher wieder auf meine WuLi. DANKE DIR. ^.^

    Dir noch viel Spaß bei deiner aktuellen Lektüre und ein schönes Wochenende.

    Es grüßt
    ~ Jack

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    1. Hi Jack,
      also ich finde sehr ausschweifende Schreibstile, die bis ins winzigste Atom beschreiben ehrlich gesagt ganz schlimm. In diesem Fall war das nicht so, es passte einfach. Es war so anders und so geheimnisvoll - magisch. Es ist halt ein erster Band, der mal nicht mit Pauken und Trompeten kommt und das mochte ich einfach zur Abwechslung mal sehr gern. :) Es ist noch viel Potenzial da, aber das darf es ja auch.

      LG Becci

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