>Rezension< Legend - Berstende Sterne von Marie Lu

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Originaltitel: Champion

Autor: Marie Lu

Gebundene Ausgabe: 448 Seiten

Verlag: Loewe (21. Juli 2014)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3785574924

ISBN-13: 978-3785574928

Zielgruppe: Leser zwischen 14 und 17 Jahren

Preis: 17,95 €
http://www.loewe-verlag.de/titel-0-0/legend_berstende_sterne-7168/http://www.amazon.de/Legend-Berstende-Sterne-Marie-Lu/dp/3785574924/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1406900830&sr=8-1&keywords=Legend


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Der Frieden scheint endlich vor den Toren der Republik zu stehen als es erneut einen herben Rückschlag gibt. Eine große Gefahr ist im Anmarsch, die sämtliche Friedensverhandlungen augenblicklich zu entzweien droht. Ein Krieg scheint nun unvermeidbar.

Unterdessen arbeitet June seit einer Weile für den neuen Elektor und bittet Day nach Monaten der Trennung um einen Gefallen für die Republik um das Leben tausender Menschen zu retten. Doch diese Bitte wiegt schwer, denn dafür müsste er genau das hergeben, was er am meisten beschützt - das Einzige, was ihm noch bleibt. Eine Entscheidung, die man kaum zu treffen wagt, löst einen wahren Wettlauf gegen die Zeit aus. Werden Day und June am Ende den richtigen Weg einschlagen? Besteht noch Hoffnung für den Frieden? 
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Was war das für ein Ende? Nach Teil 2 musste ich mir die Tränen schon sehr zurückhalten, was wiederum eine große Sehnsucht nach Teil 3 entfachte. Day und June konnten mich schon von Band 1 an in ihren Bann ziehen und es hat sich auch jetzt nicht viel geändert.

Der Schreibstil ist im Grunde recht einfach gehalten, was dem Lesefluss ab der ersten Minute sehr gut tat. Mehr und mehr jedoch tauchte man in die komplexe Struktur der Autorin ein. Sie schaffte es auch in diesem Band mit simplen Worten eine enorme Bildhaftigkeit und Emotionalität zu erzeugen. Es wird zwar wenig beschrieben, dennoch erblühte die Welt von Day und June in ihrer vollen Größe vor meinem inneren Auge und ich wollte daraus kaum mehr auftauchen. Allein der Schreibstil konnte mich bisher in jedem Band auf seine spezielle Art begeistern und lies das Verschmelzen mit der Handlung und den Protagonisten mühelos zu.

Die Geschichte oder viel mehr ihr Fortgang variierte von Band zu Band recht stark. Im ersten Band wurde einem diese enorme Kluft zwischen arm und reich demonstriert, was mich insgesamt am meisten mitreißen konnte. In Band 2 wurde man in die absoluten Abgründe des Systems geführt, die Stimmung war düster, die Schauplätze oft an Grausamkeit und erschreckenden Verhältnissen nicht zu überbieten. Verlust und Angst waren wohl die Hauptgefühle. In diesem Abschlussband kehrt man zusammen mit den Protagonisten eher auf die Seite des Prunks zurück. Man sieht mehr von den reichen Vierteln und erlebt deren Sonnen – sowie Schattenseiten.
Der Fokus der Geschichte rückt zeitweise etwas weg von den Ereignissen in und um die Republik. Kriegsgeschehen und Konflikte sind stets präsent, dennoch ist es Day, um den sich plötzlich ein bedeutender Handlungsstrang zu winden scheint. Da es ein wenig Abwechslung von den aufwühlenden Nachrichten und der angespannten Lage brachte, konnte ich mich recht gut in diese Szenen vertiefen. Auch die Beziehungsebene zwischen den Charakteren rückt zunehmend in den Vordergrund, was ich auch als sehr angenehm empfand. Dennoch konnten mich vor allem die Entwicklungen im Land, die Kriegspläne und Verschwörungen wieder absolut begeistern. Es gab weniger Durchstrecken wie noch in Band 2. Ich hatte vor allem ab der zweiten Hälfte das Gefühl kontinuierlicher Spannung und der Fortgang der Geschichte war meist rasant und ereignisreich. Die ruhigeren Minuten voller Erkenntnissen und auch vieler Rückblicke, abschweifender Gedanken der Protagonisten und entstehender Pläne waren für mich als Leser auch mehr als angenehm. Es war alles absolut passend und sehr abwechslungsreich gestaltet. Auch die immer größer und vielseitiger werdenden Bedrohungen waren perfekt inszeniert. Ob durch alte Bekannte oder neue Tyrannen, der „vermeintliche Feind“ war stets zugegen und brachte die meist ohnehin kribbelige Stimmung auf ein Höchstlevel, denn oft zeigten diese sich von ihrer besten Seite, wenn es gerade absolut ungünstig zu sein schien. Das Ende lässt mich zufrieden zurück. Ich hatte mir alles ein wenig anders vorgestellt, aber das ist ja nicht selten der Fall. Ich kann mit dieser Trilogie nun sehr gut abschließen und es schwingt auch kaum Wehmut mit, denn eine Zukunft bleibt in gewisser Weise offen. Es wirkt wie ein neuer Anfang in eine ungewisse Zeit und ist somit für dieses Genre recht typisch, wenn auch passend.

Die Personen haben in der gesamten Trilogie eine enorme Entwicklung durchlaufen, die mir auch weitestgehend zugesagt hat. Schon zeitig entpuppte sich June als mein Lieblingscharakter, was vor allem an ihrem Scharfsinn und der unumstößlichen Intelligenz lag. Sie nimmt ihre Umgebung scheinbar völlig anders wahr als andere, in jedem Gedanke in jeder Handlung sondiert sie das Gegebene und zieht quasi zeitgleich Schlüsse. An ihren Gedanken wirkt einfach alles komplex und faszinierend korrekt. Sie überlässt einfach nichts dem Zufall und analysiert beinahe automatisch jeden Menschen und alle Schauplätze. Auch in diesem Abschlussband bleibt sie sich weitestgehend treu, driftet aber weiter in die emotionale Ebene ab, was vor allem auch an ihrer neuen Position liegt. Man spürt zeitweise ein wenig Resignation, was ich zu den gegeben Umständen jedoch als sehr passend empfand. Wie bereits in Band 2, wird ihre Schwäche in der Gegenwart von Menschen, die sie schätzt und liebt deutlicher. Sie opfert sich auf, ist vollkommen selbstlos und will niemanden verletzen, gerät aber damit nicht selten in ein schreckliches Gefühlschaos, was zu diesem Zeitpunkt ebenso authentisch wirkte. Zum Ende hin, wuchs sie noch einmal über sich hinaus und zeigte wieder ihre scheinbar unerschöpfliche Stärke. Von dem verwöhnten Mädchen aus der Republik ist nun nichts mehr übrig, sie wirkt durch und durch gereift.
Day hingegen ist in diesem Abschlussband in eine Richtung gerutscht, die ihm nicht ganz zuträglich war, dennoch authentisch wirkte. Zeitweise lösten seine Handlungen Unbehagen in mir aus. Er ist nur noch ein Schatten seiner selbst und seine Gedanken kreisen um Verluste und eine düstere Zukunft. Es passte zwar alles zu seiner Lage, brachte aber dennoch etwas Ernüchterung, weil man als Leser kaum noch an ihn heran kam und somit wenig Raum für eine Verbindung da war. Es glich eher einem hilflosen Zusehen, als wären ihm sein Mut, seine Stärke und sein wunderbarer Kampfgeist abhanden gekommen. Dies ist zum Glück nicht dauerhaft der Fall gewesen, weswegen ich meine leichte Enttäuschung relativ gut kompensieren konnte. An Authentizität mangelt es keinem der Charaktere, aber um sich vollkommen in Day zu versetzen, fehlte es ihm in diesem Band etwas an Substanz.


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Mit „Legend – Berstende Sterne“ konnte Marie Lu einen absolut würdigen und tollen Abschlussband schaffen, der mir wie schon seine Vorgänger ein großes Lesevergnügen brachte. Die Protagonisten bleiben gewohnt authentisch, wenngleich die Entwicklungen zeitweise beschwerlich waren. Diese wunderbar erdachte Welt durch die Augen von Day und June zu erleben, sollte keiner verpassen, der Spannung liebt und gern durch düstere Zeiten dem Licht entgegen blickt. Das Ende lässt mich zufrieden zurück blicken auf eine abwechslungsreiche und gut durchdachte Dystopie.



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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität

Kommentare:

  1. Tolle Rezi <3
    Ich hab Band 2 auch schon auf dem SuB ... ich glaub ich sollte mir mal den ersten Band kaufen und dann sofort loslegen
    LG Anna ♥

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  2. Na da ging es dir ja ausnahmsweise mal sehr ähnlich wie mir ;) Schön, dass es dir auch gefallen hat und schön, dass du so tolle Worte dafür gefunden hast <334

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