>Rezension< Skylark - Der eiserne Wald von Meagan Spooner



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 Autor: Meagan Spooner

Originaltitel: Skylark Book 1

Broschiert: 448 Seiten

Verlag: Heyne Verlag (23. Juni 2014)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3453268229

ISBN-13: 978-3453268227

Zielgruppe: Leser ab 14 Jahren

Preis: 13,99 €
 
http://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/Spooner_MSkylark_-Der_eiserne_Wald_140874.jpghttp://www.amazon.de/Skylark-eiserne-Roman-Heyne-fliegt/dp/3453268229/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1406364149&sr=8-1&keywords=Skylarkhttp://www.randomhouse.de/Paperback/Skylark-Der-eiserne-Wald-Roman/Meagan-Spooner/e400993.rhd


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Die junge Lark schleicht sich jedes Jahr durch das unterirdische Tunnelsystem in ihre Schule, um zu erfahren, ob sie dieses Mal eine der Auserwählten ist. Auserwählt um der Gesellschaft zu dienen und endlich ihren dafür vorgesehenen Platz zu erhalten. Solange wartet sie schon darauf und als es dann endlich soweit ist, erkennt sie die grausame Wahrheit hinter dem Auswahlritual, welches „die Ernte“ genannt wird. Bald darauf trifft sie eine folgenschwere Entscheidung, um sich und ihre magischen Fähigkeiten vor der Gesellschaft und den Vorgehensweisen des Institutes zu schützen.

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Skylark konnte relativ schnell mein Interesse wecken. Das Cover wirkte so magisch und düster auf mich, dass ich eine tolle Geschichte witterte. Was mich dann jedoch erwartete war doch eher ernüchternd.

Der Schreibstil ist an ausschweifenden Beschreibungen und beinahe schon aufdringlicher Bildhaftigkeit kaum zu übertreffen. Schon fast von Anfang musste ich mich oft durch die Seiten zwingen, weil sowohl die Umgebung als auch die Ereignisse ständig in ausufernde Umschreibungen mündeten und für mich keinen Fortgang der Geschichte erkennen ließen. Das Faszinierende an diesem Stil ist die Magie, die durch jede Zeile zu strömen scheint und ein Gefühl der Andersartigkeit verbreitet. Doch manchmal ist weniger eben doch mehr.

Die Geschichte wirkte im ersten Augenblick sehr anders. Auf den ersten Seiten, konnte mich die Autorin faszinieren und neugierig machen, doch nach wenigen Kapiteln folgte die Ernüchterung immer wieder auf den Fuß. Durch die eindringlichen Beschreibungen wurde eine Trägheit erzeugt, die mir das Gefühl gab, dass ich mich nur im Kreis drehte. Ich konnte weder erkennen wohin die Handlung mich führen will, noch wo Spannung aufkommen könnte. Ich fühlte mich gefangen in der unumstritten magischen und sogleich sonderbaren Welt der Protagonistin Lark. Die Grundidee empfand ich sehr anziehend und fantasievoll gestaltet, doch war alles zu überladen. Dem Handlungsstrang hingegen fehlte es an Spannung, Erkenntnissen und auch teilweise dem roten Faden. Seitenweise konnte ich keine Entwicklungen erkennen und wurde in einer schier endlosen Wanderung durch die erdachte Welt gezogen. Kleinere Logikfehler ließen mich zudem oft innehalten und das bereits geschehene Revue passieren. Bald schon war ich im Zwiespalt mit mir selbst, ob ich schlichtweg unaufmerksam geworden bin oder diese Ungereimtheiten tatsächlich vorhanden sind. Bis zum Ende fand ich keine richtige Antwort darauf, doch mehrfach störten mich diese Dinge in meinem Lesefluss. Die auf dem Klappentext angekündigte Suche nach Antworten fand nur in winzigen Zügen statt und konnte meine Gier nach Erkenntnissen nicht annähernd stillen. Es fühlte sich wie ein endloses Hinhalten an, denn die Dinge, die man erfuhr warfen oft neue Fragen auf oder hatten nicht genügend Glaubwürdigkeit. Hierbei sei erwähnt, dass es sich um einen ersten Band handelt und eine derart komplexe Idee durchaus reifen kann. Das Potenzial ist vorhanden und das nicht zu knapp, nur die Umsetzung scheint nicht ausgereift zu sein, was ich für diesen „Einführungsband“ durchaus akzeptieren kann. Es gab Momente in denen sich große Ereignisse angekündigten und die Fähigkeit Spannung zu erzeugen, konnte man dann der Geschichte nicht mehr abschlagen. In diesen Momenten erwachte in mir das schlummernde Fieber nach mehr, mehr von diesen sonderbaren Wesen, mehr von dieser magischen und düsteren Welt, mehr von deren Vergangenheit, Entstehung und der Entwicklung. Plötzlich fand ich in mir Interesse für die Protagonistin, die mir zuvor eher wie ein Schatten vorkam, der eben da ist, aber kaum Beachtung bekommt. Leider konnten sich diese kurzen Momente nicht weiter ausbauen und ich verfiel zurück in mein altes Muster des Wartens auf mehr. Auch zum Ende hin gab es für mich nur wenige Momente in denen ich echte Empfindungen mit der Geschichte verband. Es ging einfach nicht in dem Maß voran, wie ich es mir gewünscht hätte. Vielleicht kann eine Fortsetzung dies wieder ausgleichen.

Die Personen sind weniger präsent als die Umgebung, verlor man sich dort in schier endlosen Umschreibungen, blieben die Charaktere eher farblos. Die Protagonistin Lark, aus deren Sicht erzählt wird, war mir nicht wirklich sympathisch. Ich verstand schon zu Beginn manche Handlungsweisen und Gedankengänge nicht beziehungsweise konnte dem nicht folgen. Es fügte sich alles nur schwer ins Bild und die Entwicklung wirkte eher stockend als authentisch. Da ich kaum eine Emotion mit ihrer Person verband und auch wenig über ihren Charakter erfuhr, wurde sie mir schlichtweg gleichgültig. Ich verfolgte ihre Geschichte als stille Beobachterin, was wohl auch ein Grund für die empfundenen Längen war. Manchmal wirkte sie furchtbar naiv auf mich, um kurz darauf völlig misstrauisch und zu Unrecht vorsichtig zu sein. Ihr Gefühlsleben war ebenso schwankend. Es gab einfach so wenig Zeit zum richtigen Kennenlernen, als das sich eine wirkliche Persönlichkeit für mich heraus kristallisierte. Im Laufe der Geschichte trat jedoch so mancher Nebencharakter ins Bild, der mir ein kurzes Lächeln auf die Lippen zaubern konnte. Vor allem Lark's längere Begleiter zeigten sich von der besten Seite und erhielten somit sofort Sympathiepunkte. Auch die „böse Seite“ hatte den Charaktertrumpf auf ihrer Seite. Authentisch, verabscheuungswürdig und berechnend machten sie Lark das Leben oft schwer und konnten mich gut überzeugen. Gerade im Zusammenspiel mit der Gegenseite schimmerten plötzlich auch in Lark Züge, die mir gefallen könnten. Ich werde wohl nicht um die Fortsetzung herum kommen, vor allem auch, weil noch viel zu viele Dinge ungeklärt sind.



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Die Autorin entführt uns hier in eine absolut fantasievolle und magische Welt mit einer vielversprechenden Grundidee, die sowohl dystopische als auch fantastische Elemente enthält. Konnte mich die Magie noch in ihren Bann ziehen, enttäuschte mich spätestens der Fortgang des Handlungsstranges, der durch einen ausschweifenden Schreibstil und einer eher farblosen Protagonistin sogleich für Ernüchterung sorgte. Wer eine ruhige Erzählung mit unzähligen Eindrücken und wenig Spannung mag, könnte an diesem Buch Gefallen finden. Das scheinbar umfassende Potenzial, die Nebencharaktere und einige schöne Momenten lassen mich jedoch auf eine bessere Fortsetzung hoffen. 


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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität

Kommentare:

  1. Hab ich schon erwähnt, dass ich Skylark nicht mehr Lesen will? :( Das klingt trotz der faszinierenden Welt und der Magie absolut langweilig und uninteressant, und das obwohl du wie immer genau die richtigen Worte findest.

    Dickes Küsschen <3

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  2. Ich werde es trotzdem noch lesen - zusammen mit Ally, hab ich schon ausgemacht! xD
    Diese ganzen mittelmäßigen Wertungen machen mich schon irgendwie neugierig und ich mochte ja von der Autorin "These broken Stars" total gerne und das war auch relativ ruhig^^
    Schöne Rezi und schade, dass es dir net so gefallen hat! :( :D <3

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  3. Da bin ich mal gespannt wie ich es finde. Hab ich vom verlag bekommen aber nach 20 Seiten hatte ich die Nase voll. Ich fand es etwas langweilig aber naja :) Mal schauen ;)

    Liebe Grüße

    Alisia

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