>Rezension< Clockwork Angel von Cassandra Clare

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Originaltitel: The Infernal Devices 01. Clockwork Angel

Autor: Cassandra Clare

Gebundene Ausgabe: 580 Seiten

Verlag: Arena (Februar 2011)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3401064746

ISBN-13: 978-3401064741

Zielgruppe: Leser zwischen 12 und 17 Jahren

Preis: 18,99 €


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Wir schreiben das Jahr 1878. In den dunklen Gassen von London ereignen sich Gräueltaten, die auf das Konto eines mysteriösen Unbekannten zu gehen scheinen. Die junge Tessa ist auf dem Weg zu ihrem Bruder als sich ihr Leben für immer verändert. Sie lernt die Schattenseiten ihres Daseins kennen und erfährt von der Gabe, die schon ihr Leben lang in ihr schlummert. Bald schon ist sie das Ziel finsterer Gestalten. In tiefer Verzweiflung gerät sie an eine Gruppe Schattenjäger, die sie bei sich aufnehmen, obwohl genau diese doch ihre natürlichen Feinde sein sollen. Wem kann Tessa noch trauen, wenn sie sich selbst nur noch wie eine Fremde vorkommt? Die jungen Schattenjäger Will und James sind so verschieden und doch vereint sie eine scheinbar unzertrennliche Freundschaft. Tessa ist hin- und hergerissen in einer Welt, die vollkommen neu für sie ist. 
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Die Chroniken der Unterwelt Reihe hatte es mir nach anfänglichen Schwierigkeiten ja sehr angetan, vor allem der Schreibstil und diese Vielfalt an Ideen sind einfach gigantisch. Daher war klar, dass ich die Chroniken der Schattenjäger auch lesen MUSS. Da Teil 1 und 2 nun über 1 Jahr ungelesen im Regal verweilen wurde es nun Zeit.

Der Schreibstil ist wie eh und je genial. Ich kann mich noch erinnern, wie mir dieser anfänglich Schwierigkeiten bereitete. Frau Clare schreibt und beschreibt sehr bildlich, man kann so jeden Winkel eines Raumes, jeden Zentimeter eines Gesichtes und viele Begebenheiten sehr genau verinnerlichen und sich vorstellen. In dieser Geschichte empfand ich es, wie auch in den Chroniken der Unterwelt die meiste Zeit einfach beeindruckend und hilfreich. Es gab nur wenige Momente in denen mir der Input zu viel wurde. Der Stil der Autorin hat diesen Zauber inne, der das Lösen von den Seiten undenkbar macht und er erweckt die Geschichte zum Leben in all ihrer Größe und Vielfalt.

Die Geschichte spielt in einem anderen Jahrhundert und so mutet sie auch an. Kaum hatte ich die ersten Seiten gelesen, wehte mir das London vergangener Tage so intensiv entgegen, dass ich kurz in der Szenerie fest hing. Man lernt zügig die Protagonistin Tessa kennen und das in den wohl dunkelsten Tagen ihrer Existenz. Die Stimmung kommt auch perfekt zur Geltung und die Verzweiflung zeigt sich in jeder Zeile. Dunkelheit, Angst und Einsamkeit spiegeln sich in ihrem Alltag wider. Sie ist eine Gefangene und ihre scheinbar einzige Hoffnung ihr Bruder Nathaniel. Es vergeht kein Tag an dem sie sich zwischen Qualen und Folter, die ihre Kräfte entlocken  und trainieren sollen, nicht an diesen Strohhalm klammert. Zugegeben tappte ich am Anfang doch eher im Dunkeln und hatte auch nach etwa 100 Seiten noch einen „Inputkater“. Es wollte nicht so richtig flutschen und somit verlief der Einstieg nicht komplett ohne das Aufkommen von Langeweile. Diese verflog jedoch sehr schnell und bald darauf war ich mal wieder in Cassandra Clare’s Bann. Diese unfassbare Fülle an Ideen und die Ausschmückung der erdachten Welt begeistert mich nicht zum ersten Mal. Ich würde sogar sagen, dass mir diese Geschichte ein klein wenig besser gefällt als die Chroniken der Unterwelt. Vielleicht ist es vor allem wegen der anderen Zeit, die einen zusätzlichen Charme versprüht, denn etwas altertümliche Begebenheiten bringen das Gefühl der Andersartigkeit mit ein, was ich sehr gern habe. Auch der Handlungsstrang war perfekt an dieses vergangene Jahrhundert angepasst und ich fühlte mich unglaublich gut unterhalten. Es war stets spannend und ich wurde nicht selten von unvorhergesehenen Wendungen überrascht. Auch darin ist Cassandra Clare bekanntlich eine Meisterin. Sie schafft es jedoch auch immer wieder die Spannung durch gewisse Ruhephasen aufrecht zu erhalten. In diesen „Pausen“ verfing ich mich hoffnungslos in der Schönheit ihrer Worte, was vor allem oft mit Jem einherging. Selbst die sich aufbäumende Liebesgeschichte, die höchstwahrscheinlich wie so oft in Richtung Dreiecksbeziehung geht, war keinesfalls störend. Im Gegenteil, es wertet in Frau Clare’s Fall die Geschichte sogar noch ein wenig auf.


Die Personen sind allesamt wirklich gut gelungen, aber davon bin ich schon vor Beginn des Buches ausgegangen, denn auch dafür besitzt die Autorin ein außerordentliches Talent. Tessa wirkt zu Anfang doch sehr unsicher und verängstigt, was man ihr natürlich nicht verübeln kann, denn sie hat eine schwere Zeit hinter sich. Sie ist sehr verständnisvoll und liebenswert, besitzt kaum Selbstvertrauen und neigt daher auch dazu ihr Licht unter den Scheffel zu stellen. Sie sieht ihre Gabe als Bürde und schämt sich beinahe ihrer Existenz, wenngleich sie lange Zeit im Dunkeln tappt, was genau sie ist. Nach und nach lernt sie, vor allem mit Hilfe von Jem und Will sich und ihre Fähigkeit zu akzeptieren und für gute Zwecke einzusetzen. Sie lernt schnell und entwickelt sich ohne ihren sympathische Grundcharakter zu verlieren in eine tolle Richtung. Jem war von Anfang an mein Favorit unter den Charakteren, seine sanfte verständnisvolle Art ist unglaublich sympathisch. Man bemerkt gleich zu Beginn, dass auch er etwas mit sich herum trägt, worauf er nicht stolz ist, dennoch ist er so warmherzig und gut, dass einem als Leser das Herz schmilzt. Seine Gedankengänge und damit verbundenen tiefsinnigen Gespräche brachten mich in vielerlei Hinsicht zum schwärmen. Er ist zu jedem fair und hat ein absolutes Talent die Dinge sachlich zu benennen und dennoch Frieden zu stiften. Er spendet viel Trost und ist zur richtigen Zeit da. Er scheint niemals schlecht gelaunt zu sein und lässt seine Probleme hinten anstehen, ist absolut selbstlos und schenkt jedem seine gutherzige und offene Art. Will ist so ziemlich das Gegenteil und dennoch in gewisser Hinsicht sympathisch oder sagen wir faszinierend. Er ist mürrisch, selbstverliebt, unnachgiebig, aufbrausend, unfair und grob. Ihm scheint an Niemandem wirklich etwas zu liegen. Er ist ein Künstler darin anderen Leuten vor den Kopf zu stoßen. Einzig seine Freundschaft zu Jem und seine unübersehbare Faszination für Tessa ließen mich neugierig werden. Hin und wieder blitzt durch die Fassade aus Selbstverliebtheit und Eigensinn doch etwas durch, worauf ich gern einen weiteren Blick werfen würde. Hinzu kommt, dass er äußerlich schon sehr ansprechend zu sein scheint – dunkle Haare und leuchtend blaue Augen. 
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Mit dieser Geschichte über Schattenjäger und die Wesen der Unterwelt, konnte mich Cassandra Clare erneut in ihren Bann ziehen. Altbekannte Gesichter aus den Chroniken der Unterwelt und auch viele neue Charaktere machen diesen Auftakt zu etwas Besonderem. Die Autorin vermag es immer wieder durch ihren detaillierten und bildlichen Schreibstil ihre Welten zum Leben zu erwecken. Die kleineren Startschwierigkeiten konnten mein Lesevergnügen nur geringfügig mindern. Auf den Clockwork Prinzen bin ich schon sehr gespannt.

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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität

Kommentare:

  1. Nur 4? Also bitte! xD
    Nein, Spaß - 4 ist ja sehr gut und ich fand es halt SEHR SEHR GUT! :D
    Ich hatte auch keine Langweile am Anfang und war gleich von der genialen Atmosphäre gefesselt :O
    Aber sonst sind wir wirklich mal wieder the same xDD <3
    Wieso verenglischisiere ich in letzter Zeit eig. alles? o.O

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  2. Ich fands auch sehr, sehr gut, den zweiten glaube ich aber noch ein bisschen besser :) Schließe mich einfach mal Jan an, warum verenglichisiere ich eigeeigentlich alles? O.o xD <333

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