>Rezension< Pandemonium von Lauren Oliver

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Originaltitel: Pandemonium

Autor: Lauren Oliver

Gebundene Ausgabe: 400 Seiten

Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 1 (November 2012)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 355158284X

ISBN-13: 978-3551582843

Zielgruppe: Leser ab 14 Jahren

Preis: 17,90 €


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Lena ist die Flucht gelungen. Sie ist geflohen aus ihrer sicheren Welt der Angepasstheit. Aus einer Welt ohne Liebe, die nur Platz für Beherrschtheit und emotionslose Beziehungen hat. Doch nun auf der anderen Seite – die Wildnis – ist Lena nicht mehr die Selbe. Alex ist fort, er hat es nicht geschafft und es besteht kaum Hoffnung, dass er noch am Leben sein könnte. Mit einem winzigen Schimmer dieser Hoffnung und der unendlichen Liebe, die für Alex in ihr lodert, schließt sie sich dem Widerstand an und infiltriert die Seite der „Geheilten“. Kaum eine Sekunde vergeht, in der sie nicht in Gedanken bei Alex ist, doch dann gerät ihre Gefühlswelt in einen Strudel und lässt alles wieder anders erscheinen.
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Es ist schon eine lange Weile her seit ich Delirium gelesen habe, warum ich nicht direkt weitergelesen habe, weiß ich nicht mehr. Jedenfalls war es nicht sonderlich klug, denn auch Teil 2 der Amor-Trilogie konnte mich überzeugen.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Die Autorin vermag alles so bildhaft und real zu gestalten, dass man gar nicht anders kann, als sich in dieser Geschichte zu verlieren. Die Kunst des Schreibens beherrscht sie in einer Form, die man gerade in diesem Genre nicht allzu oft antrifft. Sie rutscht ab und an in einen wundervoll poetischen Stil, der perfekt zu dieser außergewöhnlich tollen Idee passt. Es war ein reines Vergnügen dies Zeile für Zeile in mich aufzunehmen.

Die Geschichte empfinde ich nach wie vor als absolut besonders und einzigartig. Zumindest die Grundidee um die sich der gesamte Handlungsstrang dreht. Die Liebe als eine Krankheit zu gestalten und somit jegliche Emotion zu verbannen, ist nach wie vor grandios. Denn dem Schönsten der Welt diese Negativnote anzuheften, bewirkt beim Leser genau das Gegenteil. Die Emotionalität wird beinahe auf ein Höchstlevel gesteigert und sickert in jede Ecke der Gedanken.
Man steigt direkt in die Szene ein, in der Band 1 – Delirium endet. Das ermöglichte mir trotz langer Pause einen reibungslosen Einstieg, der sofort meine volle Aufmerksamkeit mit sich brachte. Ich war wieder gefangen in Lena’s Welt. Man erlebt die Dinge komplett aus ihrer Sicht, jedoch zu zwei verschiedenen Zeitpunkten. Dies brachte einen gewissen Schwung in die Sache und die Spannung stieg beinahe ins unermessliche. Man wollte einerseits wissen, wie es Lena direkt nach der Flucht erging, wie sie all die schrecklichen Dinge verarbeitet und ihr Leben in der „Wildnis“ gestaltet, doch im „Jetzt“ tat sich auch mehr und mehr die Neugier auf, sodass ich dann auch dessen Fortgang hinterher japste. Ich sog die Informationen schließlich in mich auf und war im „Damals“ gespannt auf das “Jetzt“ und umgekehrt. Es war beinahe wie ein Wettlauf. Auch stilistisch war dieser Aspekt genial gestaltet, am Anfang ist man öfter im „Damals“, sodass man nahtlos von Teil 1 übergeht und sich so sofort in der Geschichte wiederfindet und die Vertrautheit mit Lena augenblicklich zurückkehrt. Je weiter man liest, desto weniger werden diese Szenen und man befindet sich immer mehr im „Jetzt“, bis sich am Ende beide Stränge in einem unfassbarem Ende vereinen. Das gesamte Grundgerüst lies mich nahezu atemlos zurück und mit diesem erneut fiesen Cliffhanger lechzte ich nur so nach Teil 3.
So genial die Grundidee und der Stil auch waren, dennoch hatte ich ein paar wenige Probleme mit den Zwischensequenzen und der Entwicklung dieser kleineren Handlungsstränge. Es war mir schlichtweg oft zu vorhersehbar. Die ganze Sache rund um Julian war in vielerlei Hinsicht unvermeidlich und damit wenig überraschend. Um nicht zu viel zu verraten, im „Jetzt“ wusste ich zu jeder Zeit, wer auf welcher Seite steht und wenn neue Personen auftauchten, war mir deren wahre Identität selten fremd.

Die Personen sind bis auf Lena, alle neu. Ich muss zugeben, der/ die ein oder andere haben mir tatsächlich gefehlt. Lena macht im gesamten Buch eine tolle Entwicklung durch, sie wächst oft über sich hinaus, lernt ihre Grenzen kennen und sie in ihrem Eifer auch desöfteren zu überschreiten. Mit einigen Entscheidungen hat sie mich tatsächlich überrascht und ihr unbändiger Wille hat ihr sofort viele Sympathiepunkte eingebracht. Man erlebt ihren inneren Kampf mit und wie sie aus ihrer seelischen Zerrissenheit zu neuer Stärke findet. Auch die bereits bekannte, wundervolle Emotionalität kehrt zurück und lies mich nicht selten dahin schmelzen. Immer wieder wird sie von Erinnerungen und Zweifeln geplagt und doch setzt sie das durch, was sie für richtig und vor allem gerecht hält und lässt es nicht zu, dass ihr dabei jemand in die Quere kommt.
Julian stieß bei mir auch tatsächlich sofort auf Interesse, der relativ schüchterne Junge, der mir mit seiner Neugier so manches Lächeln auf die Lippen zauberte. Er hat wahrlich kein einfaches Los und dennoch lässt er sich von der ganzen Voreingenommenheit nicht blenden. Er entdeckt sich und die Welt neu und trifft seine eigenen Entscheidungen. Von Kindesbeinen an wurden ihm Dinge suggeriert, die er als richtig zu sehen hat. Erstaunlich schnell bringt ihn genau diese Erziehung ins Wanken und er zeigt tolle Charakterzüge und viel Mut.

Es gibt noch einige tolle Charaktere mehr, die es lohnt kennen zu lernen. Ich hoffe in Teil 3 jedoch auf ein Wiedersehen mit Manchen, die hier keinen Platz fanden.
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Eine geniale Reihe nimmt ihren Lauf und auch dieser zweite Teil konnte mich überzeugen. Die wundervoll erdachte Geschichte gestrickt aus einem so vielfältigen und außergewöhnlichen Schreibstil macht Pandemonium zu einem echten Lesevergnügen. Trotz einiger Vorhersehbarkeiten konnte ich mich der Geschichte völlig hingeben und mit der Protagonistin Lena erneut in eine Welt ohne Liebe eintauchen, die doch so voller Emotion ist. 

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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität

Kommentare:

  1. Sehr schöne Rezension! :)
    Ich hab Band 2 auch 4/5 Punkten zu geben :)

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  2. Hi,
    ich habe dich getaggt und würde mich freuen, wenn du mitmachen würdest :)
    http://janinas-buecherkiste.blogspot.de/2014/02/tag-meine-liebsten-buchpaare.html
    LG

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  3. Sehr sehr gelungene Rezension. Ich habe das Buch auch noch auf meinem SUB liegen. (auf meinem Hörbuch SUB^^) Deine Wertung bekräftigt mich auf alle Fälle noch mal dazu, es sehr bald zu lesen.:-)

    Ich habe dich übrigens gerade eben mit dem "LIEBSTER award" getaggt.=) Würde mich sehr freuen, wenn du mitmachen würdest.:-)

    Viele liebe Grüße!=)

    http://msbuecherwuermchenswelt.blogspot.de/2014/02/liebster-award-discover-new-blogs.html

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