>Rezension< Selection von Kiera Cass

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Originaltitel: The Selection

Autor: Kiera Cass

Gebundene Ausgabe: 368 Seiten

Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 4 (11. Februar 2013)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3737361886

ISBN-13: 978-3737361880

Zielgruppe: 13 - 16 Jahre


Preis: 16,99 €

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35 Mädchen – 1 Prinz
Wer wird die Gunst seiner Majestät erlangen und künftig ein Leben im Überfluss führen?
Für America Singer ist es die Chance aus ihrer niedrigen Kaste in die obere Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und ihre Familie aus der Armut zu befreien. Ihre Eltern sind sofort angetan von der Idee und reden ihr gut zu. Doch für die junge America scheint eine Menge auf dem Spiel zu stehen, denn etwas unterscheidet sie von den anderen Bewerberinnen – sie begehrt den Prinzen nicht und muss somit ihre Jugendliebe Aspen zurücklassen. Möchte Sie ihr Leben wirklich mit einem Mann verbringen für den sie keinerlei romantische Gefühle hegt und dafür auch noch vor dem gesamten Land kämpfen?
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Dieses Buch war, um ehrlich zu sein, ein reiner Coverkauf. Ich liebe die Farben und das tolle Kleid ist auch nicht zu verachten. Da kam die kleine Prinzessin in mir wieder durch. Vom Klappentext hielt ich nicht ganz so viel, aber es schien mal etwas anderes zu sein. Im Nachhinein wurde ich sogar positiv überrascht.

Der Schreibstil ist sehr einfach und jugendlich. Diese lockere Art zu schreiben, ermöglichte mir ein schnelles Weiterkommen und die Geschichte floss nur so dahin. Einmal im Erzählstrang gefangen, konnte ich mich kaum von den Seiten lösen und hierbei war keine übermäßige Spannung im Spiel. Die Autorin vermochte es schlichtweg mit Emotionen zu fesseln.

Eine solche Geschichte ist mir in diesem Sinne noch nicht bekannt gewesen und erweckte damit augenblicklich meine Neugier. Es wurde nicht lange drum herum geredet, der Input und die Ausschmückung der von Kiera Cass erdachten Welt, flocht sich einfach im Laufe der Geschichte ein und traf damit genau meinen Geschmack. Man wird unvermittelt in den Alltag der Protagonistin America Singer katapultiert und lernt unmittelbar deren Familie und Eigenheiten kennen. Sie war mir nicht sofort super sympathisch, weil sie doch in den Grundzügen sehr bockig und ein wenig verbohrt daher kommt. Sie möchte am liebsten genau das Gegenteil von dem tun, was ihre Eltern von ihr erwarten und das Leben verbringen, wie es ihr passt. Ein typisches Teenieszenario. Auch die heimlichen Ausflüge mit ihrer Jugendliebe Aspen und alle Pläne rund um diese Beziehung schürten vorerst meinen Unmut. Im Mittelpunkt der Geschichte steht jedoch etwas ganz anderes, was mich stark an „Der Bachelor“ und Co. erinnerte. Dennoch war genau dieser Aspekt am Ende das wirklich Unterhaltsame. Prinz Maxon, dessen Eltern die Herrscher über Illeá sind, sucht eine zukünftige Königin an seiner Seite. Dabei werden landesweit 35 Mädchen ausgewählt, die im Palast um seine Gunst kämpfen sollen und wenn ich Kämpfen sage, dann meine ich Kratzen, Beißen und Haare ziehen. Wie es sich in einem richtigen Hühnerhaufen eben so gehört. Der Zickenalarm war somit vorprogrammiert.
America’s Eltern waren sofort Feuer und Flamme für die Bewerbung ihrer Tochter, doch sie selbst hat völlig andere Beweggründe. Es kommt wie es kommen musste – America wird aus unzähligen Mädchen ausgewählt und darf mit 34 anderen Damen den Palast „heimsuchen“ um das Herz des Prinzen zu erobern und in ewigem Reichtum zu schwelgen. Im Palast angekommen, nimmt die Geschichte diese Wendung, die mir das pure Lesevergnügen brachte. Prinz Maxon ist so völlig anders als America es sich erwartet hatte und man erhält nicht selten einen Blick auf die Dinge, die durchaus bedeutsam sind. Die gesamte Aufmachung der einzelnen „Castingstufen“ inklusive Kleider, das Miteinander im Palast und vor allem die zarte Entwicklung von Gefühlen haben es mir schlussendlich wirklich angetan. Alles in allem, war es schon recht vorhersehbar, was dem Ganzen aber wenig Abbruch tat. Das Ende lies mich auch absolut neugierig zurück und ich freue mich sehr auf die Fortsetzung.

Die Personen sind alle wirklich gut gelungen. Es gibt so viele Nebencharaktere, dass man ab und zu dazu neigt, die Hälfte wieder zu vergessen oder vermeintlich unwichtige auszublenden. Gerade jedoch die intriganten Zicken, besonders eine oder die liebenswerten Gutmenschen, die jedem alles gönnen, blieben hängen. Es prasseln eine große Vielfalt verschiedener Charaktereigenschaften aufeinander und erzeugen so eine absolut würzige Mischung. Es hat mir richtig Spaß gemacht dem bunten Treiben zuzusehen. Die Protagonistin America war mir, wie bereits erwähnt, nicht sofort sympathisch. Vor allem aber im Zusammenspiel mit Maxon, den ich wirklich sofort mochte, zeigte sich in America ein stetig wachsender Gerechtigkeitssinn. Bald darauf entwickelte ich ehrliche Sympathien für sie. Sie sagt meistens geradeheraus was sie denkt, tritt auch ab und an in ein kleines Fettnäpfchen und hat viele sehr schöne Ansichten vom Leben und den Ungerechtigkeiten in ihrem Land. Ihre Einfachheit und die oft banalen Ausbrüche aus der funkelnden Welt des Reichtums, taten ihr Übriges. Sie ist einfach ehrlich und direkt, das mochte ich sehr. Prinz Maxon war mir unerwartet sympathisch. Ein Gentleman wie er im Buche steht, redegewandt, charmant ohne einen Funken von Arroganz. Er versucht es vielen recht zu machen und will keinem der Mädchen vor den Kopf stoßen. Er lässt ihnen viel eigene Entscheidungskraft und will nicht den Eindruck von Zwang erwecken. Wer gehen will, darf gehen. Seine Sicht auf das Herrschaftsgebiet seiner Familie wird nach und nach erst durch America richtig klar und so trifft man ihn oft nachdenklich und verhalten an. Gefangen im goldenen Käfig. Er sinniert teilweise über die Welt und das Leben so herzerwärmend, dass man ihn einfach gern haben musste. Vor allem der Umgang mit America löste oft entzücken in mir aus. Diese warmherzige, zarte Art gepaart mit viel Charme und herzerweichender Schüchternheit, traf bei mir ins Schwarze. Er ist die perfekte Rolle in dieser Geschichte und alles in allem ein echter Märchenprinz. Da war mir America’s Jugendliebe Aspen doch fast schon ein Dorn im Auge. Er war mir aber von Anfang an nicht wirklich sympathisch, ein typischer Kerl, der sich wegen Kleinigkeiten gleich an der männlichen Ehre gekratzt fühlt. Das Ego zu groß, der Mut zu klein. 
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Eine tolle Geschichte zum schmunzeln, sinnieren und schwärmen. Die Vielfalt der Charaktere, der Aufbau der Welt, der wie nebenher durch die Seiten fließt und vor allem die Protagonisten America und Maxon machen dieses Buch zu einem echten Erlebnis. Dabei konnte ich zum Ende hin fast über die Vorhersehbarkeit und die anfänglichen Antipathien hinweg sehen, aber eben nur fast. Die Kleider, die Zickereien, die ganze Aufmachung können das weibliche Publikum mit Sicherheit begeistern und somit kann ich es vor allem den Damen der Schöpfung sehr ans Herz legen.

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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität

Kommentare:

  1. Hi,

    das Buch steht schon laaange auf meiner Wuli, dank deiner tollen Rezi will ich es noch dringender Lesen. :)

    Lg
    Micha

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  2. Das Ego zu groß, der Mut zu klein - hey, das könnte ja schon fast ich sein! xD
    Ich glaub, ich werde auf die Reihe einfach mal verzichten, auch wenn Band 1 ja ganz gut anzukommen scheint, aber das klingt mir alle zu sehr nach Bachelor xD .... und Band 2 soll ich nicht so dolle sein^^
    Aber freut mich, dass es dir so positiv gefallen hat und deine Meinung ist wieder fantastisch geworden! :)
    Liebste Grüße! :D

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  3. *lach* Hühnerhaufen klingt echt gut :D

    Deine Rezi ist wie immer einfach nur wundervoll und weckt sofort die Lust in mir, das Buch auf der Stelle zu lesen <3. Auf meinem SUB liegt es ja bereits, also mal gucken, wann es passt :)

    viele Küsschen <3

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  4. Wow, die Bookcloud dazu finde ich super! :)
    Ich mochte das Buch auch echt gern, was mich damals etwas verwundert hat, weil sowas sonst eigentlich nicht so mein Fall ist. Leider ist der zweite Teil nicht ganz so gut, und nun bange ich doch schon etwas wegen Nummer 3. Aber dafür sehen sie rein äußerlich fantastisch aus.

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