>Rezension< Plötzlich Prinz - Das Erbe der Feen von Julie Kagawa

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Originaltitel: The Iron Fey, Book 1: The Lost Prince

Autor: Julie Kagawa

Gebundene Ausgabe: 512 Seiten

Verlag: Heyne Verlag (20. Januar 2014)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3453268660

ISBN-13: 978-3453268661

Zielgruppe: Ab 14 Jahren


Preis: 16,99 €


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Ethan Chase ist eigentlich ein ganz normaler Teenager. Doch seine Vergangenheit sagt etwas anderes. Als Kleinkind geriet er dem lichten Volk in die Finger und verlebte dort keine angenehme Zeit. Seine Schwester Meghan, die ihn damals rettete, ist nun kein Teil seines Lebens mehr. Sie lebt im Nimmernie und herrscht dort über die eisernen Feen. Ethan versucht sich Zeit seines Lebens vor den Feenwesen zu verstecken, leider gelingt ihm das nicht wirklich oft. Sie sind überall und verfolgen ihn, wohin er auch geht. Er wechselt nun schon zum x-ten Mal die Schule und so manche Zwischenfälle, die ihm die Feen in vorherigen Schulen beschert haben, lassen ihn in einem schlechten Licht dastehen, er gilt als schwierig. Er selbst gibt sich unnahbar und feindselig, doch nur um all jene zu schützen, die ihm etwas bedeuten könnten. Doch die junge Kenzie durchbricht diese Mauer und lässt sich von seiner Fassade des Bad Boys nicht täuschen. Ihr Interesse und ihre Neugier für den unzugänglichen Ethan könnten sie jedoch schon bald in große Schwierigkeiten bringen.
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Im Nimmernie war ich schon immer gern. Es war mir jedes Mal ein großes Vergnügen, die gesamte Plötzlich Fee Reihe konnte mich absolut in ihren Bann ziehen und daher war ich umso aufgeregter als ich von einer Fortsetzung erfuhr, wenn man es denn so nennen kann.

Der Schreibstil ist unvergleichlich. Julie Kagawa schreibt so vereinnahmend, zauberhaft und eindrucksvoll, dass aus ihrer Feder wohl immer eine Geschichte entspringen wird, die entweder schonungslos fesselt oder absolut bezaubert. Man taucht in „Plötzlich Prinz“ ein in eine Welt, der man sich nicht so schnell entziehen kann und jedes Wort verbindet einen unwiderruflich ein Stück mehr mit dem wunderbaren Nimmernie. Sie schaffte es auch in diesem Buch mir die Steige zu den Feen zu öffnen.

Die Geschichte ist für die „Plötzlich Fee“ Leser natürlich nichts Neues. Man trifft auf Altbekanntes und liebgewonnene Charaktere, vor allem Grimalkin hatte ich durchaus vermisst. Um ehrlich zu sein, war ich ein wenig skeptisch, ob es tatsächlich noch neue Erlebnisse geben kann, da bereits 4 Bücher voller wundervoller Fantasie mein Herz gewannen und dennoch hat es die Autorin geschafft, erneut eine andere Richtung einzuschlagen und einen völlig neuen Handlungsstrang zu gestalten. Es gab einige Szenen in denen ich mich ein wenig zu sehr an bereits bekannte Dinge erinnerte und so in eine gewisse Trägheit verfiel. Zeitweise war ich deshalb doch ein wenig gelangweilt. Wenn ich dieses Buch gelesen hätte, ohne Plötzlich Fee zu kennen, wären diese vermeintlichen Längen nicht aufgetreten, denn die gesamte Story ist einfach toll, sehr komplex, gut durchdacht und total spannend. Julie Kagawa ist einfach eine Meisterin darin, die Vorstellungskraft auf ein Höchstlevel zu bringen und sämtliche von ihr erdachten Wesen und Teile ihre Welt zum Leben zu erwecken. Man liest nicht einfach, man erlebt das Nimmernie und lernt all seinen Glanz sowie die Schattenseiten kennen. Von gefährlichen Monstern, über liebliche Feenwesen bis hin zu eigensinnigen Kreaturen ist einfach alles dabei. Es gibt nichts, was es nicht gibt.
Der Einstieg fiel mir schon aufgrund der bekannten Stimmung recht leicht. Ethan Chase, der Bruder von Meghan Chase, ist nun beinahe erwachsen und befindet sich trotz aller Schwierigkeiten im normalen Alltag, der sich jedoch als alles andere als normal herausstellt. Er kann SIE sehen, immerfort und das lässt sein Leben eher wie eine immerwährende Qual erscheinen.  Kaum in der Geschichte gefangen, nehmen die Dinge ihren Lauf und die Wesen des Nimmernie heimsen schon bald mehr Raum in Ethan’s Leben ein als gewollt. Es war vor allem wunderbar den „kleinen Ethan“ von damals nun mit seinen tiefsten Empfindungen kennen zu lernen und seine gesamte Entwicklung zu verfolgen. Es hat mir wirklich Spaß gemacht in seinem Kopf zu stecken.


Die Personen waren wie man es von der Autorin gewohnt ist, alles wunderbar gestaltete Charaktere. Trotz Ethan’s äußerlich recht schwierigem Charakter, war es mir ein leichtes mit ihm zu fühlen, da man als Leser auch sofort hinter seine Fassade schauen darf. In ihm tobt ein Feuer des Hasses auf die Feenwelt. Ihm wurde im Kindesalter soviel angetan, dass er nichts als negative Empfindungen für das lichte Volk hegt. Er hat sich eine emotionale Mauer gebaut, die ihm Sicherheit bringt. Sicherheit für sich und vor allem für alle anderen in seinem Umfeld. Er will keine liebgewonnenen Menschen in Schwierigkeiten bringen und stößt sie so lieber von sich weg. Ich kann diese Verhaltensweise recht gut nachfühlen, denn eine Bürde für andere zu sein, ist sicher nicht leicht. Egal wie sehr ein Mensch beteuert, dass die schlimmsten Geheimnisse nichts ausmachen, es schließlich wirklich zu erfahren und zu erleben, macht alles anders. Umso interessanter und sympathischer erschien mir auch Kenzie. Sie ist so strahlend und offen, absolut unvoreingenommen und mit einer forschen Neugier ausgestattet, die mir nicht selten ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Ihre unverblümte und dennoch sanfte Art war ein absoluter Zugewinn für die gesamte Geschichte und vor allem für Ethan. Sie zeigt ihm, dass man manchen Menschen einfach vertrauen sollte und das Wegstoßen oft unnötig ist. Es müssen nur die richtigen Personen sein, denen man all seine Geheimnisse zeigt, denn diese werden sie hüten. Dank Kenzie entwickelte sich Ethan in eine Richtung, die mir noch mehr zusagte als die beliebte harte Schale mit dem weichen Kern. Es gibt auch ein Wiedersehen mit einigen meiner Lieblinge aus Plötzlich Fee: Allen voran Grimalkin, was habe ich diesen eigensinnigen Kater vermisst. Dann wären da noch Puck und „Eisbubi“ Ash, die ihre kleinen Sticheleien noch immer nicht beigelegt haben und natürlich Meghan. Es fühlte sich gleich in gewisser Weise familiär und vertraut an. Vor allem das Ende macht neugierig auf die Fortsetzung. Ich bin gespannt.
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Mit „Plötzlich Prinz“ konnte mich Julie Kagawa erneut erfolgreich ins wundervolle Nimmernie entführen und bereitete mir somit einige angenehme Lesestunden. Aufgrund einiger mir vertrauter Szenen, verspürte ich ein paar wenige Längen. Nichtsdestotrotz bin ich froh, dass ich es gelesen habe und kann es allen Fans von „Plötzlich Fee“ auch wirklich ans Herz legen. Allein dieser zauberhafte Schreibstil vermag es einen als Leser sofort aus der Realität zu entreißen und damit eine perfekte Illusion zu erzeugen.

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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität

Kommentare:

  1. Da hatte wir heute wohl den gleichen Gedanken! xD
    Ich mag den Stil von Julie auch total gerne - der ist so unkompliziert und dennoch nicht so eingefahren! :D
    Kann deine Kritik nachvollziehen - zu 100% konnte es mich auch nicht überzeugen, aber für einen Einstieg in eine neue Reihe durchaus gelungen!! :)
    Natürlich hast du wieder eine tolle Rezension geschrieben, ich muss dich damit immer und immer wieder nerven, aber es ist nun mal so!!! xD

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  2. Mir war ja noch nicht so nach Nimmernie. Jetzt habe ich gerade Jans Rezi und nun deine gelesen...MAN! :D
    Ihr macht mir wieder richtig Lust und nun muss das buch wohl doch bald (sofort) hier einziehen! :)

    Liebste Grüße und hysterisches Winken <3
    Shanty

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  3. Ich habe das Buch auch vor Kurzem gelesen und mir hats richtig gut gefallen =)
    Ethan hat mir überraschenderweise super gut gefallen, wie du sagst, es macht total Spaß, in seinem Kopf zu stecken. Kenzie hingegen konnte mich noch nicht so ganz überzeugen.. Mal sehen wie sie sich entwickelt =)
    lG,
    Svenja

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