>Rezension< Throne of Glass - Die Erwählte von Sarah J. Maas

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Originaltitel: Throne of Glass

Autor: Sarah J. Maas

Gebundene Ausgabe: 500 Seiten

Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. September 2013)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3423760788

ISBN-13: 978-3423760782

Zielgruppe: Leser ab 14 Jahren


Preis: 17,95 €


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Die junge, starke Kämpferin Calaena Sardothien ist zum Tode verurteilt. Als sie schon nur noch ein Schatten ihrer selbst zu sein scheint, wird ihr bald darauf ein Angebot des Königshauses unterbreitet. Sie, als berüchtigtste Frau im Lande, soll unter einem Decknamen 23 kampferprobte Männer schlagen und als Siegerin dieser geplanten Wettkämpfe hervorgehen. Sollte ihr dies gelingen, erlangt sie nach wenigen Jahren im Dienste des Königs ihre Freiheit zurück.

Der Captain der Leibgarde, Chaol Westfall ist in der Vorbereitung auf die Wettkämpfe ihr ständiger Begleiter. Soviel gemeinsame Zeit scheint die Beiden auf eine besondere Weise zusammen zu schweißen. Aber auch der Kronprinz weckt in ihr Gefühle, die sich nicht verbergen lassen. Alles wird jedoch zur Nebensache als das unaussprechliche Böse sein Unwesen im Schloss treibt und nur eines im Sinn zu haben scheint: den Tod!

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Dieses Buch habe ich allein der Buchmesse zu verdanken. Dort durfte ich durch einen tollen Geheimtipp die zauberhafte Autorin kennenlernen und einige Schwärmereien von anderen Bloggern überzeugten mich schnell. Zudem war es ein willkommener Ausflug in ein anderes Genre, wenn auch High Fantasy, was mir ja eigentlich so gar nicht zusagt. Das ist mir jedoch in diesem Fall gar nicht wirklich aufgefallen.

Der Schreibstil ist eher unspektakulär. Sehr einfach und damit aber auch flüssig. Durch die kurzweilige Art zu schreiben, kommt die Handlung schnell in Fahrt. Wie von selbst wird man durch die Geschichte getragen und dieser uneingeschränkte Lesefluss ermöglicht es völlig selbstverständlich in die Welt von Celaena einzutauchen.

Die Geschichte ist recht gut ausgearbeitet und besitzt viele Höhen und Tiefen. Man wird direkt in das Leben der Protagonistin katapultiert und befindet sich sofort in einer düsteren Stimmung der Ausweglosigkeit wieder. An dieser Stelle fehlte es mir sehr an Informationen, die ich bis zum Ende nicht erhielt. Celaena - eine strahlende, junge Kämpferin als Schatten ihres Daseins. Doch dies wehrt nicht lange und so gelangt man auch schon schlagartig an den Hauptschauplatz – ein wunderschönes Schloss. Die örtlichen Gegebenheiten sowie die hoheitliche und bornierte Atmosphäre, die einem am Hof nun begegnet fand ich einerseits sehr amüsant, andererseits einfach ermüdend. Es wird eine ganze Weile viel drum herum geredet und man befindet sich in einem scheinbar endlosen Prozess der Erholung und Vorbereitung auf den Wettkampf. Für meinen Geschmack ein wenig langatmig, doch ab und an regte sich die kleine Prinzessin in mir und ich staunte sehr über die vielen tollen Beschreibungen der gigantischen Kleider. Tatsächlich können Nebensächlichkeiten manchmal einen guten Zweck erfüllen.
Als dieser erste Teil, den ich nunmehr als Einleitung und Kennenlernphase sehe, sein Ende nahm, erhoffte ich großes. Die Wettkämpfe! Doch leider wurde ich eher enttäuscht. Ich erwartete spektakuläre Kämpfe und Spannung bis ins Letzte, doch es war einfach alles in Lichtgeschwindigkeit vorbei oder wurde grob angerissen. Man bekam von den Wettkämpfen sogar eher nur nebenher etwas mit. Das Augenmerk wurde mehr auf die Beziehungen gelegt. In dieser Hinsicht tat sich dann leider auch nur wieder eine sehr typische Konstellation auf. Wenngleich ich die Liebesgeschichte in diesem Fall trotzdem genossen habe, was vor allem mit der Protagonistin Celaena zu tun hatte. Dazu komme ich aber später noch. Trotz der Ernüchterung über die lahmen Wettkämpfe, regte sich eine weitere Sache, die mein Interesse augenblicklich weckte. Das Böse! Das Ganze startet schon recht früh, nur hatte ich es nicht als solches wahrgenommen und war schließlich verblüfft über diese Wendung. Ich würde es nicht direkt als spannend bezeichnen, aber geheimnisvolle und rätselhafte Dinge sind sehr nach meinem Geschmack. Die für die Kämpfe erwartete Kaltblütigkeit verwob die Autorin also nun mit dem geheimnisvollen Bösen und zog mich damit auf ihre Seite. Es gab einige Situationen in denen ich absolut ratlos dreinblickte und auf Biegen und Brechen wissen wollte, was sich hinter all diesen schrecklichen Dingen verbirgt. Dies wiederum führte unumstößlich zu einem rasanten Lesetempo und machte die erste Hälfte des Eingewöhnens beinahe wett. Am Ende vereinte Frau Maas dann das Böse in jeder Form und ich bekam noch einen kleinen Geschmack darauf wie die Wettkämpfe hätten sein sollen, damit sie mir gefallen hätten. Ich würde es nicht direkt Showdown nennen, aber ich hing an den Seiten wie eine Klette. Alles in allem blieb noch einiges ungeklärt und die bruchstückhafte Beschaffenheit lies mich durchaus neugierig zurück.


Die Personen sind vor allem zu Anfang recht oberflächlich aufgebaut. Celaena ist ein eher schwieriger Charakter, den man erst einmal durchschauen muss. Leider war mir diese Sache viel zu typisch. Vom Leben gebeutelt, baut sie sich eine Mauer aus Arroganz und Überheblichkeit auf. Sie akzeptiert nichts, fällt jedem ins Wort, ist ungezogen und nimmt sich Dinge heraus, bei denen sie sich aufgrund ihrer Stellung im Recht glaubt. Doch das alles ist augenscheinlich Fassade. Im Laufe des Buches bröckelt diese Mauer und sie lässt scheinbar fremde Leute plötzlich an ihren tiefen Gefühlen teilhaben. Sie zeigt sympathische Schwäche. Gähn! Diese Entwicklung war so vorhersehbar, dass ich mit ihr einfach nicht warm wurde. Genau an dieser Stelle gefiel mir dann, die oben erwähnte ebenso typische Konstellation des Liebesdreiecks. Sie brachte Celaena ein wenig weg von dieser gewollt „tiefsinnigen“ Phase des Ausbrechens und machte sie weniger vorhersehbar. Es wird sozusagen eine Vorhersehbarkeit von der nächsten abgelöst. Richtig störend fand ich das alles jedoch nicht. Da Celaena außerhalb dieser Liebesbeziehungen noch freundschaftliche Bande knüpfte und diese schließlich auch sehr authentisch dargestellt wurden. Zum Ende hin konnte ich mir gut vorstellen, dass weitere Bände ein wenig aus diesen typischen Mustern fallen könnten und deshalb freue ich mich wirklich auf eine Fortsetzung rund um Celaena’s Geschichte. 
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„Throne of Glass“ ist eine sehr gute Unterhaltung für Zwischendurch. Es zeigt einige Schwächen und doch konnte es mich mit so mancher Wendung überzeugen. Inmitten einiger ermüdender Vorhersehbarkeiten erhebt sich schließlich doch noch eine starke Heldin, mit viel Potenzial. Nach diesem Ende und den zwischenzeitlichen Schlüsselereignissen erwarte ich mir nun doch noch eine spannende Fortsetzung.

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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität

Kommentare:

  1. "sympathische Schwäche - Gähn!" :-)
    Kann mir dich grad sehr gut beim Lesen vorstellen. Aber alles in Allem klingt es ja nicht mal so schlecht :-)

    lg
    Steffi

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  2. Ich hatte gedacht das es besser ist ;/ aber egal es warten noch so viele tolle Bücher auf nicht :))
    Viele Grüße
    Http://bowsandfairytales.blogspot.de

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  3. hmm, immerhin 4 Diamanten, das beruhigt mich ja ein wenig...ganz so bald werde ich es wahrscheinlich nicht lesen, aber irgendwie freue ich mich trotzdem :D

    Küsschen, Ally

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  4. Steffi, ich glaube dir würde es gefallen. So vom Stil her ist es glaub genau dein Geschmack! :)
    Beccalein, du triffst es eigentlich nur wieder genau auf dem Punkt. Mir ging es ziemlich ähnlich - sowohl was das Negative und das Positive angeht! :D Wuhuuu, wir haben es doch noch nicht verloren! It's Magic! xD
    LG

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  5. Eigentlich will ich dieses Buch schon irgendwie lesen, aber die Rezensionen dazu sind alle eher durchwachsen... aber deine rezension finde ich toll. Du schreibst immer klasse Rezensionen, das wollte ich nur mal gesagt haben :-)
    Liebe Grüße
    Krypta vom Buchplaneten
    http://planet-der-buecher.blogspot.de/

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