>Rezensionsspecial< Die Auslese von Joelle Charbonneau

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Originaltitel: The Testing (Book I)

Autor: Joelle Charbonneau

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten

Verlag: Penhaligon Verlag (26. August 2013)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3764531177

ISBN-13: 978-3764531171

Preis: 16,99 €



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Die Menschheit hat sich selbst zerstört. Die Kinder und Jugendlichen des Vereinigten Commonwealth lernen schon zeitig die Sieben Stadien des Krieges kennen. Um zukünftig die Fehler der Vergangenheit zu vermeiden, werden jedes Jahr Jugendlichen aus allen Kolonien ausgewählt um an der Auslese teilzunehmen. Bei dieser, geht es darum in einem langwierigen Prüfungsprozess, diejenigen herauszufiltern, die Führungsqualitäten besitzen. Nur 20 von Ihnen werden ausgewählt, um zu neuen Anführern an der Universität in Tosu-Stadt ausgebildet zu werden.

Cia, Malencia Vale, ist eine von den Glücklichen, die zur diesjährigen Auslese ausgewählt wurden. Mit Stolz und Zuversicht blickt sie nun in ihre Zukunft, bis sie erkennt, worum es in diesen Prüfungen tatsächlich geht. Führen oder Sterben! Bald schon wird ihr klar, dass nur die Besten diesen skrupellosen Testmarathon lebend verlassen…

Vertraue niemanden…
Es wird immer Kandidaten geben, deren Missgunst dich zerstören kann…

Sei auf der Hut…

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Der Schreibstil ist wunderbar. Er ist flüssig, sehr ansprechend und so weitreichend, dass man sich beinahe schon zu Beginn in der Geschichte verliert und es nicht mehr wagt sich zu lösen. Die Autorin vermag es somit bereits in den ersten Seiten zu fesseln und die Spannung immer weiter und weiter aufzubauen, bis man vor Erschöpfung ein Ende herbeisehnt, bei dem sich diese angestaute Spannung endlich entlädt. Ihre Erzählweise aus Cia’s Sicht hält an den richtigen Stellen Informationen hinter den Berg, die einen vor Neugierde beinahe platzen lassen. Sie beschreibt die Umgebung und Personen sehr genau und erzeugt so ein klares Bild der von ihr erdachten Welt. Die Details sind an den richtigen Stellen eingewebt und man fühlt sich nicht überinformiert. Besonders beeindruckt haben mich die eingehenden Beschreibungen der Natur. So war es mir beinahe selbst möglich den Wind in den Haaren, den Staub auf der Haut oder das frische, grüne Gras unter meinen Füßen zu spüren. Die Liebe und Verbundenheit zur Natur war ein sehr angenehmer Nebeneffekt zu all den aufreibenden Geschehnissen.

Die Geschichte ist nicht komplett neu. Die Anzahl an Dystopien wächst nahezu täglich und sich in dieser Fülle noch abzuheben, fällt denkbar schwer. Dennoch ist es Frau Charbonneau gelungen einen solchen Sog zu erzeugen, dass die Eigendynamik der Geschichte weit über ein Level der Durchschnittlichkeit herausragt. Sie regt zu tiefen Gedanken an und lässt dem Leser so den Raum und die Möglichkeit, sich aus seiner Unbekümmertheit zu befreien und die Dinge zu sehen, die oft erst aus einem anderen Blickwinkel sichtbar werden. Sie führt uns in eine fiktive Zukunft, die elementar auf den Mauern unserer heutigen Gesellschaft ruht. Krieg, Zerstörung, Katastrophen, Ausrottung, Hunger, Seuchen – all diese Dinge könnten uns in nicht allzu ferner Zukunft in den Ruin treiben. Unsere Erde, wie wir sie kennen, in ein Ödland verwandeln. Und schließlich kann es nur mit Hilfe von uns Menschen, die selbst maßgeblich Schuld an dem Desaster sind, wieder zu neuem Glanz erblühen. In Cia’s Welt ist dies der Fall, es wird mit Nachdruck an der Neuerschaffung des natürlichen Umfeldes der Erde gearbeitet und dazu bedarf es schlauer Köpfe und Führungspersonen, die die Fehler der Vergangenheit erkennen und vermeiden.
Von Zeile zu Zeile hetzt die Autorin den Leser in einer unaufhörlichen Flut an unvorhersehbaren Geschehnissen durch die Seiten. Ich kenne wenige Geschichten, die mich so oft überrascht haben, wie diese. Nicht selten, musste ich kurze Verschnaufpausen einlegen, um mir klar zu werden, was da gerade über mich und den Handlungsverlauf hereingebrochen ist und ebenso oft war ich starr vor Entsetzen. Gerade zum Ende hin häufen sich Geheimnisse, Zweifel und Ängste der Protagonisten, die einen als Leser beinahe vor Spannung und Neugier bersten lassen. Hatte man sich gerade von einem Schock erholt, kam schon die nächste knifflige Situation auf einen zu. Dies erzeugte eine Atmosphäre der Extraklasse. Dieses Knistern in der Luft, die angespannte und unheilvolle Stimmung sind mir durch und durch gegangen. Wem kann man trauen? Was ist echt und was ein Test? Ist alles nur Berechnung? Was steckt hinter all diesen Handlungen? Was machen die anderen Kandidaten? Was lauert hinter der nächsten Ecke? Man erwartet irgendwann stets das Schlimmste und viele Hindernisse, dennoch passiert es genau dann, wenn man absolut unvorbereitet ist und das Abschätzen des Ausmaßes wird nahezu unmöglich.
Man lernt eine Welt kennen, die an Vorstellungskraft, Eigensinn und Originalität schwer zu übertreffen ist. Jede Szene, ob in den Kolonien, in Tosu-Stadt oder den unerschlossenen Gebieten, war so passgenau durchdacht und dargestellt, dass der Unterschied zur Realität kaum mehr sichtbar war. An diesem Punkt ist zu erwähnen, dass genau das – die Verschmelzung von Fakt und Fiktion, der maßgebliche Faktor für eine herausragende Dystopie darstellt. Man verbindet wie automatisch seine Gedanken mit denen der Protagonisten, hinterfragt sich selbst und unsere Zeit, stellt Unterschiede und Gemeinsamkeiten fest. Man nimmt sich etwas Individuelles für sein Leben mit und wird zum Nachdenken angeregt. Eine tiefgründige Botschaft eingewebt in ein Abenteuer, was es absolut in sich hat. Zum Ende lässt sich sagen, dass es wahnsinnig viele ungeklärte Fragen gibt, die mich wahrscheinlich noch eine Weile beschäftigen werden. Ich freue mich jetzt schon wahnsinnig auf die Fortsetzung und hoffe dort die nötigen Antworten zu erhalten.

Die Personen, allen voran Cia, hätten authentischer und detaillierter nicht sein können.

Malencia Vale ist eine Person bei der ich als erstes nur eines verspürt habe – Bewunderung. Sie sieht zuerst, wie es sehr typisch in diesem Genre ist, nur das Gute im bestehenden System, ist stolz dazu zu gehören und wünscht sich nichts sehnlicher als eine der Auserwählten für die bevorstehende Auslese zu werden. Bald darauf erkennt sie erste Unstimmigkeiten und ihre Sicht auf die Dinge wird kritischer. Sie macht eine starke Entwicklung durch. Ihre Intelligenz und Bedachtheit sind so ausgeprägt, dass ihre Schlussfolgerungen und Gedankengänge oft absolutes Erstaunen bei mir ausgelöst haben. Sie denkt ganzheitlich und sieht die Dinge in ihren fundamentalen Bestandteilen. So rückt ihr Fokus oft auf Geschehnisse und Handlungen, die anderen niemals auffallen würden. Sie löst Probleme im Gleichklang mit der Findung der Ursache. Oberflächigkeit und Unbedachtheit scheinen ein Fremdwort für sie zu sein. Hinzu kommt ihre sehr stark ausgeprägte Empathie, die ihr nicht selten das Wesen eines Menschen offenbart und somit vor schrecklichen Fehlern bewahrt. Dennoch besitzt sie die gesamte Zeit über eine kleine Schwäche, die ihr beinahe zum Verhängnis wird. Sie sieht stets das Gute im Menschen und verdrängt damit oft ihre logischen und absolut richtigen Schlussfolgerungen. Sie ist als Gutmensch erzogen und will sich diese Eigenschaft nicht nehmen lassen. In solchen Situationen sollte man oft wohl eher auf den Verstand als auf das Herz hören. Dennoch ist diese „Schwäche“ eine Sache, die sie noch sehr viel sympathischer macht. Ihre Gedanken und Gefühle verschmolzen bald schon mit meinen und ich war in sämtliche Problemlösungen involviert. Ich war so gebannt von den ganzen Herausforderungen, dass ich mir gleichzeitig selbst Gedanken über die Ergebnisse und Auswege gemacht habe. Cia baut zu nahezu jedem der anderen Charaktere eine gewisse Bindung auf, sie kümmert es, wie es anderen ergeht, sie analysiert Handlungsweisen, erweist jedem ein gewisses Maß an Respekt und lernt aus den Aktionen der Konkurrenten. Im Laufe des Buches entwickelt sie einen scheinbar unbezwingbaren Überlebenswillen, eine Stärke und ein Durchhaltevermögen, dass mich nur noch Staunen lies. Ob die Geschehnissen, die hinter ihr liegen Schuld sind oder dieser Kampfgeist einfach nur tief in ihr verborgen war, wird nicht ganz klar. Eines ist sicher, Malencia Vale besticht mit so viel Charakter, dass man sie einfach mögen muss. Weiterhin ist zu erwähnen, dass die Autorin eine wahnsinnige Vielfalt an Personen eingebaut hat. Jeder Einzelne trägt etwas Besonderes und Essentielles zur Geschichte bei. Vom offensichtlichen Fiesling, über die arrogante Schmeichlerin, die Träumer und Denker, bis hin zu berechnenden, kaltblütigen Verrätern, ist einfach alles dabei.
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Diese Dystopie ist eine atemberaubende, sich bis zum Ende steigernde Geschichte, die mit so viel Tiefe und Authentizität aufwartet, dass es einem die Sprache verschlägt. Frau Charbonneau hat mit diesem Buch eine Zukunft erschaffen, die sehr komplex und originell ist. Inmitten dieser erdachten Welt zeigt sich eine wahnsinnige Vielfalt an tollen Charakteren, die „Die Auslese“ nicht nur lesenswert machen, sondern einen solchen Sog erzeugen, dass man es einfach lesen muss. Für mich verdient es eindeutig die Höchstbewertung.

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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität


Lieblingsbuchstatus


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Habt ihr genau hingeschaut? :D
Einzelne Buchstaben sind blau markiert und ergeben in dieser Reihenfolge ein Wort. 
Dieses solltet ihr euch unbedingt notieren, denn am kommenden Samstag werdet ihr es brauchen! Genauso wie die anderen 3 Wörter von His and Her Books, lost pages und fantastic-book-blog.
Morgen gibt es dann das letzte Wort bei Ally von MagicAllyPrincess im Rahmen dieses Specials.
Wenn ihr alle Wörter zusammen habt, könnt ihr mit dem Lösungssatz am Gewinnspiel teilnehmen und eines von 5 Exemplaren dieses wundervollen, fulminanten Auftaktes gewinnen. 

Lasst euch das nicht entgehen!!!! Es ist geniaaaal!!!

Teilnehmer:

13.08. lost pages


Liebe Grüße
Becci

Kommentare:

  1. Das Buch wird sich wohl wirklich noch in den Hype von Panem und Co. einreihen. Um so mehr Lust kriege ich, das Buch auch endlich zu lesen!
    Großartige Rezi und die Bookcloud ist genial. :-)
    LG, Sandy

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    1. Vielen Dank und JAAAA! Wer es nicht liest, ist selbst Schuld!! Es ist einfach genial!!!

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  2. Hallo und guten Morgen,

    schön wie hier jeder Blogger seinen Teil zur Blogtour beiträgt und die Lust auf das Buch steigt auch bei mir..

    LG..Karin..

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    1. Hallo Karin,

      das sollte sie auch. Dieses Buch muss gelesen werden. :D

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  3. Wow, die Protagonistin klingt ja ganz nach meinem Geschmack. Dass ich das Buch unbedingt haben muss, steht ja eh schon lange fest, aber Deine Rezi hat mir trotzdem total Spaß gemacht und ich liebe diese Bookclouds :)

    LG
    Moni

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    1. Vielen Dank liebe Moni!!!
      Für dich ist es ganz sicher was. Ich bin schon gespannt, wie du es findest. :D

      LG <3

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  4. Huhu,
    die anderen Blogger scheinen genau wie du total begeistert von diesem Buch zu sein. Eins ist klar - ich werde es lesen. Auf jeden Fall!!!

    Schöner Blog übrigens, bin gleich mal Leser geworden

    lg Caterina

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    1. Hallo Caterina,

      das freut mich sehr!!! Herzlich Willkommen bei mir. :D
      Jaaa das solltest du auch! Es ist grandios gut!!! :)

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  5. Endlich kann ich auch deine Rezi lesen!!!!!!
    Sie ist unglaublich! :o
    Würde ich das Buch noch nicht kennen, müsste ich es sofort bestellen.
    Wieder eine soooooo mitreißende Rezi <3 Wow!

    Liebe Grüße

    Steffi

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  6. puuuh, ich bin gerade so richtig geplättet, was für eine geniale,
    berauschende Rezi <3 <3 <3

    absolut unglaublich mein Herz :-*

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  7. Ohhhh MANNNNNN! Ich bin auch absolut begeistert - von Rezi und vom Buch! Hast du mal wieder unglaublich genial geschrieben!

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  8. Hallo Rebecca,

    also...ich habe das Buch noch nicht gelesen. Obwohl es hier im Regal steht...aber solch einer mitreißenden Rezension kann man sich ja wohl kaum entziehen. Hammer! Ich lese es demnächst...

    LG

    Kay

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  9. Hach ihr seid alle sooo begeistert davon, da komme ich um einen Kauf wohl nicht drum herum :-) Ich verschlinge ja quasi jede Dystopie, aber irgendwann lesen sie sich alle gleich. Schön zu lesen, dass es sich doch vom Durchschnitt abhebt :-)

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  10. Hey,

    noch so eine schöne Rezension :-)

    Bücher, wo man sich als Leser selber Gedanken um Auswege macht oder zumindest den Drang verspürt es unbedingt machen zu müssen, gefallen mir besonders gut.

    Die hässliche Pistole sieht auf deinem Bildchen gleich viel hübscher aus :-)

    Liebe Grüße
    MacBaylie

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  11. Wow, dass schaffen nicht viele Autoren in einer so dunklen Welt es noch zu schaffen, dass der Leser den Wind glaubt zu spüren. Deine Beschreibungen sind wie immmer so unglaublich, dass ich genau weiß auf was für ein Buch ich mich einlassen werde.

    Liebe Grüße
    Vanessa

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