>Rezension< Godspeed - Die Ankunft von Beth Revis

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Originaltitel: Shades of Earth

Autor: Beth Revis

Gebundene Ausgabe: 480 Seiten

Verlag: Dressler (1. August 2013)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3791516787

ISBN-13: 978-3791516783

Zielgruppe: Leser zwischen 12 und 15 Jahren

Preis: 19,95 €



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Die Ankunft – nach einer langen Reise und der scheinbar endlosen Suche nach Antworten haben Junior, Amy und der Rest der Besatzung der Godspeed ihr Ziel erreicht. Die Zentauri-Erde soll ihr neues zu Hause werden. Ein neuer Planet, ein Paradies. Doch das langersehnte Ziel ist nicht das, was sich alle erhofft haben. Es geschehen unerklärliche Dinge und immer neue Gefahren lauern in den Weiten des neuen Planeten.
Es beginnt ein Wettlauf gegen eine unbekannte Macht, die nicht nur tückisch, sondern auch tödlich zu sein scheint. Wird die Kolonie eine Chance haben?


Amy und Junior scheinen alles erreicht zu haben. Sie sind zusammen. Der Planet gehört Ihnen. Zwei Sonnen, ein scheinbar unendlicher Himmel, das Rauschen in den Bäumen, strömender Regen, gewaltige Gewitter – die volle Macht der wunderschönen Natur – Freiheit! Doch wird das alles ausreichen? Wie sieht die Zukunft der Beiden aus?

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Ich habe mich wahnsinnig auf diesen letzten Teil gefreut, obwohl Freude gar kein passender Ausdruck ist. Nach „Die Suche“ hatte ich eher ein zwanghaftes Verlangen danach und ich wurde nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil. Beth Revis hat mich ohne Umschweife vom Hocker gepustet.

Der Schreibstil ist besonders. Vor allem das Schriftbild und die Wahl der Absätze machen eine gewisse Originalität aus. Man fühlt schon in den Zeilen den Zustand der Person. So stellt die Autorin Dinge wie Ohnmacht oder Erinnerungen an den Kryoschlaf absolut treffend dar. Zudem behält sie die Erzählweise aus beiden Perspektiven bei – Junior und Amy. Dies fügt sich jedoch so passgenau zusammen, dass man sich einfach niemals von den Beiden trennen will.

Die Geschichte ist grandios und absolut originell. Ich war sofort wieder mittendrin, die Godspeed, fast wie eine alte Freundin. Auch wenn man sie schon bald für immer verlassen muss, hat man als Leser eine gewisse Bindung aufgebaut. Man kennt die Decks, man kennt einfach das Leben dort. Von Band zu Band steigert sich Beth Revis und niemals verliert der Handlungsverlauf seine Anziehungskraft und Spannung. Es ist wie in einer Sternenklaren Nacht, wenn man auf der Wiese liegt und den Blick nicht mehr lösen kann, bis man alles entdeckt hat. Doch das ist einfach nicht möglich, weil unsere Augen gar nicht in der Lage dazu sind. Wenn man also gerade denkt, dass man eine Antwort auf all die Fragen gefunden hat, geschehen neue seltsame und aufwühlende Dinge. Ich mag Geschichten in denen es viele Verluste gibt, auch wenn es oft schmerzlich ist einen bekannten oder gar „geliebten“ Charakter zu verlieren, strahlt es doch einen gewissen Reiz aus. Brutal und blutig trifft es im gleichen Maße wie faszinierend und mitreißend. Ich kann gar nicht sagen, wie genial ich es finde, denn kaum ein Wort würde es treffend beschreiben. Es passiert einfach so unglaublich viel, was man verarbeiten muss und das auch noch oft so plötzlich und unverhofft. Nicht selten stand mein Mund erstaunt offen. Es gab so viele schockierende Momente, so viel Leid und Verzweiflung und trotz allem schwingt immer diese absolut wundervolle und vor allem zarte Beziehung zwischen Amy und Junior mit. Beth Revis ist es gelungen eine Liebesgeschichte zu kreieren, die immer im Hintergrund bleibt und dennoch in den richtigen Momenten das Leserherz höher schlagen lässt. Ein strahlendes Licht in der Dunkelheit. Wie schon in „Die Suche“ gab es nicht einmal die Gelegenheit sich zu langweilen. Nein, es gab schon kaum eine Sekunde Zeit um Luft zu holen. Das Wunderbare daran, die Fülle der Ereignisse droht einen nicht zu überrollen, weil es genial mit scheinbar simplen Problemen der Menschheit verknüpft ist. Man nimmt sich somit auch wieder einen Teil für sich selbst mit. Der Umgang untereinander – Toleranz und Empathie.
Die Personen sind mir Beide für sich und insbesondere auch zusammen absolut ans Herz gewachsen. Das ist vor allem so, weil sie kein prototypisches Verhalten aufweisen. Sie sind jeder jeweils auf seine Art zerbrechlich und voller sympathischer „Fehler“. Gemeinsam sind sie absolut toll. Es ist diese Verbindung, die die beiden haben. Sobald sie beieinander sind, breitet sich Wohlbefinden aus, welches bis zu mir als Leser vordringen konnte. Es benötigt manchmal keine Worte, sondern nur die bloße Anwesenheit einer Person, um sich absolut geborgen, sicher, frei und rundum wohl zu fühlen.
Amy ist ein tolles, mutiges und starkes Mädchen mit einem Kampfgeist, der Bewunderung verdient hat. Sie handelt zwar oft impulsiv und kopflos, aber genau das ist es, was mir besonders gefallen hat. Sie legt wenig wert auf die Meinung anderer und erreicht so oft, dass so manche Begebenheiten aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtet werden können. Auch als die Vernunft an die Tür klopft und eine Entwicklung zu durchdachteren Handlungen hervorruft, wirkt alles absolut authentisch. Sie bleibt sich selbst treu, wird dennoch etwas erwachsener und nimmt eine bedeutende Rolle im Ausgang der Geschichte ein.
Junior hingegen hegt Zweifel an sich, seinen Entscheidungen, der Beziehung zu Amy und allem, was er ist und jemals sein wollte. Dieser vorübergehende Verlust des Selbstbewusstseins passt jedoch so gut in den Handlungsstrang, dass man einfach gar nicht anders kann, als diese Phase als Fügung zu sehen. Ich wollte ihn zwar ab und zu gern kräftig rütteln, dass er sich zusammenreißt und tut was getan werden muss, aber darauf kommt er schließlich selbst. Alles in allem ist auch seine Entwicklung mit all den tollen, absolut menschlichen Fehltritten wunderbar gestaltet. Beide besitzen sehr viel Tiefe. 

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Ein grandios gelungener Abschluss. Ich bin einerseits froh, dass es ein so wahnsinnig tolles Ende genommen hat, andererseits erwischt mich die Wehmut. Meiner Meinung nach wäre ein Folgeband nicht ausgeschlossen und ich würde es mir durchaus wünschen, aber alles kommt irgendwann zum Ende und mit diesem kann ich sehr gut leben. Eine spannende, mitreißende und vor allem originelle Geschichte, die sich von Band zu Band steigert. Das Weltall in seiner Unendlichkeit mit allem, was dazu gehört, versprüht für mich schon immer eine besondere Anziehungskraft und Beth Revis trifft mit dieser Story genau ins Schwarze.

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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität

Kommentare:

  1. Deine alte Freundin!? xD
    Aber wieder eine absolut tolle Rezension!! Wie machst du das nur immer? -.- xD

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  2. ...eine wirklich schöne Rezension! Hach...schade, dass es vorbei ist...

    LG

    Kay

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