>Rezension< Taken - Das Laicos-Projekt von Erin Bowman

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Originaltitel: Taken

Autor: Erin Bowman

Broschiert: 352 Seiten

Verlag: Piper (16. April 2013)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 349270266X


ISBN-13: 978-3492702669

Preis: 16,99 €








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Es ist Mitternacht, die Erde beginnt zu beben, der Wind heult lautstark durch die maroden Gassen, ein heller Blitz blendet die versammelte Bürgerschaft von Claysoot…und dann ist es plötzlich still und jeder weiß, dass es wieder geschehen ist. Erneut ist ein junger Mann am Morgen nach seinem 18. Geburtstag verschwunden. Sie nennen es Raub und es scheint unumgänglich.


Gray ist 17 und möchte sich diesem Schicksal nicht beugen, er will Antworten und das um jeden Preis. In einer Nacht und Nebel Aktion wagt er sich über die geheimnisvolle, bisher stets todbringende Mauer und lässt sein altes Leben hinter sich. Was ihn dort jedoch erwartet verändert seine Welt für immer. Es warten Lügen, Intrigen, Kämpfe und vieles mehr auf ihn. Wird er die Wahrheit jemals erfahren?

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Der Schreibstil ist sehr flüssig, einfach zu lesen und packend. Frau Bowman schreibt so toll und selbstverständlich, dass sie mich bereits auf den ersten Seiten in den Bann der Geschichte ziehen konnte. Im weiteren Verlauf fiel es mir durch diese gewisse Leichtigkeit und auch Schnelligkeit nicht schwer nahezu durch die Seiten zu fliegen und die Geschehnisse in mich aufzusaugen. Die jugendliche Art, die der Protagonist Gray ausgestrahlt hat, brachte eine erfrischende Seite in die dennoch aufwühlende Grundatmosphäre.

Die Geschichte wirkt im ersten Moment sehr anders. Die ganzen Geschehnisse und Erläuterungen rund um den „Raub“ haben sofort all meine Neugier auf sich gezogen und mich direkt an die Geschichte gebunden. Ich wollte wissen was dahinter steckt und warum es geschieht. Schnell hatte ich jede Menge Fragen im Kopf, nach deren Beantwortung ich lechzte. Das Leben in Claysoot, die Sitten und Bräuche kennen zu lernen, war eine angenehme Zugabe zu den auftauchenden Mysterien. Nicht nur der Raub, auch die todbringende Mauer rückten jedoch bald in den direkten Fokus meiner Beachtung. Was steckt nur hinter all dem? Je mehr der Protagonist Gray nach Antworten verlangte, desto neugieriger wurde auch ich. Es steckt am Ende so viel mehr hinter dieser scheinbar unergründlichen Sache, dass ich gar nicht aufhören konnte zu lesen und einfach alles sofort erfahren wollte. Die Autorin hält auch nicht zu lange damit hinter den Berg. War allerdings der erste Hunger nach der Wahrheit gestillt, tauchten nahezu zeitgleich neue Ungereimtheiten auf. Dadurch war das Spannungslevel sehr hoch und die Geschichte wurde immer rasanter. Frau Bowman wartet nach und nach mit genial durchdachten Plänen, Intrigen und Verschwörungen auf, die es schließlich nahezu unmöglich machten das Buch noch aus den Händen zu legen. Auch hier entwickelt sich in dieser stürmischen und zweifellos seltsamen Zeit eine zarte Liebesgeschichte. Die Anfänge empfand ich als sehr authentisch und schön, auch wohin diese Liebe die Beiden führt, hat durchaus einen gewissen Reiz ausgestrahlt. Um an dieser Stelle nicht zu viel zu verraten, erwähne ich einfach, dass sich bald schon eine eher typische Dreiecksbeziehung auftut, die mir sehr schnell den letzten Nerv geraubt hat. Gray verhält sich nicht nur kindisch und sturköpfig, sondern einfach furchtbar daneben. Ein wenig Gefühlschaos ist mir meist recht und auch natürlich, aber dieses Verhalten lies mich kopfschüttelnd zurück. Ich war von Anfang an angetan davon, dass es sich diesmal um einen männlichen Protagonisten handelt, denn das ist einfach mal eine Abwechslung. Ich war durch einige Rezensionen zwar vorgewarnt, dass die Liebesgeschichte etwas ausufert, trotzdem hatte ich nicht mit so etwas gerechnet. Ich konnte mir das Augenrollen kaum verkneifen. Für den 2. Teil wünsche ich mir vor allem eines: Möge er sich doch bitte entscheiden!
Da die Geschichte dennoch von ihrer Spannung und Vielfalt an Geschehnissen dominiert wurde, kann ich mich natürlich darüber hinweg trösten.
Das Ende ist einerseits zufriedenstellend, andererseits sehr vielversprechend. Auf die Fortsetzung bin ich auf jeden Fall gespannt.

Die Personen waren mir recht schnell sympathisch. Gray, der eine sehr gesunde Selbsteinschätzung hat und trotzdem keinen Hehl daraus macht, dass er einfach impulsiver ist als andere, konnte mich rasch überzeugen. Er hinterfragt sein Umfeld und die Geschehnisse in Claysoot. Er nimmt absolut nichts hin und versucht Ungereimtheiten mit einer strikten Vehemenz zu erklären. Als er schließlich an die Grenzen des Erkenntnisstadiums innerhalb von Claysoot kommt, möchte er ausbrechen und endlich die Wahrheit erfahren. Er ist, zumindest außerhalb des Gefühlsdramas, absolut geradlinig in seinen Entscheidungen und bleibt sich somit selbst treu, wenngleich er eine etwas kindliche Naivität besitzt. Doch genau dieser Mix hat für mich einfach etwas ausgestrahlt, das man mögen muss.

Eine langjährige Freundin von Gray und auch in Claysoot geboren, ist Emma. Sie war mir ebenfalls sehr schnell sympathisch. Sie hat einen gewissen Anteil an Gray’s Drang nach Antworten, denn auch in ihrem Inneren schlummern Zweifel an der Echtheit des Raubes. Ihre Sicht der Dinge und ihr Freigeist haben es nicht nur Gray sehr angetan, auch ich mochte sie dadurch nur noch lieber. Sie treiben sich gegenseitig zu anderen Ufern und versuchen der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Schon bald sollen sie durch ihre forsche Art auch auf etwas Unglaubliches stoßen.

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Eine tolle Idee, die mich sofort neugierig gemacht hat und größtenteils auch durch überraschende Wendungen und Originalität überzeugen konnte. Ein kleineres Manko war die etwas störende Entwicklung der Beziehungen des Hauptprotagonisten Gray, der jedoch im Großen und Ganzen absolut sympathisch war und mit seiner jugendlichen und neugierigen Art die Geschichte sehr passend getragen hat. Taken ist für jeden etwas, der an spannenden Dystopien nicht vorbeigehen kann und stets nach neuen Erkenntnissen lechzt. Mit Spannung und sonderbaren Geschehnissen versteht es Erin Bowman Neugier zu schüren und den Leser in den Bann der Geschichte zu ziehen. 

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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität

Kommentare:

  1. Das mit der kindlichen Naivität habe ich auch exakt so empfunden. Das hat ihn irgendwie "niedlich" gemacht :-)))

    Wundervolle Rezension, Schnuckel!

    Liebe Grüße

    Steffi

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    1. Danke Steffi :*

      Jaaa genau, er war bis zu einem gewissen Punkt niedlich! :D

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  2. Toll wiedergegeben! <3
    Mich hat sein DUMMES Verhalten in dem "Liebespart" auch wahnsinnig gestört und aufgeregt!!! :O Ich hoffe in Band 2 auf Besserung und eine richtige Entscheidung!^^
    LG Jan

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  3. Antworten
    1. Das macht dich jetzt fertig xD

      Jaaa dieses Liebesdrama muss ein Ende finden! -.- Wäre das nicht gewesen, hätte es glatte 5! :)

      LG Steffis Schnuckel^^ xD

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    2. Ja das klingt doch mal nach was: 'Steffis Schnuckel' :-D

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  4. Hallo Rebecca,

    wenn Steffi ein Buch gut findet, ist es ja schon lesenswert. Aber wenn du es auch noch bestätigst, muss ich es definitiv auch demnächst lesen! Ganz toll beschrieben! * Schnuckel*

    LG

    Kay

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    1. Jaaaa, lieber Kay, das solltest du! ;)

      Danke und Liebste Grüße
      Becca :)

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  5. Hi there :)
    Hast du vielleicht Lust bei meiner ersten Lesenacht auf meinem Blog The Call of Freedom & Love nächste Woche mitzumachen? Ich suche noch Blogger die Lust hätten und teilnehmen :) Denn je mehr umso besser.
    Schau doch einfach mal bei mir vorbei :) Ich würde mich freuen wenn du mitmachst :)

    † Ines
    -> Fantasy-Lesenacht die Erste - Lesen bis Einhörner auftauchen

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