>Rezension< Soul Screamers 3 - Halte meine Seele von Rachel Vincent

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Originaltitel: My Soul To Keep

Autor: Rachel Vincent

Broschiert: 316 Seiten

Verlag: Mira Taschenbuch im Cora Verlag (Oktober 2012)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3899419898

ISBN-13: 978-3899419894


Zielgruppe: Leser zwischen 14 und 16 Jahren




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Nach einem erneuten schwierigen Kampf um Leben und Tod in den Untiefen der Unterwelt, kehrt in Kaylee’s Leben endlich Ruhe ein. Nur leider findet diese Ruhe in Form von Hausarrest statt, einen ganzen Monat lang ohne Nash.
Wie sich bald schon herausstellt ist das nicht das Schlimmste, was Kaylee und ihrer großen Liebe passieren kann.
An der Schule ist eine Droge im Umlauf, die nicht von dieser Welt ist. Mit dem Namen „Frost“ kursiert sie in Nash’s unmittelbarem Freundeskreis. In der Unterwelt ist sie als Demon’s H! bekannt, eine Substanz, deren Wirkung für Menschen absolut verheerend ist.
Kaylee und Nash versuchen mit aller Gewalt die Leute zu beschützen, die ihnen Nahe stehen, indem sie dem Handel von Demon’s H! schnellstmöglich Einhalt gebieten. Erneut begeben sie sich auf eine gefährliche Gradwanderung zwischen Ober- und Unterwelt.

Wie viel hält ihre Liebe aus? Können sie die Grenzen zwischen Gut und Böse noch unterscheiden? 

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Nachdem ich von Teil 1 absolut positiv überrascht war, weil es tatsächlich eine gänzlich neue Idee war und mich Teil 2 ebenso sehr gut unterhalten konnte, war ich schon bald wirklich gespannt auf den 3. Teil der Soul Screamers Reihe.

Der Schreibstil bleibt gewohnt einfach, flüssig und jugendlich. Der Einstieg fiel mir somit sehr leicht und ich war schnell wieder gefangen in Kaylee’s ungewöhnlichem Leben. Leider gab es in diesem Teil kaum Wortgefechte und wenig zum Schmunzeln. Natürlich wurde ein ernstes Thema behandelt, wie auch in den Teilen zuvor, dennoch fehlte es mir irgendwie an Frische und die Düsternis der Unterwelt hat mich die ganze Zeit über umwabert. Der Kontrast, der mir zuvor so positiv aufgefallen ist, war wie weggeblasen. Sehr schade.

Die Geschichte ist und bleibt originell. Mehr und mehr lernt man die Unterwelt und ihre Bewohner kennen und immer wieder bin ich aufs Neue über die Vielfalt der von Rachel Vincent erdachten Welt überrascht. Kaum ein Teil der Unterwelt ist nicht mit diesem typisch düsteren Charme ausgestattet, von Dämonen, über menschenähnliche Wesen, bis hin zu Zwischengängern, die gleichzeitig in Ober- und Unterwelt existieren, ist alles vorhanden. Die ewige Qual von verlorenen Seelen, Dämonenassistenz und Seeleneintreiber lernt man kennen und all diese Dinge werden einem so bildhaft und grausam vor Augen geführt, dass man beim Leser nicht selten eine Gänsehaut bekommt. Ich kann mich nur wiederholen, indem ich sage, dass die Grundidee einfach einzigartig und originell ist.
Wie schon in den Teilen davor, kann man auch diesen Teil als abgeschlossene Geschichte sehen. Wieder thematisiert Frau Vincent ein allgegenwärtiges Problem: Drogen! Jeder kennt wohl die Gefährdung durch sämtliche Rauschmittel, vor allem bei Jugendlichen. Die Autorin vermag es in „Halte meine Seele“, dieses heikle Thema wie selbstverständlich in ihre erdachte Welt einzubinden und dennoch gnadenlos ehrlich die Realität wiederzuspiegeln. Man lernt so manchen Charakter in den verschiedenen Phasen des Drogenkonsums und die damit einhergehenden Persönlichkeitsveränderungen kennen. Schockierend präzise und dennoch in gewisser Weise distanziert, schafft sie es durch den Anteil an Übernatürlichem, einen neuen spannenden Fall zu kreieren den Kaylee zu lösen versucht.
Leider hat mir der Klappentext nahezu die gesamte Spannung geraubt. Es wurde einfach alles schon verraten. Wenn ich diesen vorher nicht gelesen hätte, wäre ich mit Sicherheit ab und zu überrascht gewesen, aber so war absolut alles schrecklich vorhersehbar. Das hat mir wirklich die Freude am Lesen geschmälert. Solltet ihr also bisher den Klappentext nicht gelesen haben, dann lasst es auch!

Die Liebesgeschichte, die sich durch die gesamte Reihe zieht und somit den Kern der Geschichte bildet, hat mich in diesem Teil leider auch mehr als enttäuscht. Ich mochte die Stimmung zwischen Nash und Kaylee in den beiden ersten Teilen wahnsinnig gern. So zart, so echt, so intensiv und einfach nur schön. Eine Liebe die sich stürmisch entwickelt hat und zu so viel Tiefe aufwartet, dass man nur weiche Knie bekommen kann. Doch diesmal war alles anders. Beinahe oberflächlich, mit wenig Gefühl und dieses ewige Drängen nach körperlicher Nähe in nahezu jeder Phase der Zweisamkeit, war nicht nur unglaubwürdig, sondern auch sehr ermüdend. Hatte ich mich sonst immer auf Szenen zwischen den Beiden gefreut, wollte ich nun einfach gar nichts mehr davon wissen. Mitunter könnte man diese Entwicklung dem Lauf der Geschichte zuschreiben und diese kargen Gefühle damit plausibilisieren. Das ändert jedoch nichts an meiner Enttäuschung, aber es war vorauszusehen, dass das Hinauszögern irgendwann seine Spannung verliert. Ich hoffe inständig, dass sich in Teil 4 die ganze Lovestory wieder in die richtige Richtung entwickelt. Das Ende lässt auf jeden Fall zu hoffen übrig und ich bin guter Dinge. Gespannt bin ich allemal auf das Wiedersehen mit den Protagonisten.


Die Personen werde ich nun nur noch kurz anreißen, da sich leider nicht allzu viel Neues ergeben hat. Kaylee’s selbstzerstörerische Ader scheint unaufhörlich zu pulsieren und sie begibt sich immer noch oft sehr kopflos in Gefahr. Hinzu kommen ihre ständigen Zweifel und das schlechte Bauchgefühl, vor allem in Nash’s Gegenwart. Sehr naiv und kindlich wirkten sämtliche Situationen in denen sie und Nash sich körperlich näher kamen. Absolut Klischeehaft und fast schon ein wenig nervig empfand ich viele ihrer Schlussfolgerungen und Gedankengänge. Es ist wirklich schade, da ich gehofft habe, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Diesmal ist es tatsächlich nicht nur sie, die den Leser zur Weißglut bringt, sondern auch Nash. Seine Veränderung habe ich überhaupt nicht verstanden. Doch an dieser Stelle bedient sich die Autorin scheinbar wieder der Verwirrungstaktik aus Teil 1. Erstmal lässt sie den Leser komplett im Dunkeln tappen, um kurz vor Ende den „Aha-Effekt“ auszulösen. Diese Gabe besitzt Frau Vincent definitiv und hat sie bis zur Perfektion ausgebaut. Nash war für mich die ganze Zeit über eher ein leerer, absolut nicht authentischer Charakter, der mir noch zuvor so wahnsinnig sympathisch war. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. 

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Eine etwas enttäuschende Fortsetzung, die hauptsächlich durch den verräterischen Klappentext hervorgerufen wurde.
Die Grundidee finde ich nach wie vor sehr originell und absolut lesenswert. Auch die Geschichte um die sich der Haupthandlungsstrang dreht ist wieder sehr gelungen und thematisiert wichtige Dinge aus dem realen Leben. Leider waren sowohl die Charaktere als auch das allgemeine Spannungslevel sehr verhalten und ermüdend. Schade!

Dies ist damit der bisher schwächste Teil, aber es folgen ja noch 3. In diese setze ich einfach die Hoffnung auf Besserung, denn es steckt noch sehr viel Potenzial dahinter.


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Erstellt mit tagxedo.com

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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität

1 Kommentar:

  1. Ups! Nur noch 3? Dann muss ich die Reihe wirklich nicht haben :-)

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