>Rezension< Firelight - Flammende Träne von Sophie Jordan


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Originaltitel: Vanish

Autor: Sophie Jordan

Gebundene Ausgabe: 334 Seiten

Verlag: Loewe Verlag (November 2012)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3785570465

ISBN-13: 978-3785570463


Zielgruppe: Leser zwischen 13 und 16 Jahren

Preis: 17,95 €














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Jacinda hat ihre gesamte Spezies verraten. Sie hat für den Jungen, den sie liebt alles riskiert und scheinbar alles verloren. Vor den Augen einer Gruppe von Jägern hat sie sich in einen Draki verwandelt um Will vor dem sicheren Tod zu bewahren. Damit hat sie das größte Geheimnis ihrer Rasse preis gegeben und alle in tödliche Gefahr gebracht.

Nun muss sie zurück in die nebeligen Berge, in das Dorf ihres Rudels und sich dort vollkommen unterordnen und strickt nach den Gesetzen leben, sonst erwartet sie eine schreckliche Strafe. Doch das ist nicht das Härteste, sie muss auch Will vergessen, um jeden Preis. In ihrer Verzweiflung entwickelt sie plötzlich gegen ihren Willen Gefühle für den Drakiprinzen Cassian, der schon immer in sie verliebt ist. Dennoch gibt es für Jacinda immer nur den einen – Will! Die Hoffnung, ihn irgendwann wieder zu sehen brennt wie eine ewiges Feuer in ihrem Inneren. Als sie dann die Chance bekommt mit ihm davonzulaufen, muss sie eine folgenschwere Entscheidung treffen. Lässt sie ihr ganzes Leben, ihre Familie, ihre Freunde, ihre Art hinter sich, um sich in Will’s Arme zu begeben? 

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Der Schreibstil ist sehr flüssig, jugendlich und im richtigen Maße ausschmückend. Die Gestalten der Drakis und die gesamte Welt, die die Autorin geschaffen hat, haben mich aufs Neue fasziniert und schnell durch die Seiten fliegen lassen. Diese Leichtigkeit ist auch in jeder Emotion zu spüren, die die Autorin wie selbstverständlich zwischen die Zeilen einbindet.

Die Geschichte bewegt sich nun in eine etwas andere Richtung. Die recht kitschige Liebesgeschichte und Klischees werden von einer gewissen Düsternis abgelöst. Da wie schon in Teil 1, alles aus Jacindas Sicht erzählt wird, verschmelzt ihr Gefühlsleben nahezu eins zu eins mit dem Verlauf der Geschichte. Sie ist nun nicht mehr das Juwel, die Besondere in ihrem Rudel. Sie wird behandelt wie eine Ausgestoßene. Eine ganze Weile schaut man als Leser also in ihren neuen Alltag im Dorf ihres einmal vertrauten Rudels. Es hat sich einfach alles verändert und ihre Stimmung ist resigniert, traurig und hoffnungslos. Die dicken Nebelschwaden legen sich nicht nur über das Dorf, sondern über die ganze Geschichte. Ich war so verbunden mit dieser Traurigkeit, dass sich in meiner Brust eine schwere Enge gebildet hat. Doch dann gab es diese Lichtblicke, sowohl die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Will, als auch die kurzen Momente mit Cassian, haben den dichten Nebel der Resignation durchbrochen und die feurige, starke und unbeugsame Jacinda zurückgebracht. Kaum hat sie sich von den Fesseln dieser unendlichen Freudlosigkeit befreit, wird einem nahezu ausschließlich eine tolle Spannung geboten. Im Grunde ist es wieder ein Hin und Her der Gefühle, aber genau dies, lässt das Spannungslevel stetig steigen. Leider ist es mir an manchen Stellen etwas zu vorhersehbar gewesen. Etwa ab der Hälfte war mir klar, in welche Richtung sich die Geschichte wendet und alles lief meist auf die gleichen Geschehnisse hinaus, beziehungsweise war immer eine Person der Dreh- und Angelpunkt – Will. Was mir auch absolut gefehlt hat, war mehr über die Geschichte der Drakis zu erfahren. Nach Teil 1 habe ich in dieser Hinsicht doch noch etwas Besonderes erwartet. Man erfährt zwar einige Dinge aus der Vergangenheit und lernt Zeremonien, Regeln und Bauwerke kennen, dennoch war dies eher fahl und grau, als wirklich aufregend. Hinzu kam, dass die Menschlichkeit der Drakis ein wenig in den Hintergrund gerückt ist und somit die Drachen in den Vordergrund. Leider kann ich mit diesen Wesen an sich, wirklich nichts anfangen. Es gab bisher kein Buch, was ich wirklich mochte, wenn Drachen oder Drachenähnliche Wesen vorkamen. Der erste Teil von Firelight war jedoch so anders, so wenig mit Eigenschaften von Drachen ausgestattet, dass er mir sehr zugesagt hat. In diesem Teil hat es so die Lesefreude etwas geschmälert, dennoch konnte mich Jacinda in gewisser Hinsicht mit ihrer Art überzeugen. Ich habe durchaus gern mit ihr meine Zeit verbracht und ihren Alltag sowie Abenteuer miterlebt.
Das Ende war vielversprechend und lässt mich erwartungsvoll zurück. Ich bin wirklich gespannt, was uns die Autorin in Teil 3 zu bieten hat. Versprochen wird Gefahr und damit viel Spannung.

Die Personen sind auch in Teil 2 sehr gelungen. Es gab so viele bedeutende Charaktere, die den Verlauf der Geschichte wesentlich beeinflusst haben. Sehr viele berechnende, fast schon boshafte Protagonisten säumen die Ränge des Rudels und machen Jacinda das Leben schwer. Wiederum gibt es jede Menge liebevolle, intelligente und ehrliche Charaktere, die sie in jeder Hinsicht unterstützen. Jacinda selbst macht eine schwierige Phase durch und hat mir als Leser oft sehr viel Verständnis abgefordert, was ich meist nicht aufbringen konnte. Die schlimmste Eigenschaft war ihre Inkonsequenz. Was schon im ersten Teil in Verbindung mit Will aufgetreten ist, hat sich nur noch verstärkt. So oft haben sich ihre Vorsätze in Luft aufgelöst, dass ich schon glaubte, sie käme niemals wieder einen Schritt vorwärts. Doch nun war es Will, der ihre Willensstärke zu neuer Kraft getrieben hat. Als sie dann endlich die Entscheidung getroffen hatte und sich klar war, was sie will, ohne Umschweife, war ich so derart erleichtert. Nun konnte die Geschichte weiter gehen und Jacindas so sympathische Wesenszüge haben mich über die Zeit in Unentschiedenheit hinweggetröstet. Einerseits waren viele charakterliche Entwicklungen nachvollziehbar, andererseits wurde die Geduld des Lesers wirklich auf die Probe gestellt. Kampfgeist, Mut, Durchhaltevermögen, Fairness und das Handeln aus Liebe machten es mir ab diesem Punkt wieder so einfach ihr zu folgen. Zu folgen und zu vertrauen.

Cassian rückt zunehmend in den Fokus der Geschichte. Erst wirkt er eher kühl, unnahbar, mächtig und berechnend, aber wenn man hinter die Fassade schaut, kommt etwas zum Vorschein, was mir sehr gefallen hat. Er handelt aus Liebe. Er beschützt und umsorgt, die die er liebt auf eine Art und Weise, die es plötzlich einfach macht ihn zu mögen. Er ist beinahe wie ein stiller Beschützer, der Jacinda Raum für alles lässt, wozu sie bereit ist. Dennoch blitzen immer wieder Handlungen und Eigenschaften durch, die mich zweifeln ließen, ob er es tatsächlich ernst meint. Ich habe somit oft im gleichen Zwiespalt wie Jacinda gesteckt. 
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Wer Drachen und spannende, dramatische Liebesgeschichten mag, ist hier an der richtigen Stelle. Alles in allem war mir die Geschichte leider oft zu vorhersehbar. Zudem haben mich der emotionale Stillstand sowie Jacindas ewige Unentschlossenheit, die nahezu ständig zu einem furchtbaren Hin und Her geführt hat, sehr ermüdet. Die Welt der Drakis ist nach wie vor faszinierend, nur Schade, dass in dieser Fortsetzung dann doch die Seite der Drachen die Oberhand erhalten hat. Das Ende war sehr vielversprechend und deutet auf ein weiterhin hohes Spannungslevel hin, deshalb freue ich mich auf die Fortsetzung.

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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität

Kommentare:

  1. Erneut eine tolle Rezension, liebe Becca! :)
    Mir würde es wahrscheinlich ähnlich wie dir gehen, daher lasse ich von der Reihe lieber die Finger! :D

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    1. Danke! Jaaa lass mal lieber! :) An sich ist das echt ne süße Geschichte, aber das Getier :/

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