>Rezension< Soul Screamers - Rette meine Seele von Rachel Vincent

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Originaltitel: My Soul to Save

Autor: Rachel Vincent

Broschiert: 304 Seiten

Verlag: Mira Taschenbuch im Cora Verlag; Auflage: 1., Aufl. (12. März 2012)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 389941988X

ISBN-13: 978-3899419887

Preis: 9,99 €


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Nach den schrecklichen Ereignissen der vergangenen Wochen und den unendlich vielen Enthüllungen rund um ihr überhaupt nicht so normales Leben, freut sich Kaylee mit Nash wie ganz normale Teenager auf ein Konzert zu gehen. Sie haben die perfekten Plätze und freuen sich auf den Popstar, als dieser plötzlich ohne Vorwarnung auf der Bühne zusammenbricht. Bei Kaylee stellt sich schnelle Erleichterung ein, denn diesmal wird sie von keiner schrecklichen Todesahnung heimgesucht.
Doch dann passiert das Unfassbare, über der Sängerin steigt ein dichtes waberndes Nebelfeld auf, doch wo ist ihre Seele? Eine uralte, sehr erfahrene Reaperin klärt sie über die unbekannte Substanz auf und öffnet eine Tür in die tiefsten Abgründe der Unterwelt. Denn der Popstar ist nicht das einzige Opfer ohne Seele. Schon bald wird noch ein berühmtes Mädchen sterben, doch diesmal ist es eine Bekannte.
Kaylee macht es sich erneut zur Aufgabe die Seele des Mädchens zu retten und gerät dabei selbst in große Gefahr. Sie setzt alles daran, nimmt sogar einen Besuch in der Unterwelt in Kauf…folgenschwer. 


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Bei Teil 1 war ich noch sehr skeptisch, weil sich alles äußerst merkwürdig angehört  hat, als sich dann alles wirklich originell erklärt hat, war ich super neugierig, wie es weitergeht in Kaylee’s Leben. Da die Bücher jeweils eine abgeschlossene, fallartige Geschichte haben, war es auch ok den 2. Teil hinaus zu schieben. Diese wunderbare und intensive Liebesgeschichte hat mich dann jetzt aber doch schneller als gedacht wieder angezogen und schon ist auch Teil 2 verschlungen.

Der Schreibstil ist nach wie vor sehr leicht und flüssig. Ich konnte über die Zeilen schweben, wie die Seelen über den Toten und wurde gefangen genommen als würde eine magische Hand nach mir greifen und mich fest mit der Geschichte verankern. Der erfrischende und jugendliche Schreibstil, die Wortgefechte zwischen Nash, Todd und Kaylee und die dennoch düstere Stimmung, die kaum einen Augenblick der Hoffnung durchschimmern lies, haben erneut einen wunderbaren Kontrast gebildet und eine wahnsinnige Spannung erzeugt.

Die Geschichte ist ja sowieso schon sehr einzigartig von der Grundidee her. Dazu möchte ich aber auch jetzt noch nichts verraten, weil es wirklich so originell ist, dass man diese Überraschung selbst lesen sollte. Wie schon am Anfang erwähnt, gibt es in jedem Teil eine Art „Fall“ zu lösen. Es beginnt also auch hier eine völlige neue Geschichte. Das absolut geniale daran ist, dass sich Frau Vincent auf beinahe alltägliche Mediengeschehnisse beruft. Im ersten Teil ging es dabei um Oberflächlichkeit und der ewige Drang nach Schönheit und Jugend. Was Menschen bereit wären zu tun, um ewige Schönheit zu erlangen, kann man in der heutigen Zeit leicht erahnen und dabei kommt meist nichts Gutes heraus. In Teil 2 geht es nun um Erfolg in jungen Jahren, die sogenannten Teenieidole, Kinderstars und junge Schauspieler/ Popstars. Sie werden gepuscht, erfolgreich gemacht, sitzen schon mit 16/17 Jahren auf ihren Millionen und werden so lange ausgequetscht bis nur noch ein Häufchen Elend übrig ist, was durch sämtliche Skandale negativ in der Presse auffällt. Kometenhafter Aufstieg, höllischer Abstieg. Solche Beispiele kennen wir wohl alle. Im Volksmund würde man sagen, sie haben ihre Seele verkauft und genau das baut die Autorin in einer tollen Art und Weise in die Geschichte ein und lässt eine Story auferstehen, die sowohl tiefgründig, belehrend als auch unglaublich spannend und nervenaufreibend ist. Man wird ständig unter Zeitdruck gesetzt, den Protagonisten werden unglaublich viele Steine in den Weg gelegt und eine unerwartete Wendung jagt die nächste. Das Ende ist wie schon in Teil 1 eher unbefriedigend, denn hier bekommt man sein Happy End eher auf Raten.

Stetig wachsend und der eigentliche Kern der gesamten Reihe ist die Liebesgeschichte zwischen Nash und Kaylee. Sie hat mich auch ein wenig gerettet, denn die Geschichte war an manchen Stellen einfach zu Aussichtslos, beinahe ermüdend, weil dauernd irgendetwas schief läuft. Kaum konnte man aufatmen, war schon der nächste Stein, nein Felsbrocken, im Weg. Die Liebe zwischen Nash und Kaylee ist nahezu die ganze Zeit über spürbar. Er ist super süß, zuvorkommend und immer in Beschützerstellung. Sie schmachtet ihn in einer so zarten und sanftmütigen Art an, dass man glatt weiche Knie bekommt. Die Zweisamkeit war leider begrenzt, aber wenn sie vorhanden war, dann mehr als intensiv. Die Autorin hat eine wirklich besondere Art die Gefühle und Empfindungen zu beschreiben. Leider wurden die Beiden eigentlich dauernd unterbrochen, was beim 10 mal dann auch wirklich nur noch total genervt hat, allerdings waren die Situationen meist sehr amüsant, vor allem wenn Todd, Nash’s Bruder, darin verwickelt war. Trotz das also die Hauptstory an sich wieder abgeschlossen ist, könnte ich direkt zu Band 3 greifen, weil ich wissen will, wie es zwischen den Beiden weitergeht.

Außerdem sind die Personen allesamt super sympathisch und verströmen so, eine noch größere Anziehungskraft weiter zu lesen. Kaylee neigt mittlerweile nicht mehr nur zur Selbstlosigkeit, sondern begibt sich eher in selbstzerstörerische Handlungsweisen. Sie riskiert einfach alles um die verlorenen Seelen zu retten, dies entspringt vor allem einem Schuldgefühl gegenüber ihrer Mutter und den Mädchen, die sie bisher nicht retten konnte. Sie setzt absolut alles aufs Spiel, selbst ihre Beziehung zu Nash. Einerseits ist das wirklich bewundernswert, andererseits geht sie manchmal sehr naiv und absolut unüberlegt an Dinge heran. Ihr Motto schein zu lauten: „Warum einfach, wenns auch schwer geht?“ Das ist eine Sache, die mich zunehmend gestört hat, was vor allem auch die ganzen „Steine in den Weg“ brachte. Absolut unerschrocken und teilweise unvorsichtige Handlungen sind in ihrer Welt einfach fehl am Platz. Wie oft es ihr auch gesagt wurde, sie hört nicht darauf. Ihre Ziele sind nobel, aber der Weg dahin oft eher unreif. Dennoch hat sie diese süße und unschuldige Art an sich, dass man ihr einfach niemals böse sein kann.
Nash war, wie ich, mit der Zeit nur noch voller Ängste und Sorgen um Kaylee. Er hat sich diesem ganzen Wahnsinn nur angeschlossen, weil er sie beschützen wollte. Nicht selten hat er mit Vernunft und einer Vehemenz versucht sie auf den richtigen Weg zu führen, um schließlich festzustellen, dass er sie niemals von ihren Vorhaben abbringen kann. Wenn sich Kaylee mal wieder in ein Wagnis begeben hat und siegreich daraus hervorging, konnte man allerdings auch den Stolz erkennen, den er für seine Freundin empfindet. In jeder noch so schweren Situation, steht er ihr zur Seite und spendet ihr Trost, Halt und Geborgenheit. Er ist eigentlich ein richtiger Traumtyp, ein Sportler, der kein großspuriger Spinner ist, sich stattdessen um die sorgt, die er liebt. Er hat diese überhebliche Arroganz auch gar nicht nötig, allerdings ist er aber auch nicht menschlich. ;)
Dann hätten wir noch Todd, Nash’s Bruder, ihn muss ich diesmal auch erwähnen. Er ist eine echte Nervensäge. Er taucht nämlich immer genau dann auf, wenn man ihn gerade so gar nicht gebrauchen kann. Er ist witzig, nimmt auf niemanden Rücksicht, erschreckt mit seinem „Auftauchen aus dem Nichts“ meist Kaylee oder Nash, so dass er nicht selten beinahe Unfälle auslöst. Er ist arrogant und total oberflächlich, aber in diesem Teil widerfährt ihm etwas, dass seinen inneren sanften und gefühlvollen Kern durchscheinen lässt. Plötzlich zeigt er Mitgefühl, Scham, Angst, Verzweiflung, Dankbarkeit und echte tiefe Trauer. Zugeben er hat es wirklich nicht leicht, aber wie kann es auch leicht sein weder Tod noch lebendig zu sein und dann noch dieser furchtbare Job!? Sein Verhalten ist also völlig schlüssig und ich bin sehr neugierig, was wir von ihm noch zu erwarten haben. 

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Spannend, düster, nervenaufreibend und mit viel jugendlichem Humor, hat es mir diese Reihe so langsam angetan. Sie ist nicht perfekt, aber die Personen und Geschichte sind sehr tiefgründig und wirklich originell. Ich bin auf jeden Fall wieder gespannt auf die Fortsetzungen und würde trotz kleiner Mängel eine Leseempfehlung aussprechen. 

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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität



1 Kommentar:

  1. Ich kann dir nur zustimmen :)
    Das Buch zog sich etwas hin, dadurch, dass immer etwas schief ging und alles verloren wirkte.
    Schöne Rezension
    Liebe Grüße
    Franzi

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