>Rezension< City of Glass von Cassandra Clare

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Originaltitel: City of Glass, The Mortal Instruments #3

Autor: Cassandra Clare

Gebundene Ausgabe: 728 Seiten

Verlag: Arena; Auflage: 1., Aufl. (1. August 2009)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3401061348

ISBN-13: 978-3401061344

Zielgruppe: Leser zwischen 12 und 17 Jahren



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In Idris sind düstere Zeiten angebrochen. Als Valentin sein tödliches Dämonenheer zusammenruft, gibt es nur eine Chance, um zu überleben: Die Schattenjäger müssen ihren alten Hass überwinden und Seite an Seite mit den Schattenwesen in diesen Kampf ziehen. Um Clary vor der drohenden Gefahr zu schützen, würde Jace alles tun – doch dafür muss er sie erst einmal verraten …

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Ich bin begeistert und gleichzeitig froh, dass ich es erstmal hinter mich gebracht habe. Mir ist schon ganz schwindelig vom vielen Lesen. Aber es musste sein und es hat sich natürlich total gelohnt. Band 3 ist bisher eindeutig der Beste von allen. 717 Seiten pure Spannung, Emotion, Kampfeslust, Finsternis und scheinbar unerschöpfliche Fantasie.
                  
Zum Schreibstil muss ich nicht mehr viel sagen. Er ist mir einfach viel zu ausschweifend und beschreibend. Ich würde nicht mal eine übertriebene Bildhaftigkeit unterstellen, sondern vielmehr das Gefühl, als liest man eine Landschaftsbeschreibung oder einen Bericht. Dennoch ist diese erschöpfende Art keine schlechte Sache, vor allem bei derartigen Geschichten nicht, die sowieso mit einer unendlichen Fülle von Geschehnissen und Informationen gespickt sind. Denn nur dann ist es überhaupt möglich, diese umfassenden Anschauungen zu realisieren.

Die Geschichte ist einfach übermächtig und sehr kreativ. Der Drang, der mich nahezu nötigte weiter zu lesen, entsprang vor allem auch aus der Tatsache heraus, dass man als Leser von den Geschehnissen förmlich erdrückt wird. Um diese „Last“ ablegen zu können, hätte ich am liebsten manchmal bis zum Ende vorgeblättert und geschaut, wie es ausgeht. Es gab einige sinnige und wichtige Verzögerung im Haupthandlungsstrang. Man wurde quasi vom eigentlichen Ziel der Handlung abgelenkt, um schließlich auf hell erleuchtetem Pfad wieder zurückgeführt zu werden. Das kam mir dann teilweise so unwirklich und fremd vor, dass ich kurz überlegen musste, wofür genau das jetzt gut war. Ich bin also ständig auf diese Spielereien der Autorin hereingefallen und musste mich jedes Mal aufs Neue von meinem Schock oder dem wohlwollenden Grinsen erholen. Auch wenn es mich teilweise geärgert hat, war es doch von großem Nutzen, um die Spannung am höchsten Punkt zu halten und damit jegliche lange Weile zu vertreiben, die bei so manchen „nervigen Problemchen“ hätte aufkommen können. Da nahezu das gesamte Geschehen in der Hauptstadt Alicante in Idris stattfindet, lernt man eine andere Seite der Schattenjäger kennen, ihre Heimat, die Welt, die ein jeder von ihnen im Herzen zu tragen scheint. Der Autorin ist damit ein gewisser Umbruch gelungen, es wurde geheimnisvoller, friedvoller und gleichzeitig kämpferischer und eine trügerische Ruhe vor dem Sturm breitete sich aus. Einige wenige Dinge konnte ich mir zusammenreimen und manchmal wollte ich die Protagonisten einfach nur wachrütteln, weil ihnen etwas entging, was einfach völlig eindeutig war. Aber auch das empfand ich eher positiv, da ich immer gespannter und aufgeregter dem Tag der Erkenntnis entgegen gefiebert habe. Der dann schließlich auf äußerst fiese Art und Weise ins unermessliche hinausgezögert wurde. Ich wäre beinahe aus der Haut gefahren.
Die Kämpfe waren wieder erste Klasse!!!! Sie waren eins ums andere ungestüm, wahnsinnig mitreißend, berührend und geprägt von grausamer Authentizität, durchzogen mit beinahe uneingeschränkter Fantasie.

--AB HIER KÖNNTEN VERSTECKTE SPOILER AUFTAUCHEN--
Die Personen muss ich jetzt doch mal im Detail aufführen, denn eine solche Vielfalt von unglaublich tollen Charakteren, die die gesamte Zeit über einer absolut stetigen und wunderbaren Entwicklung unterlagen, ist eine wirklich Meisterleitung. Hier kommen also meine Favoriten:
Clary ist für mich eine absolute Sympathieträgerin. Sie besitzt so viel Gefühl und Tiefe, dass man sie einfach gern haben muss. Zudem entwickelt sie sich von einem eher verunsicherten Menschenmädchen, zu einer Schattenjägerin mit unbändigem Willen, einer Stärke und soviel Durchhaltevermögen, wie es mancher Erwachsener in 40 Jahren nicht aufbauen kann. Doch sie lebt auch von und für ihre Freunde, denn deren Vertrauen in ihre Stärke, lässt diese unbändigen Kräfte aus ihrem Inneren ans Tageslicht gleiten und sich in einer Woge der Selbstlosigkeit entfalten. Dies wiederum führt in gewissenweise beinahe zur Selbstzerstörung, denn sie hängt mehr an den Leben derer, die sie liebt, als an ihrem eigenen. Sie würde es jederzeit für ein anderes eintauschen. So begibt sie sich nicht selten in halsbrecherische Situationen, aus denen sie sich nur selten allein befreien kann. Doch der letzte Hoffnungsschimmer oder der letzte Schlag zwischen Sieg oder Niederlage, gehörte beinahe immer ihr. Sie gibt den Menschen um sich herum soviel, selbst denen, die sie zutiefst verabscheut. Sie steht für Fairness, Gerechtigkeit, Toleranz, Loyalität und die Wahrheit ein. Koste es was es wolle!!
Jace ist einfach toll. Er ist und bleibt mein Liebling und jetzt in Teil 3 sogar noch viel mehr. Er ist kein klassischer Bad Boy, sondern eher ein gebrochenes Seelchen, was sich eine große Mauer errichtet hat, das wiederum auf eine Art, die ich einfach klasse finde. Diese absolut überhebliche Arroganz auf eine derart charmante Art, die er in Teil 1 noch stark zeigt, schwächt zwar etwas ab, aber zurück bleibt ein geheimnisvoller Kämpfer, der voller Emotionen ist und diese nach und nach offen legt. Er wird in „City of Glass“ richtiggehend süß. Die kurzen Momente der emotionalen Offenbarungen waren eine wahre Pracht, allerdings hat mich seine ruhelose Entschlossenheit, gepaart mit dieser wundervollen Ausprägung der Selbstlosigkeit einfach gefangen genommen. Die Autorin hat sämtliche seiner Gefühlsregungen in jedem Detail seiner Gesichtszüge aufgefangen und dem Leser schließlich enthüllt. Er ist also einerseits in seiner gefühlsmäßigen Entwicklung sehr viel reifer und offener geworden, andererseits verschließt er sich mehr und mehr, verbirgt Geheimnisse und startet wahnwitzige Alleingänge. Auch so manche Art der Problemlösung und der Sicherstellung des Schutzes anderer Personen, waren eher undurchdacht. Dennoch ist es gerade das, was seine Entwicklung so toll macht. Er lernt sich auf andere Menschen zu verlassen und diese Stärke zu nutzen, anstatt sich wie ein junger Wilder ins Getümmel zu stürzen. Er lernt zu schätzen, was es bedeutet geliebt zu werden und das aufrichtig.
Simon macht auch eine bahnbrechende Entwicklung durch. Bei ihm würde ich sagen, dass er erwachsen wird. Er lernt in dieser Zeit der Entbehrungen, und die hat er am allermeisten, was es bedeutet ein Leben zu haben bzw. überhaupt lebendig zu sein. Das er in den schwierigsten Situationen die richtigen Entscheidungen zu treffen vermag, wurde schnell klar, aber wofür oder für wen er diese Dinge tut, ist ihm erst später bewusst geworden. Es ist so toll zu sehen, dass er erkennt, dass man manchmal Dinge loslassen muss, um sie zu behalten oder zu schützen. Sein Selbstbewusstsein macht einen riesigen Sprung und dies wiederum führt zu der Art Ehrlichkeit, die ihm selbst das Leben erleichtert. Er kann nun offen seine Gefühle zeigen, ist nicht mehr so kindlich und kann sich so in jeder Hinsicht Respekt verdienen. Er wird Teil dieser Welt und wächst über sich hinaus, ohne seinen jugendlichen Humor zu verlieren. Er ist ebenfalls so unsagbar selbstlos und hat eine starke Handlungstiefe, dass er das anfängliche kindische„nervige Streber“-Image vollends abgelegen konnte.
Alec ist mein liebster Nebenprotagonist und er entwickelt sich, gerade in diesem Band in eine wunderbare Richtung der Selbsterkenntnis und legt seinen ängstlichen Schutzschild ab. Er überwindet seine eingefahrenen Gefühle, wird offener und weniger verbissen. Er war schon von Anfang an ein sehr emotionaler Charakter, der sich aufgrund dieser Tatsache jedoch stark verschlossen hat und eher versuchte Wut zu schüren, als seine wahren Gefühle preis zu geben.  Dennoch ist die Art und Weise, wie er seine Geschwister die gesamte Zeit über behandelt, wie er die Stellung des großen Bruder versucht einzunehmen, einfach genial. Ich mochte ihn von der ersten Sekunde an und das hat sich nur verstärkt. Er reißt seine kühlen Mauern ein und lässt diese wunderbare Warmherzigkeit heraus, die schon so lange in ihm schlummert. Er erkennt sich nun selbst an, lernt sich selbst zu schätzen und kommt mit sich ins Reine.
Luke ist eine tragende Figur für Clary. Er ist der loyale Beschützer. Er nimmt nahezu von Beginn an eine väterliche Rolle ein, nicht nur speziell für Clary, sondern für beinahe all seine „Schützlinge“, er opfert sich förmlich auf, hat somit schon immer ein hohes Maß an Selbstlosigkeit aufgebracht und zahlt zudem einen hohen Preis. Er tut wirklich einfach alles, was in seiner Macht steht, um den Schutz seiner Lieben zu gewährleisten.
Isabelle scheint ein stürmischer, wunderschöner und kämpferischer Teenager zu sein. Sie wirkt auf den ersten Blick sehr oberflächlich und unsympathisch. Aber auch bei ihr ist das eine vollkommene Fassade, die nach und nach bröckelt und eine wirklich tolle Art zum Vorschein bringt. Sie taucht in den schwierigsten Situationen auf, um ihr Leben für sämtliche Familienmitglieder zu geben. Sie ist mutig, stark und schreckt vor nichts zurück. Sie geht oft sehr hart mit sich ins Gericht, was ihre Kämpfe und Taten betrifft, umso erfrischender ist ihr Selbstbewusstsein hinsichtlich ihres Aussehens. ;)
Magnus Bane ist genial. Er ist ebenfalls ein Charakter, der sich hinter einer perfekten Mauer versteckt. Er lässt den knallharten Geschäftsmann heraushängen, dem es nur um Geld und Anerkennung zu gehen scheint. Doch das ist absolut nicht zutreffend, er handelt nahezu ausschließlich aus emotionalen Gesichtspunkten und ist durchaus ein Gutmensch. Auch wenn er ständig vorgibt, eine Gegenleistung zu verlangen, hätte er es am Ende sowieso getan. Er ist aufopferungsvoll, glamourös, stark, redegewandt, selbstbewusst und aufrichtig. Er hat eine Schwäche für schöne Männer und macht kein Geheimnis daraus. ;) Egal in welcher Situation der „Lightwood-Clan“ seine Hilfe benötigte, er war stets zur Stelle und das mit Leib und Hexenmeisterseele.
Zum Schluss kommt noch der „Bösewicht“ Valentin, denn auch er ist ein echtes Schmuckstück, was die reine Charakteristik betrifft. Er hat stets diese überraschende und geheimnisvolle Atmosphäre um sich. Finsternis und Furcht breiten sich in jeder Szene aus, in der er auftaucht. Auch ein gewissen Groll und die Angst, die er versprüht, machen ihn zu dem was er ist. Er ist nicht nur skrupellos, sondern auch sehr clever und vor allem berechnend. Keine seiner Handlungen scheint auf einer banalen Ebene abzulaufen, er hat stets etwas Düsteres und Dämonisches in der Hinterhand und verfolgt seinen irrsinnigen Plan so vehement, dass er am Ende vergisst, wie kraftvoll die Liebe und der Hass sein können. Er fühlt sich derart im Recht und versucht stets seine Überlegenheit zu demonstrieren. Er ist ein fehlgeleitetes Genie mit einer guten Grundidee, aber den falschen Idealen. Seine Widerwärtigkeiten gingen mir durch Mark und Bein, dennoch ist seine Rolle von tragender Bedeutung und zudem sehr gelungen.

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Diese Reihe sollte wirklich jeder lesen. Es steckt einfach unfassbar viel dahinter. Ein derart aufwendiges und vielseitiges Werk, was von Buch zu Buch besser wird und einen absoluten Lesezwang hervorruft, wenn man einmal begonnen hat, muss einfach jeder gelesen haben. Ich frage mich immer noch, warum ich es nicht eher gelesen habe. Ich hoffe, dass alle Teile verfilmt werden, dann darf ich die tolle Story noch einmal erleben und natürlich bin ich auf sämtliche Fortsetzungen gespannt. 

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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität 



Lieblingsbuchstatus





Kommentare:

  1. Dieses mal auch ausführlich :-)
    Hab noch 70 Seiten, dann bin ich auch durch... Und mich hat dieses 'vom weg ankommen' genervt! Aber noch viel mehr, dass die es einfach nicht kapiert haben - das hat mich wahnsinnig gemacht!!! :-)

    Glg
    Steffi

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  2. Ich persönlich liebe diese Reihe auch <3 Mein Lieblingscharakter ist und bleibt aber Izzy. :3 Ich mag komplizierte Charaktere, die die erst komplett klischeehaft wirken und dann nach und nach ihr wahres Ich preis geben. Das Ende fand ich schlimm. Ich hab so geheult :'( Ich finde aber sie hätten es bei 3 Bänden belassen sollen

    LG
    Franzi

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