>Rezension< Ewiglich die Sehnsucht von Brodi Ashton


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Originaltitel: Everneath

Autor: Brodi Ashton

Gebundene Ausgabe: 379 Seiten

Verlag: Oetinger (Januar 2012)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3789130400

ISBN-13: 978-3789130403

Zielgruppe: Leser zwischen 14 und 17 Jahren




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Jack ist Nikkis große Liebe. Eine Liebe, die sie durch die Finsternis der Unterwelt getragen hat. Endlich, nach hundert Jahren der Sehnsucht, kehrt Nikki zurück. Doch ihr bleibt nur ein halbes Jahr … Ihre Freunde und ihr Vater glauben, dass sie einfach abgehauen war, doch in Wirklichkeit hat der Rockmusiker Cole sie mit in die Unterwelt genommen. Cole ist ein Unsterblicher, der sich von den Gefühlen der Menschen ernährt. Nur Nikkis Liebe zu Jack hat sie davor bewahrt zu sterben und ihr ermöglicht, auf die Erde zurückzukehren. Cole, mit dem sie ein seltsam enges Band verbindet, bedrängt sie, mit ihm gemeinsam in der Unterwelt zu herrschen. Doch Jack, der Nikki niemals wieder verlieren möchte, riskiert alles für sie …

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„Nichts ist gewaltiger als die Liebe…“ – diese Worte findet man direkt unter dem Klappentext. Und genau das war lange Zeit der Grund, warum ich es nicht gekauft habe. Ich ging einfach von einer furchtbaren Schnulze aus. Nach und nach habe ich unendlich viele positive Meinungen gelesen und es schließlich doch gekauft. Tja, es stand keine 2 Wochen in meinem Regal, es hat mich angezogen wie die Motte zum Licht. Und es war unglaublich…unsichtbare Hände haben mich bis in die späten Nachtstunden gewaltsam festhalten und mich hineingezogen in diese außergewöhnlich Liebesgeschichte, die mit soviel Emotion versehen ist, dass ich nicht selten um Fassung ringen musste.

Der Schreibstil ist besonders, sogar sehr. Der Autorin ist in dieser Hinsicht etwas gelungen, was ich nur selten erlebe. Ähnlich wie bei Maggie Stiefvater vermag sie unglaublich viel Emotion in und zwischen die Zeilen zu packen und den Leser somit direkt ans Zentrum der eigenen Gefühle „anzuschließen“. Es ist wie ein unsichtbarer Draht, welcher es ermöglicht nicht nur dabei zu sein, nicht mal nur mittendrin, sondern mehr und mehr eins mit der Geschichte zu werden. Hätte ich Zeit gehabt, hätte ich aufgrund dieser Tatsache das Buch mit Sicherheit an einem Tag durchgelesen. Ich konnte es sooo schlecht weglegen und bin auch jetzt drauf und dran sofort zu Teil 2 überzugehen. Allerdings wird mich die Durststrecke bis Teil 3, dann wahrscheinlich völlig fertig machen.
Eine weitere Besonderheit des Schreibstils von Brodi Ashton ist diese Ausdrucksstärke, ich hatte ab und an das Gefühl ein großes literarisches Werk zu lesen. Die Ästhetik, die das Schreiben haben kann, ist mir hier erstmals wieder aufgefallen – feinsinnig, ausdrucksvoll und leicht dichterisch hat sie mich in die Welt von Nikki entführt.

Die Geschichte ist klasse. Ich liebe Mythologie in all ihren Facetten und lese daher auch sehr gerne moderne Bücher, die so manche Mythen wieder zum Leben erwecken. Es hat meist eine düstere, undurchdringliche Seite, die schon vom Ursprung her eine Spannung erzeugt, der man sich schlecht entziehen kann. Hier wird ein relativ geringer, jedoch bedeutender Teil der Mythologie thematisiert, die Unterwelt. Es gibt wohl noch zig weitere Bezeichnungen und es ranken sich Geschichten, Sagen, Mythen usw. darum. Doch eines wissen wir sicher, es ist nichts Gutes. So begegnet man auch hier sehr zeitig der unendlichen Finsternis, der düsteren und doch geheimnisvollen Stimmung. Man wird quasi sofort in die Geschichte hineinkatapultiert und erfährt erst nach und nach die eigentlichen Gründe für die Situation der Hauptprotagonistin Nikki. Komischerweise fand ich das richtig klasse und überhaupt nicht verwirrend. Ich muss allerdings zugeben, dass es mich beinahe aus der Haut fahren lies, ewig nicht zu erfahren, wie es dazu kam, dass sie sich in Coles Arme begeben hat. Dies und die Spannung, die stetig steigt, haben mich förmlich zum Weiterlesen gezwungen. Warum um alles in der Welt verlässt jemand seine große Liebe? Was zwingt einen Menschen dazu sich in die Arme eines undurchsichtigen, geheimnisvollen Ewiglichen zu werfen? Der Handlungsschwerpunkt liegt in dieser Geschichte auf dieser unheimlich tiefen und schönen Liebesgeschichte zwischen Nikki und Jack, basierend auf dem Mythos von Orpheus und Eurydike. Doch ein Happy End scheint es für diese Misere nicht zu geben. Ausweglosigkeit, scheinbar unbändige Hoffnung, diese herzzerreißende Sehnsucht und die starken emotionalen Bande zwischen den Protagonisten, haben mich (beinahe) zu Tränen gerührt. Die Autorin hat zudem durch die verschiedenen Zeitabschnitte, die sich in „Vor der Nährung“ und „Zeit bis zur Rückkehr“ gliedert, eine zusätzliche Spannung erzeugt. Mir lief ein eiskalter Schauer den Rücken hinunter, als die Zeit immer knapper wurde und das Fünkchen Hoffnung zu erlöschen schien. Es ist alles so logisch und sinnvoll aufgebaut, dass es mich überhaupt nicht verwirrt hat, wie es oft bei derartiger zeitlicher Unruhe geschieht. Einfach toll!!

Die Personen sind wahnsinnig authentisch und einige Charakterzüge treiben an so mancher Stelle, die Geschichte erst in die Richtung, die sie schließlich ausmacht.
Nikki ist völlig gefühlsleer, als sie sich entscheidet, nach 100 Jahren in der Unterwelt und völlig ausgezehrt, noch einmal zurückzukehren. Diese Kraft bringt sie allein wegen der Erinnerung an Jack’s Gesicht auf. Sie hat keine Tränen mehr, das Lächeln ist ihr abhanden gekommen und auch sonst breitet sich eine unendliche Leere in ihr aus. Doch je mehr Zeit sie in der Oberwelt verbringt und vor allem mit Jack, desto mehr Emotionen kommen zurück und machen sie noch sehr viel sympathischer. Schon von Anfang an, war sie mir sehr sympathisch und ich wurde von heftigem Mitgefühl geplagt.
Jack wirkt zuerst wie der oberflächliche Quarterback, der die ein oder andere Liebschaft, neben seiner steilen Footballkarriere führt. Nahezu jedes hübsche Mädchen hatte wohl bereits nähere Bekanntschaft mit ihm. Doch seine Liebe zu Nikki zeigt etwas ganz anderes und macht ihn einfach wahnsinnig liebenswert. Er ist voller Gefühl und Hoffnung. Keine Sekunde hat er seit Nikki’s Verschwinden ohne einen Gedanken an sie verstreichen lassen. Er beweist Durchhaltevermögen, Kampfgeist und  meine Schwäche für Selbstlosigkeit erfüllt er zudem in besonderem Maße, genauso wie Nikki.
Cole war von Anfang an der Störenfried, er stand im Weg und hat mich auch richtiggehend genervt. Er ist scheinbar die gefühlsleere Zerstörung in Person, der sich an anderen „ergötzt“. Doch was schlummert da tief in ihm? Kann er tatsächlich Nichts fühlen? Ist Nikki wirklich nur seine Spenderin? Diese undurchsichtige, geheimnisvolle Fassade, hat mich absolut neugierig gemacht. Obwohl ich normalerweise immer eine Schwäche für die „Bösewichte“ habe, mochte ich ihn trotzdem zu keinem Zeitpunkt. Was nicht heißen soll, dass er misslungen ist, im Gegenteil, er ist sogar wahnsinnig gut gelungen und zudem spielt er eine bedeutende Rolle im ganzen Handlungsaufbau.

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Ich bin absolut hin und weg, ich möchte mich gar nicht trennen. Es hat mich wirklich sehr berührt, da es überhaupt nicht kitschig ist, sondern einfach richtig sehr ans Herz geht (und ein bisschen an die Nieren :D).  Zum Glück habe ich Band 2 schon bereit liegen. Die Rezension ist mir ungewohnt schwer gefallen, weil man leicht zu viel verrät. Kurzum, ich bin begeistert und vergebe volle Punktzahl.


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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität 




Lieblingsbuchstatus

Kommentare:

  1. Dir ging es ja wie mir!! Wie schön! :)
    Und du hast es wirklich gut. Teil 2 liegt schon parat :(
    LG Jan

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  2. Mir ging es genauso und gerade eben habe ich Teil 2 beendet, ic glaube, der war noch besser (wenn das überhaupt noch geht).
    LG
    Yvonne

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