>Rezension< Ewiglich die Hoffnung von Brodi Ashton

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Originaltitel: Everbound

Autorin: Brodi Ashton

Gebundene Ausgabe: 384 Seiten

Verlag: Oetinger (Dezember 2012)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3789130419

ISBN-13: 978-3789130410

Zielgruppe: Leser zwischen 14 und 17 Jahren

Preis: 17,95 €



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Nichts wünscht sich Nikki sehnlicher zurück als Jack, der sich für sie geopfert hat und den Weg ins Ewigseits angetreten war. Nun versucht Nikki alles, um ihn zu retten. Doch die Träume, in denen Jack ihr erscheint, werden immer schwächer und sie weiß, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt. Da macht der undurchschaubare Cole ihr ein unglaubliches Angebot und verspricht, Jack zu finden. Doch kann Nikki ihm wirklich trauen? 

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Ich möchte ewiglich weiterlesen. Es war unglaublich, umwerfend, unfassbar und wahnsinnig emotional. Es ist lange her, dass mich ein Buch so derart gefesselt hat, dass ich einfach wirklich nicht aufhören konnte zu lesen. Es ging nicht!!! Nicht einmal unter Zwang. Nun durchziehen dicke dunkle Augenringe mein Gesicht und ich bin noch immer völlig aufgewühlt von der jüngsten Entwicklung. Wer Teil 1 noch nicht kennt, sollte lieber nicht weiterlesen.

Der Schreibstil ist nach wie vor der absolute Hammer. Es ist unglaublich, wie man ohne detaillierte Beschreibungen, eine derartige Emotionalität in Worte legen kann, dass es einem als Leser den Boden unter den Füßen wegzieht. Diese bedrückende, düstere Stimmung, diese nagende Ausweglosigkeit und inmitten dieser Finsternis leuchtet ein helles Feuer der Liebe, aus dem sich ein klitzekleiner Funken Hoffnung nährt und so überwältigend wird, dass man mit Nikki zusammen nur noch das eine Ziel erkennt – Jack’s Rettung – und jede denkbare Handlung auf  jene zweifelhafte Rettungsaktion ausrichtet. Ich war ganz und gar mit der Geschichte verschmolzen, so wie Nikki und Cole bei der Nährung. Da sich die Autorin sämtliche Umgebungsbeschreibungen nahezu gespart hat, ist es mir immer noch unbegreiflich, wie nah und real sich das Ewigseits in seiner vollen Pracht angefühlt hat. Angefangen von den Städten, dem Labyrinth und schließlich den grausamen Tunneln der Hölle. Ich war vor Ort und das nicht zu knapp. Brodi Ashtons Schreibstil ist ein wenig poetisch und daher so magisch und intensiv, dass der Übergang von der Realität in die Story verschwimmt.

Die Geschichte ist eine pausenlose Hetzjagd, ich konnte kaum eine Minute verschnaufen. Eine unerwartete Wendung nach der anderen. Mehr Schnelligkeit und Handlungsfortgang hätte man wahrscheinlich gar nicht ertragen können. Zudem wurden nach und nach so manche Geheimnisse, Umstände und Sachverhalte rund um das Ewigseits aufgedeckt. Der mythologische Teil wird nahezu mühelos in die Geschichte eingebunden und erreicht somit ein hohes Level an Vielfalt und Einfallsreichtum. Alte Mythen und Sagen, die dem Leser wohl vorher schon bekannt waren, finden den ein oder anderen Platz in der Geschichte und die Logik hinter jeder „Aufklärungsarbeit“ ist wahnsinnig tiefsinnig.
Dazu diese ständige erdrückende Stimmung, welche mich beinahe um den Verstand brachte. Man landet schon in den ersten Seiten mitten in Nikki’s Alltag und somit in der völligen Verzweiflung, einem Berg von negativen Gefühlen. Schuld, schmerzhafter Sehnsucht, Hass und Zweifel. Der Titel ist hier Programm, der einzige Antrieb ist die scheinbar unerschöpfliche Hoffnung, die wie bereits erwähnt, aus dieser wunderschönen, reinen und tiefen Liebe zu Jack entspringt. Sie will ihn retten, um jeden Preis, doch dies ist nur mit Cole’s Hilfe möglich. Dann ist da noch diese unsichtbare und doch starke Verbindung zu ihm, die aus der Zeit der Nährung stammt und scheinbar versteckt in Nikki’s Innerem sitzt. Sie wirft tiefe Zweifel an den negativen Gefühlen zu ihm auf und versucht ein gefährliches Band des Vertrauens zu knüpfen. Doch kann sie ihm wirklich trauen? Inmitten dieser sowieso schon starken, vorwiegend negativen Emotionalität, hat die Autorin wieder einige sinnvolle Rückblicke aus der glücklichen Zeit zwischen Nikki und Jack eingewebt. Diese Passagen waren mein persönlicher Anker aus der düsteren Stimmung. Es hat diesen frischen Wind der jungen Liebe verströmt und so genug Futter für zwischenzeitliche Schwärmereien gelassen.
Das Ende bzw. die letzten Seiten haben mich dann völlig aus der Bahn geworfen. Es passieren so viele Dinge auf einmal und zudem so plötzlich und unvorhergesehen, dass ich mit rasendem Herz und weit aufgerissenen Augen, völlig ungehalten das Buch zugeschlagen habe und erst eine unsichtbare Hand mich wieder ins Hier und Jetzt zurück geholt hat. ;)

Die Personen machen allesamt eine starke und vor allem emotionale Entwicklung durch.
Nikki ist zu Anfang ein absolutes Häufchen Elend, was nur von der ewiglichen Hoffnung angetrieben wird. Ihre Gedanken und Gefühle drehen sich ausschließlich um Jack und der fixen Idee ihn höchstpersönlich aus den Fängen der Höllentunnel zu befreien. Trotz der absoluten Hassgefühle Cole gegenüber, regen sich im Laufe der Geschichte auch Emotionen, die sie eigentlich nicht zulassen möchte. Doch die Liebe zu Jack ist überwältigend und macht sie auch in den ausweglosesten Situationen stark. Sie ist eine Person, die man einfach mögen muss. Soviel Mut, Selbstlosigkeit, unbändige Kraft und die allgegenwärtige Hoffnung haben sie nach wie vor wahnsinnig liebenswert gemacht. Sie hat eine Art die Dinge anders zu sehen, sie mit Liebe zu betrachten ohne naiv zu wirken.
Cole ist unmöglich zu beschreiben, ohne die halbe Geschichte zu verraten. Er war mir in Teil 1 zu keinem Zeitpunkt sympathisch, eher berechnend, einnehmend, arrogant und einfach ein Störfaktor. Doch meine Neugier war geweckt und ich wollte hinter die Fassade schauen, was in Teil 2 auch teilweise gelang. Er zeigte tiefe Gefühle zu Nikki und legte eine sympathische gefühlvolle Seite an den Tag. Man hatte das Gefühl einen Blick in seine dunkle Seele zu erhaschen, die gar nicht so dunkel zu sein scheint. Gibt es also doch noch Helden? Ich entwickelte ein zeitweiliges Mitgefühl zu ihm, wollte den Antrieb hinter seinen Handlungen wirklich verstehen. Tja und den Rest müsst ihr selbst lesen.
Zwei Personen rücken ebenso in den Fokus der Geschehnisse Jack’s Bruder Will und Mrs Jenkins, Meredith’s Mutter. Sie spielen eine besondere Rolle in der Oberwelt. In gewisser Weise treiben sie Nikki voran und helfen ihr. Sie sind ihr Halt. Beide handeln im Endeffekt aus Liebe, was sich in unterschiedlicherer Weise nicht hätte zeigen können.

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Ein geniales Meisterwerk. Es hat einfach alles. Unglaubliche Spannung mit einem rasanten und logischen Handlungsfortgang. Starke Emotionen, wunderbare Protagonisten, jede Menge unvorhersehbare Wendungen, Originalität und alles gestrickt um eine umwerfende und scheinbar doch so ausweglose Liebesgeschichte, die gleichzeitig herzerwärmend, wie -zerreißend ist. All diese Dinge gepaart mit einem Schreibstil, der besser nicht hätte sein können, wünsche ich mir 1. sofort den 3. Teil und 2. noch viele weitere Bücher von ihr. Der Oetinger Verlag scheint ein gutes Händchen für derartige Meisterwerke zu haben. Ich vergebe nicht nur eine Leseempfehlung, sondern eine Lesepflicht inklusive voller Punktzahl mit Einzug auf meine „Lieblinge-Liste“.

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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität 




Lieblingsbuchstatus



Kommentare:

  1. Dito, das kann ich genau so unterschreiben! :-)
    Ich weiß nicht, wann ich zuletzt so in einen Buchcharakter verknallt war wie in Jack.

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  2. Gooooooott, dieses Ende *-* Ich bin immer noch total geflasht. Band 3 kann gar nicht schnell genug kommen!
    lG
    Svenja

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