>Rezension< Elfenkuss von Aprilynne Pike

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Originaltitel: Wings

Autor: Aprilynne Pike

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten

Verlag: cbj; Auflage: 1. Aufl. (22. März 2010)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3570138844

ISBN-13: 978-3570138847

Zielgruppe: Leser ab 12 Jahren

Preis: 16,95 €


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Durchscheinend blau und weiß sind sie und erschreckend schön, die flügelartigen Blütenblätter, die der 15-jährigen Laurel eines Morgens aus dem Rücken wachsen. Gemeinsam mit ihrem neuen Freund David versucht sie, herauszufinden, was mit ihr geschieht. Doch erst als sie in dem verwunschenen Wald hinter ihrem Elternhaus auf den faszinierenden Tamani trifft, erfährt sie die unglaubliche Wahrheit: Laurel ist eine Elfe, die als kleines Kind zu den Menschen gesandt wurde, um das Tor nach Avalon zu beschützen. Sie weiß, am Ende wird sie sich entscheiden müssen: zwischen ihrem Leben als College-Mädchen und ihrer Bestimmung, vor allem aber zwischen dem attraktiven David und dem Frühlingselfen Tamani, dessen grüne Augen sie nicht mehr loslassen …

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Elfen, Feen und all diese Zauberwesen versprühen ja von sich aus schon einen besonderen Charme, welchem ich recht leicht erliege. Die Vorstellung der Existenz derart wunderbarer Märchengestalten hat einen Reiz, dem ich mich absolut nicht entziehen kann. Es schleichen sich diese süßen Kindheitsträume in mein Gedächtnis und ich bin hin und weg.

Bei diesem Buch von Aprilynne Pike ist bereits der Schreibstil sehr jugendlich, ab und an fast schon kindlich, daher ist er spielend leicht zu lesen. Man findet sofort in die Geschichte hinein und fühlt sich wohl. Die Seiten sind nur so an mir vorbei geflogen. Sie schreibt zwar einfach, dennoch mit süßen Details und träumerischen Beschreibungen. Einfach alles hat das richtige Maß. Zur Abwechslung ist Elfenkuss nicht in der Ich-Erzählerform verfasst, aber trotzdem aus Sicht von Laurel.

Die Geschichte ist keine neue Idee. Ein junges Mädchen erkennt, dass sie kein normaler Mensch ist, sondern ein fremdes, ihr unbekanntes Wesen. Sie entspringt einem Märchen. Ihr Weg der Erkenntnis und so manche Gefahr dürfen wir mit ihr zusammen erleben.
Die Geschichte sprüht nur so vor jugendlichem Esprit, es war selten düster und trotzdem spannend. Natürlich gibt es auch hier „das Böse“, aber dies hat die Autorin so gehalten, dass es nicht furchtbar brutal oder beängstigend wirkte, wie in anderen Jugendbüchern. Diese Leichtigkeit, das beschwingte Gefühl, der immerwährende Zauber war stets vorhanden und hat mich aus meinem Alltag entfliehen lassen. Es ist definitiv ein Buch zum Träumen. Hinzu kommt die angenehme Art der Protagonisten, vor allem Laurel hat einen tollen Humor und bringt so noch mehr Schwung in die Sache. Ein wenig gestört hat mich, dass die eigentliche Geschichte um das Elfenreich erst am Ende des Buches beginnt. Es werden jede Menge Geheimnisse angedeutet und so langsam wird der Weg geebnet. Das ist aber eindeutig zu lange. Außerdem verrät der Klappentext auch schon viel zu viel.
Es ist nicht so, dass vorher nichts passiert ist, aber der Prozess vom Erkennen und Annehmen des Schicksals bis zu den eigentlichen Geschehnissen, ist dann doch zu weit hinausgezögert. Man schaut nahezu die gesamte Zeit in Laurels Alltag, selbst der sich anbahnenden Zwiespalt in Liebesdingen kommt erst weit nach der Mitte so richtig zum tragen. Trotz allem war es nicht wirklich langweilig, das lag aber eher an den wirklich tollen Protagonisten.

Die Charaktere sind wie bereits erwähnt total gelungen und richtig süß.
Laurel, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist, ist ein scheinbar ganz normales 15 jähriges Mädchen, die von ihren Eltern nach Jahren des Privatunterrichts auf eine normale Schule geschickt wird. Unmittelbar mit Beginn des neuen Lebensabschnittes fangen auch die Schwierigkeiten an, denn ein scheinbar harmloser „Pickel“ entwickelt sich zu einem ernsten Problem für sie. ;) Sie beginnt plötzlich zu blühen und das ist ganz sicher nicht normal für ein Menschenmädchen. Das sie noch nie ganz normal war, wird ihr erst nach und nach bewusst. Die Auseinandersetzung mit den neuen Begebenheiten, ihre Gedanken und Gefühle sind herzerwärmend und einfach nur total süß. Ein wenig jugendliche Naivität, gepaart mit Humor und der Gabe in jedem Ding das Positive zu sehen, haben sie mir extrem sympathisch gemacht. Schon in den ersten Tagen an ihrer neuen Schule lernt sie David kennen, die beiden sind eigentlich sofort beste Freunde und verbringen viel Zeit miteinander. Das Zusammenspiel mit ihm, wie sie sich ihm nach und nach öffnet verleiht der Geschichte eine weitere zauberhafte Note.
David hat einen wunderbaren, selbstlosen und aufopferungsvollen Charakter und tut wirklich alles für Laurel. Er würde mit ihr bis ans Ende der Welt gehen, egal für was sie ihn braucht, er ist zur Stelle. Auch er besitzt diesen jugendlichen Humor und vermag so manche Situation mit viel Verständnis und Logik in die richtige Richtung zu lenken. Er gibt Laurel den nötigen Halt in dieser Zeit des Erkennens und Annehmens. Er sieht in den Dingen und im Alltag das Wunderbare und wird damit zur perfekten Bezugsperson für sie.
Tamani, ein Elfenjunge, taucht erst nach einer Weile auf, ist aber recht bedeutend für den weiteren Verlauf der Geschichte. Er zeigt und erklärt Laurel, was sie ist und beantwortet ihr allerlei Fragen. Er hat eine besondere Wirkung auf sie, der sie sich nicht entziehen kann. Doch der Grund ist ihr schleierhaft.
Er ist geheimnisvoll, schelmisch und strahlt eine unwiderstehliche Leichtigkeit aus. Ein Optimist allererster Güteklasse. Mut, Sorgfalt und Leidenschaft machen ihn ebenso aus. Ich bin gespannt, was man von ihm noch zu erwarten hat.

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Zauberhaft, verträumt und voller jugendlicher Leichtigkeit. Diese Eigenschaften und ein wundervoller Humor, lassen den Leser für einen Moment die Wirklichkeit vergessen. So stelle ich mir ein richtiges Jugendbuch vor. Ich denke, wenn ich 15 wäre, hätte dieses Buch von mir volle Punktzahl erhalten. Da es aber hier und da ein paar Schwachstellen aufweist, vergebe ich 4 Punkte. Ich bin dennoch sehr gespannt auf die Fortsetzungen. 

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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität 




Kommentare:

  1. ...und schon wieder eine detaillierte und gefühlvolle Rezension. Ich habe das Buch zwar noch nicht gelesen, bekomme nun aber richtig Lust darauf!

    LG

    Kay

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  2. Schön, dass dir das Buch gut gefallen hat^^
    Ich weiß gar nicht mehr,wie ich das Buch fand.

    LG May

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  3. Ich fand den Schreibstil etwas zu kindlich. Aber das ist bekanntlich eine Frage des Geschmacks.

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