>Rezension< Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit von Veronica Roth

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  • Originaltitel: Insurgent

    Autor: Veronica Roth

    Gebundene Ausgabe: 512 Seiten

    Verlag: cbt (10. Dezember 2012)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3570161560

    ISBN-13: 978-3570161562

    Zielgruppe: Leser ab 14 Jahren

    Preis: 17,99 €









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    Der Aufstand hat begonnen ...
    In einer ungewissen Zukunft, in der die Fraktionen zerfallen, gibt es keine Sicherheiten mehr. Außer der einen: Wo auch immer ich hingehe – ich gehe dorthin, weil ich es will…
    Drei Tage ist es her, seit die Ken mithilfe der ferngesteuerten Ferox-Soldaten unzählige Altruan umgebracht haben. Drei Tage, seit Tris' Eltern starben. Drei Tage, seit sie selbst ihren Freund Will erschossen hat – und aus Scham und Entsetzen darüber schweigt. Mit den überlebenden Altruan haben Tris und Tobias sich zu den Amite geflüchtet – doch dort sind sie nicht sicher, denn der Krieg zwischen den Fraktionen hat gerade erst begonnen. Wieder einmal muss Tris entscheiden, wo sie hingehört – selbst wenn es bedeutet, sich gegen die zu stellen, die sie am meisten liebt. Und wieder einmal kann es nur Tris in ihrer Rolle als Unbestimmte gelingen, die Katastrophe abzuwenden...



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    Die Bestimmung geht in die 2 Runde und das in rasantem Tempo. Noch härter, noch brutaler, eine Actionszene jagt die nächste und mein Puls raste nahezu die ganze Zeit auf mindestens 180.

    Der Schreibstil bleibt gewohnt flüssig und lässt den Leser auf der Welle der Emotionen und Geschehnisse mit reiten. Man kann sich diesem Sog gar nicht entziehen, man liest, als hätte man nie etwas anderes getan.

    Die Geschichte bleibt ebenso spannend und wird immer verworrener. Zeitweise habe ich kaum noch den roten Faden erkannt und man wurde förmlich mit Informationen und Geheimnissen überflutet. Was ist richtig und was ist falsch? Wer ist Verräter und wer meint es ehrlich? Den Zwiespalt hatte ich als Leser wirklich ständig, wohingegen Tris sich ihrer Sache oft sehr sicher war und zielstrebig an ihren Entscheidungen festhielt. Das war wohl auch der Grund, warum ich mich mehr und mehr von ihr entfernt habe, ich wurde nach außen gedrängt und habe die Geschehnisse eher von oben betrachtet. Ich konnte mich kaum in ihre Gefühlswelt hineindenken und ihre Wandlungen sowie Entscheidungen nicht mehr so einfach nachvollziehen. Das tat dem Lesevergnügen aber keineswegs einen Abbruch, im Gegenteil, es war eine ganz neue Erfahrung, nicht eins mit dem Hauptprotagonisten zu werden und trotzdem mitgerissen zu sein. Es hat der Geschichte neuen Schwung verliehen und mir die Möglichkeit gegeben mir ein eigenes Bild von der Situation zu machen, für mich selbst eine Lösung zu finden und schlussendlich zu verstehen, was in dieser sonderbaren Welt vor sich geht.
    Man lernt nun auch nach und nach die Ansichten und Werte der anderen Fraktionen kennen. Das System wird etwas klarer und vor allem auch, der Grund des Scheiterns. Meiner Meinung nach ist es ein Wunder, dass es so lange gut gegangen ist. Wie ein riesiges Uhrwerk hat jede Fraktion ihr Werk zum großen Ganzen getan und jede einzelne ist in sich ein krasses Extrem, für meinen Geschmack teilweise etwas zu krass.
    Es ist so viel in diesem Buch passiert, was mich sehr bedrückt hat, tief berührt oder sogar ein wenig aus den Angeln gerissen. Es sterben sehr viele, auch liebgewonnene, Nebencharaktere und das wirklich sehr unerwartet und vermeintlich sinnlos. Ich habe tatsächlich ab und an innegehalten, weil ich mich kurz sammeln musste. Ist das jetzt WIRKLICH passiert? Einfach so? Aber auch diese Dinge machen den zweiten Teil der Reihe zu dem, was er ist. Es wirkt alles viel realer, ich konnte das Blut beinahe vor mir sehen, die leeren Augen der Toten und die durchdringenden Blicke der Angreifer spüren. Diese düstere, unheilvolle Ahnung, was wohl als nächstes passieren wird, hat die Spannung beinahe zum bersten gesteigert und sich in einer absolut genialen Endszene entladen. Es hat sich nahezu alles aufgelöst, dennoch eine völlig neue Richtung gegeben. Man konnte rückblickend zwar den roten Faden wieder sehen und einige Handlungen von verschiedenen Personen, die bis dato völlig unklar waren, nun nachvollziehen. Man wurde aber dennoch vor eine unendliche große Schlucht aus Fragen gestellt, die einen mehr als hungrig auf den dritten Band zurück lässt.

    Die Personen verändern sich, meiner Meinung nach sehr stark.
    Aus Tris wurde ich zeitweise überhaupt nicht mehr schlau. Wie oben erwähnt, habe ich mich recht zügig von ihr und ihren Handlungen distanziert und stand daher etwas abseits der Geschehnisse. Einige Dinge an ihr haben mich richtiggehend genervt, vor allem, weil es so oft vorhersehbar wurde, was sie in welcher Situation tut, wie sie sich entscheidet. Gerade zur Mitte hin, konnte ich somit Four mehr als recht geben, dass die „alte Tris“ irgendwie in der Versenkung verschwunden ist.
    Das diese aufkeimende Antipathie auf Unwissenheit beruht, habe ich erst ziemlich zum Schluss herausgefunden und mich dann ein wenig „geschämt“, dass ich sie vorschnell "abgeschossen" hatte. Ihre Taten sind rückblickend nahezu heroisch und sie erfordern mehr als Mut und Selbstlosigkeit. In Windeseile habe ich sie so wieder im richtigen Licht stehen sehen. Ich bin schwer beeindruckt, wie die Autorin diese verworrenen Handlungen schlussendlich in absoluter Klarheit verbunden hat und für diese ganze Entwicklung die Hauptprotagonistin eingewoben hat, ohne dass es einem als Leser direkt bewusst wird.
    Four „Tobias“ wird weicher. Er offenbart sich nahezu in Gänze und legt sein Gefühlsleben auf die Wagschale. Nicht selten bringt ihm das in Schwierigkeiten. Er ist absolut auf Tris fixiert und seine Handlungen richtet er sehr stark auf ihr Wohlergehen aus. Er war mir dennoch sehr sympathisch und ich befand mich mit ihm wirklich auf einer Ebene. Seine Gedanken und Gefühle konnte ich sehr viel besser nachvollziehen und so den ständigen Appell an Tris „tragen“. Er hat mich in der Geschichte gehalten, als Tris mich heraus gedrängt hat. Auch wenn man nur über sie, seine Handlungen und Gefühle erfahren konnte, war er dennoch ein so wichtiger Bestandteil, ohne den die Autorin die Logik niemals so scharfsinnig hätte abrunden können.
    Frau Roth hat die Protagonisten als Werkzeuge benutzt, um eine verworrene und zuletzt vollkommen logische Handlungsfolge zu erschaffen. Das ist absolut genial. Sie würde mit Sicherheit zu den Ken gehören. :D

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    Spannung pur, Aktion pur, Emotion pur….einfach ein pures Lesevergnügen, was einen kaum wieder los lässt. Für mich definitiv besser als Teil 1.

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    Schreibstil
    Personen
    Geschichte
    Emotionen    
    Originalität 


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