>Rezension< Plötzlich Fee - Herbstnacht von Julie Kagawa


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Originaltitel: The Iron Fey, Book 3: Iron Queen

Autor: Julie Kagawa

Gebundene Ausgabe: 512 Seiten

Verlag: Heyne Verlag (23. Januar 2012)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3453267265

ISBN-13: 978-3453267268

Zielgruppe: Leser zwischen 14 und 17 Jahren

Preis: 16,99 €


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 Am Vorabend ihres siebzehnten Geburtstags findet sich Meghan als Wanderin zwischen den Welten wieder: Sie und Ash, der Winterprinz, wurden wegen ihrer verbotenen Liebe aus Nim-mernie verbannt. Nun sind sie auf der Flucht. Denn die Eisernen Feen, denen Meghan im letz-ten großen Kampf empfindlichen Schaden zufügte, sinnen auf Rache und machen auch vor der Welt der Sterblichen nicht halt. Für Meghan gibt es keinen sicheren Ort mehr. Doch diesmal ist sie nicht allein: Ash weicht nicht von ihrer Seite, seine Liebe zu ihr ist ihm längst wichtiger als das Wohlwollen seiner Mutter Mab. Als sich die Eisernen Feen zu einem neuen Angriff rüsten, kehren Meghan und Ash nach Nimmernie zurück, um zu kämpfen. Denn es steht alles auf dem Spiel: die Zukunft Nimmernies und ihre eigene.

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Zum Schreibstil verliere ich nicht viele Worte: wunderschön, fesselt von der ersten bis zur letzten Sekunde und ist, wie schon in den Vorgängern, der Schlüssel zu meiner ganz persönlichen Steige ins Nimmernie.

Die Geschichte, dazu fällt mir eigentlich nichts mehr ein. Ich kann mich nur wiederholen. Es ist für mich einfach unbegreiflich, wie eine einzige Person in einer Geschichte mit soviel Fantasie und Einfallsreichtum auftrumpfen kann ohne, dass es auch nur 1 Sekunde langweilig wird. Man sollte meinen nach knapp 1500 Seiten, hängt einem das komplette Nimmernie mit all seinen Bewohnern zum Hals raus, aber das ist nicht der Fall. Im Gegenteil, ich könnte mich direkt in den 4. Teil stürzen. Eine Kleinigkeit gab es im Verlauf der Geschichte, die mir von Anfang an klar war und die Protagonisten bis zur letzten Sekunde im Dunkeln tappten, entweder war es so gewollt oder aber es wurde zuviel verraten, was auf eben diesen Ausgang hindeutet. Das war zwar etwas schade, allerdings nicht der Rede wert, da drum herum soviel passiert ist und man eine Wendung nach der nächsten durchlebt hat, dass es nur ein Tropfen auf den heißen Stein war. Beeindruckend empfand ich auch, dass Szenen auf späteren Geschehnissen aufbauten, dies hat die Autorin aber so selbstverständlich eingefügt, dass es einem erst so richtig bewusst wurde, wenn sich der Kreis dann geschlossen hat. Diese „Aha-Effekte“ mag ich besonders gern. Man hat alles verstanden und es gab eine logische Handlungsfolge, aber es hat oft ein winziger Teil gefehlt, der dem Ganzen am Ende den besonderen Reiz verliehen hat. Die fulminanten Endszenen haben mich emotional wirklich mitgerissen, nicht selten hatte ich, wie auch Meghan, einen dicken Kloß im Hals und musste mich anschließend erst einmal wieder in die Realität zurückholen…Nein Rebecca , du bist nicht im Nimmernie, das ist alles nur wundervolle Fantasie! :D…bei jeder Verletzung, bei jeder drohenden Niederlage, die unausweichliche Ausweglosigkeit, dann das Licht am Ende des Tunnels, die Erkenntnisse, die neuen Wege, all das hat mich meist so bewegt, dass ich den gedanklichen Verlauf mit vollführt habe und beinahe eigene Lösungsvorschläge hätte bringen können. Ich habe mich teilweise so verkrampft beim Lesen, dass erst beim Beenden des Buches eine spürbare Anspannung von mir abgefallen ist. Es ist aber auch der reine Wahnsinn wie Frau Kagawa, z.B. schon allein das Eiserne Reich beschreibt, man fühlt sich schlichtweg hineinkatapultiert. Der ätzende Säureregen, die Eisernen Wesen und die wunderschöne Abscheulichkeit der Landschaft. Gigantisch!! Die Ausbreitung des eisernen Reiches hat mich übrigens an „das Nichts“ in „Die unendliche Geschichte“ erinnert.

Die Personen Meghan Chase – bleibt sympathisch und verliert ihre Naivität, was sie einerseits zwar sympathischer und reifer wirken lässt, jedoch hat mir die Leichtigkeit etwas gefehlt. Die Stimmung war daher ab und an so düster und vernünftig, dass es wie eine Last wirkte. Allerdings trägt Meghan auch fast die gesamte Zeit über eine große Verantwortung und eine solche Bürde kann für einen so jungen Menschen, durchaus belastend sein. Außerdem spielen sich diese ganzen Dinge in etwa einem Jahr ab. Daher ist ihre Entwicklung auch eine logische Schlussfolgerung aus den Geschehnissen.
Der Winterprinz ist, nach wie vor, mein Liebling. Natürlich wurde ich vor allem wieder von seiner Charakterstärke gefangen genommen. Herzerweichend empfand ich auch diese bedingungslose Liebe zu Meghan, ich behaupte mal frech, dass es so etwas im menschlichen Dasein nicht gibt, höchstens zwischen Mutter und Kind. Egal wie ihre Entscheidungen ausgefallen sind, er wäre ihr bis ans Ende der Welt gefolgt, sogar bis in den Tod. Ebenso zauberhaft sind seine emotionale Intelligenz und seine präzise Aufmerksamkeit. Er ist ein Killer, keine Frage, er nimmt die Gefühle und Regungen der Gegner wahr, bevor sie sich derer überhaupt bewusst sind, aber auch bei Meghan ist er stets über ihr Gefühlsleben im Bilde.
Robin Goodfellow – Puck – ohne ihn wäre die Geschichte nur halb so lesenswert. Er trieft vor Sarkasmus und Selbstbewusstsein, ist immer mutig und kennt anscheinend keine Angst. Für ihn ist alles ein großes Abenteuer und jede Herausforderung eine willkommene Abwechslung. Die frechen Sprüche und der Umgang mit seinem „Eisbubi“ Ash sind eine wahre Pracht. Man lernt in diesem Teil allerdings auch eine ernste Seite von ihm kennen, die ihn nur noch sympathischer macht.
Und schlussendlich – Grimalkin – ihn muss ich einfach nochmals erwähnen. Leider bekam man ihn auch in diesem Teil eher selten zu Gesicht, aber wenn er da war, hat er mir die Lesezeit versüßt. Diese selbstverständliche Arroganz, sich seiner selbst und den eigenen Handlungen so sicher zu sein und stets zu denken, dass sein Weg der einzig richtige ist, ist wirklich entzückend.

„Nur fürs Protokoll“, meldete sich Grimalkin, als wir im Gänsemarsch in die Finsternis eintauchten. „Ich halte das für keine gute Idee. Aber da offenbar niemand mehr auf den Kater hört, werde ich warten müssen, bis wir uns verirrt haben, um dann anzumerken, dass ich es euch ja gleich gesagt habe.“ (Zitat, S. 309)

Die Liebesgeschichte muss ich natürlich auch noch mal erwähnen. Ash entzieht sich den Gefühlen zu Meghan nicht länger und kehrt endlich sein warmes Inneres nach außen. Wie ich bereits in „Winternacht“ erwähnt habe, trägt Ash die ganze Zeit eine „Schutzfassade“ mit sich herum, die nun bröckelt und seinen wahren Charakter enthüllt, der in den beiden Vorgängern nur zwischen den Zeilen zu lesen war. ;) Ich finde die Story um Ash und Meghan äußerst gelungen, nicht zu kitschig und doch tiefgründig und echt. Umso mitreißender und gefühlvoll empfand ich den Ausgang der Geschichte und bin wahnsinnig gespannt auf die Fortsetzung.

Nach 3 Büchern habe ich nun auch endlich den Sinn der deutschen Titel erfasst.
(Vorsicht, evtl. Spoiler enthalten)
-         Sommernacht: Meghan erkennt, dass sie eine Sommerfee ist und lernt den Sommerhof, ihre Magie und die Wesen des Sommers kennen.
-         Winternacht: Meghan lernt die Welt von Ash kennen – den Winterhof und seine Bewohner
-         Herbstnacht: Im Herbst verblüht alles, das Laub fällt von den Bäumen – es herrscht Verfall, es riecht sogar oft faulig durch das nasse Laub, dennoch ist der Herbst sehr schön anzusehen. Hier bezieht es sich auf den Verfall des Nimmernie, welches durch das Eiserne Reich verseucht wird. Die Pflanzen usw. sterben, aber eine eiserne Schönheit bleibt.
-         Frühlingsnacht: Dem Ende nach zu urteilen, erblüht das Nimmernie nun in neuem Glanz und ist wieder voller Leben. So auch im „normalen Frühling“, die Pflanzen erwecken wieder zu neuem Leben.
Wenn ich mir das so überlege ist das eine tolle Idee und total treffend! Aber wer weiß, ob das der Grund ist, ich spinne ja auch gern mal etwas rum. :)

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 Nicht zu fassen, dass es jetzt tatsächlich noch eine Steigerung gab. Ich habe es zwar von anderen Bloggern gehört, aber trotzdem nicht für möglich gehalten und doch hat sich Julie Kagawa in „Herbstnacht“ wieder selbst übertroffen. Es ist nicht nur eine würdige Fortsetzung, sondern eine gigantische! Mehr, mehr, mehr….

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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität 


Kommentare:

  1. Mir hat der 3. auch am besten gefallen! :) Einfach toll, hast du sehr schön beschrieben :)
    Grim 4 president!!! :D

    Grüüüße ^^

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  2. Jaaaa, Grim ist der BESTE!!!!! Tolle Rezension. Kann dir da nur zusprechen :) Teil 4 ist auch super!!
    Lg Jan

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