>Rezension< Das Mondgeheimnis von Stefan M. Fischer


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Autor: Stefan M. Fischer

Broschiert: 180 Seiten

Verlag: Staubkorn (November 2011)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3943516008

ISBN-13: 978-3943516005
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Alena ist eine bildhübsche Studentin, die sich aufgrund eines traumatischen Kindheitserlebnisses der Liebe und dem Leben verschließt. Sie spinnt als Schutz ein Netz aus Lebenslügen um ihre Seele. Doch als sie den Künstler Ondrej kennenlernt, merkt sie, dass sie mehr vom Leben will. Doch da ist nicht nur ihre emotionslose Beziehung mit Vlado, sondern auch die Sache mit ihrer Mutter - und das Mondgeheimnis.

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Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich eine Mail von Stefan M. Fischer im Postfach, die erste Anfrage, die ich überhaupt bekommen habe. : ) Ich durfte mir eines seiner Bücher aussuchen und rezensieren. Gesagt getan. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Stefan M. Fischer für die Bereitstellung des SIGNIERTEN Rezensionsexemplares. ;)

Der Schreibstil ist anders, ich kann nicht mal sagen wie, aber er ist besonders. Ich mochte ihn von den ersten Zeilen an. Er ist zwar einfach und jugendlich, dennoch auf eine Weise außergewöhnlich. Der Autor vereint Jugendlichkeit und eine spezielle Art den Sinn der Dinge aufzuzeigen. Etwas mühsam empfand ich den ständigen Perspektivwechsel. Es ist zwar aus Sicht eines allwissenden Erzählers geschrieben, dennoch muss man ständige Gedankensprünge zur jeweiligen Person vollführen. Dadurch kommt eine gewisse Unruhe auf, die das „Versinken“ in die Geschichte erschwert.

Die Geschichte ist düster, traurig und regt zum Nachdenken an. Der Einstieg in die Geschichte war grandios, ich war direkt mittendrin und mitgerissen. Nahezu sofort umspülte mich diese düstere Stimmung, die mich auch äußerst neugierig gemacht hat. Die junge Alena hat in ihrem Leben schon so viel Schreckliches erlebt und es nimmt einfach kein Ende. An manchen Punkten empfand ich es ein wenig zu überspitzt, denn dass ein einziger Mensch an so viele falsche Leute gerät und stets die Missgunst Anderer auf sich zieht, wollte mir nur schwer in den Kopf. Was wohl auch daran liegt, dass ich immer sehr gut behütet wurde. Generell ist ihr Einzelschicksal eine wirkliche Tragödie. Es hat mich, zugegebener Maßen, an einigen Stellen ziemlich mitgenommen, aber auch, weil ich nicht der Typ für Dramen bin, die wirklich passiert sein könnten, denn davon erlebt man im realen Leben schon genug. Dennoch war es eine willkommene Abwechslung, nicht zuletzt, weil die Geschichte sowohl mitreißend und spannend, als auch gefühlvoll und warm ist. Der Storyverlauf ist einwandfrei durchdacht und vom guten alten „roten Faden“ durchzogen. An einigen Stellen empfand ich es allerdings zu vorhersehbar. Gerade die ganze Sache mit Martin und die Geschehnisse um Petr und Magda. Ich sehe es zudem sehr positiv, dass der Handlungsort ein völlig anderer ist. Die Namen der Personen störten mich zwar anfangs etwas, da sie eben so unüblich sind, aber im Laufe der Geschichte war es einfach erfrischend anders. Ich lese ja meist Bücher mit englischen oder deutschen Namen. Alles in allem eine lesenswerte Geschichte.

Die Personen sind sehr facettenreich. Es ist nahezu von allem etwas dabei, der Psycho, der Macho, das dicke Dummerchen, die distanzierte Schöne, der Künstler usw.
Alena, um deren Schicksal es sich dreht, war mir, trotz ihrer „Macken“ recht schnell sympathisch, aber wer konnte es ihr auch verdenken? Trotz das sich erst zum Ende hin alles aufgelöst hat, ging die ganze Zeit über eine entwaffnende Unschuld von ihr aus. Ich hatte stets ein gutes Gefühl, was sie betraf. Ob ich mit meinem Gefühl jedoch recht hatte, solltet ihr selbst lesen. ;) Das sie sich in all dem Dunkel, eine eigene Welt für ihren persönlichen Rückzugsort erschaffen hat, ist herzerweichend traurig und macht sie so zerbrechlich. Ich wollte sie manchmal am liebsten in den Arm nehmen. Beeindruckend war dabei, dass es nicht irgendeine Welt war, nein, sie ergab am Ende auch Sinn. Vielleicht ist das meine eigene Interpretation, aber Alena steigt ja dann doch wie der Phönix aus der Asche und kann ihr Sommerreich in der Realität beherrschen. (Spoiler: Zum Lesen markieren)
Vlado, bei ihm musste ich mir quasi ständig ein Schnauben oder Augenrollen verkneifen. Er ist derart realistisch unsympathisch gestaltet, dass es einem die Fußnägel hoch rollt. Selbst als er ab und an seine weichen und guten Seiten zeigte, konnte ich mich absolut nicht mit ihm anfreunden. Furchtbar!
Ondrej, auch seine verträumte Person und dieser sorglose, detailverliebte und „sinnsuchende“ Charakter, war nicht so mein Fall. Natürlich ist es toll, wenn man in den kleinen Dingen des Lebens die Schönheit sieht und sich von ihnen inspirieren lässt, aber diese Künstlerseelchen sind einfach nichts für mich. Aber nur weil ich ihn nicht so sympathisch fand, heißt das nicht, dass er nicht gelungen ist, im Gegenteil, er ist sogar sehr authentisch,
Magda, ist hingegen total mein Geschmack. Sie kann sich selbst auf die Schippe nehmen, scheut sich nicht auszusprechen, was sie denkt, ist aber dennoch sehr warmherzig und gefühlvoll. Sie tat mir auch ab und an wirklich Leid.
Petr, auch er ist mir relativ zügig sympathisch gewesen. Sein opportunistischer Charakterzug und so manche Mauern, die er sich ebenfalls zum Selbstschutz hochgezogen hat, beruhen auch nur auf seinem zarten, sich nach Liebe und Anerkennung sehnenden Wesen. Wenn der Grundcharakter stimmt, kann ihn eine starke Persönlichkeit auf den richtigen Weg bringen. Seine Personenbeschreibung ließ mich hingegen leicht schaudern, aber für sein Aussehen kann er ja nichts. ;)

Das Ende ist sehr passend. Was mich äußerst nachdenklich gemacht hat, war, das wiederholte Auftauchen des Themas "Nahtoderfahrungen". Ich habe mich selbst auch schon ausführlicher damit beschäftigt und finde die Beschreibungen des Autors sehr interessant.

Die Liebesgeschichte ist schön gestaltet und auch überhaupt nicht aufdringlich. Dadurch wirkt sie sehr authentisch und durchbricht die düstere Stimmung. Es ist sehr gut, dass sie nicht unmittelbar im Zentrum der Geschehnisse steht, denn so verleiht sie dem Ganzen in den richtigen Momenten die dringend notwendige Leichtigkeit. Wäre es nicht so gewesen, hätte mich das ganze wohl zu sehr belastet.

Das Cover muss ich an dieser Stelle auch mal erwähnen. Ich finde es wirklich grässlich. Es sieht richtig eklig aus. Ich glaube zwar zu verstehen, was es bedeutet, aber jedesmal wenn ich es anschaue, widert es mich wirklich an. Sowas erlebe ich selten und es ist ein wenig schade, dass ein so guter Inhalt so schlecht verpackt ist. Ein Cover sollte schon ansprechend sein.

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Eine mitreißende Geschichte, die sowohl düstere als auch lichte Momente hat. Aufgrund einiger kleinerer Mängel gibt es einen Punkt abzug, ansonsten kann ich dieses Buch nur weiterempfehlen.


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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität 




Kommentare:

  1. Ich liebe es, wenn es DRAMATISCH wird!! :D

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    1. Dramaqueen...ähhhh *hust* KING meine ich natürlich ;)

      Dann ist dieses Buch was für dich. ;)

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  2. Das Buch ist bestimmt toll. Danke für deine Vorstellung, ich werde es mir auf jeden Fall mal merken!
    Dein Bewetungssystem ist übrigens total niedlich :D

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    1. Das Buch ist tatsächlich toll, obwohl es nicht unbedingt "mein Genre" ist, aber ich lasse mich ja gern auch von anderen Dingen überzeugen. ;)

      Es lohnt sich wirklich, zudem ist der Autor sehr sympathisch.

      Ich fand diese "Fluffys" auch suuuuper niedlich und irgendwie passt das Bewertungssystem sehr gut zu mir. :D

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