>Rezension< Das verbotene Eden - Juna und David von Thomas Thiemeyer


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Autor: Thomas Thiemeyer

Gebundene Ausgabe: 464 Seiten

Verlag: PAN (22. August 2011)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3426283603

ISBN-13: 978-3426283608

Zielgruppe: Leser zwischen 12 und 15 Jahren

Preis: 16,99 €




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Männer und Frauen.
Feuer und Wasser.
David und Juna.
Die Menschheit steht kurz vor ihrem Ende. Seit den »dunklen Jahren« leben Männer und Frauen in erbitterter Feindschaft. Die Zivilisation ist untergegangen: Während die Männer in den Ruinen der alten Städte hausen, haben die Frauen in der wilden Natur ein neues Leben angefangen. Nichts scheint undenkbarer und gefährlicher in dieser Welt als die Liebe zwischen der 17-jährigen Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David. Und doch ist sie der letzte Hoffnungsschimmer…

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Ein außergewöhnliches Buch, wie ich finde, nicht zuletzt wegen seiner packenden Geschichte, sondern vor allem aufgrund der absoluten Authentizität der Protagonisten. Schon als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe, war für mich klar, dass meine Neugierde mich definitiv zum Lesen zwingen würde. : ) Auch die generelle Buchgestaltung finde ich sehr schön.
Der Schreibstil des Autors ist einfach nur anders. ;) Ich habe wirklich gemerkt, dass es ein Mann verfasst hat. Es wirkt etwas abgeklärter, deutlicher und er bringt es stets auf den Punkt. Die Beschreibungen sind daher eher schlicht und sachlich, trotzdem wird einem stilistisch sehr viel geboten. Es ist nicht in der Ich-Form verfasst, sondern aus verschiedenen Perspektiven, hauptsächlich Juna und David, in personaler Erzählsituation. Anfangs stellte sich bei mir leichte Verwirrung ein, da ich mit einer typischen Dystopie gerechnet habe. Diese löste sich aber im weiteren Verlauf in Wohlgefallen auf.
Die Idee für diese Geschichte ist ebenso simpel wie genial. ;)
Wie oft denkt man selbst, dass Männer und Frauen absolut NICHT zusammenpassen? Man muss ja durchaus zugeben, dass uns nicht allzu viel verbindet, aber das was uns verbindet ist mehr als entscheidend. So auch in diesem Werk. Herr Thiemeyer verbindet die gruseligen dystopischen „Virenmutationen“, die in jedem 2. Film mit einer unbändigen Zombieinvasion enden mit einer Welt, in der Männlein und Weiblein sich abgrundtief hassen und in zahlreichen Klischees „schwimmen“. 
So sind die Frauen stets mit genügend gutem Essen versorgt, sind zudem Naturverbunden und technisch „unterentwickelt“. Die Männer hingegen sind motorisiert, haben Schusswaffen, beschaffen sich mehr oder weniger gewaltsam ihren „Tribut“ von den Frauen und herrschen in einer strengen Ordnung. Die Spannung wird langsam aufgebaut, nahezu zum bersten gesteigert und schließlich bricht das Ende in einer Welle von Ereignissen über einen herein und überrollt den Leser mit einer „lauten“ Actionszene.
Die Protagonisten sind absolut gelungen, jeder einzelne noch so kleine Charakter legt hierbei eine Tiefe an den Tag, dass ich aus dem Staunen kaum mehr heraus kam.
Juna, die Kämpferin, die stets linientreu an die Monstrosität der Männer glaubt und diese für die Ausgeburt des Bösen hält, ganz so wie es ihr Jahr um Jahr ihres Lebens „eingetrichtert“ wurde. Sie ist stets stark, weiß an den richtigen Stellen die richtigen Worte zu sagen und nimmt in der Beziehung zu ihrer Freundin Gwen eher den männlichen Teil ein. Bald darauf gerät ihre Welt aus den Fugen, als sie David trifft, wird sie von seiner Andersartigkeit magisch angezogen. Er verkörpert all das nicht, was sie an den Männern so verachtenswert findet. Er ist sanft, ehrlich und hat eine völlig andere Sicht auf die Frauen als seine „Artgenossen“. David war mir von der ersten Sekunde an wahnsinnig sympathisch, er ist ein Herz von Mensch und hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Auch die Liebe zu den Büchern, vor allem zu Romeo&Julia, welches eine zentrale Rolle in diesem Werk einnimmt, ist unglaublich liebenswert. Die Liebe zwischen Mann und Frau, so undenkbar in dieser fremden von Hass erfüllten Welt und dieses Buch von Shakespeare, was all jenes widerspiegelt, rundet die Geschichte wunderbar ab.
Die Lovestory ist ebenfalls völlig anders und doch absolut hinreißend. Das wunderbare daran ist die Selbstverständlichkeit des Liebens, das zwei Menschen, die nie die Liebe zum anderen Geschlecht kennengelernt haben am Ende doch so bedingungslos lieben. Auch die zarten Annäherungen der beiden waren sehr süß. Hier ist mir auch wieder bewusst geworden, dass es ein männlicher Autor ist. Eine Frau beschreibt die Gefühlsregungen meist im kleinsten Detail und einen Kuss als „atemberaubend“ oder ähnlichem. Hier wird es einfach nur kurz und knapp als „sensationell“ erfasst. Erfrischend anders. : )

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Ein gelungenes Zukunftsszenario, was auf den ersten Blick durchaus zu weit hergeholt wirkt. Doch so fremd ist es dann doch nicht, wenn man in die näheren Betrachtungen des Autors eintaucht. Authentische und tiefgründige Protagonisten inmitten einer spannenden, überraschenden und gefühlvollen Geschichte. Mich hat Herr Thiemeyer definitiv in seinen Bann gezogen und ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung.

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Cover ªªªªª
Schreibstil ªªªªª
Personen ªªªªª
Geschichte ªªªªª
Emotionen ªªªªª


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