>Rezension< Nur wenn du mich liebst von Joy Fielding

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Originaltitel: Grand Avenue

Taschenbuch: 480 Seiten

Verlag: Goldmann; Auflage: 1. (1. April 2004)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3442456428

ISBN-13: 978-3442456420

Preis: 9,95 €


Bildquelle

Als sich Chris, Vicky, Barbara und Susan zum ersten Mal begegnen, schwören sich die vier jungen Frauen, für immer Freundinnen zu sein. Voller Zuversicht blicken sie auf ein Leben, das ihnen Glück und Zufriedenheit verspricht. Doch ihre Träume werden schon bald von der Realität eingeholt. Und dann geschieht das Unfassbare: Eine von ihnen wird brutal ermordet. Vicky, die als Anwältin arbeitet, will nicht eher ruhen, bis der Schuldige gestellt ist, und stößt auf eine Spur, die ihre schrecklichsten Befürchtungen noch übertrifft...


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Ich habe mir vor einiger Zeit das Ziel gesetzt aus so vielen Genres wie möglich und vor allem von Bestsellerautoren Bücher zu lesen. Joy Fielding wurde mir von einigen ans Herz gelegt, sie sei absolut brillant und ihre Bücher von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd, meist Kriminalromane. Also fiel mir vor Kurzem dieses Buch in die Hand und die Beschreibung auf dem Einband sprach mich auch an.

Der Schreibstil ist recht flüssig, aber unspektakulär, so richtig Frauenroman-typisch. Man wird nach einer kleinen Einführung über das Kennenlernen der Hauptpersonen ins Geschehen geworfen, was ich nicht verkehrt finde, aber sie wechselt von einer Ich-Erzählperspektive einer der „Grand Dames“ in den Allwissender-Erzähler-Modus und das wird dann nochmal je „Grand Dames“ und in die verschiedenen Jahre der Handlung gegliedert. Für mich persönlich absolut nicht gelungen, ich konnte mich mit keiner der Damen identifizieren, die Gefühlswelten wirkten dadurch eher stumpf und unecht, man hatte das Gefühl absolut unbeteiligt zu sein, dafür gab es schon den ersten Minuspunkt. Ich hatte es tatsächlich, und das kommt selten vor, nach den ersten 100 Seiten derart satt, dass ich überlegt habe aufzuhören. Da mich aber immer das Ende interessiert, habe ich weiter gelesen und wurde total enttäuscht.

Die Story ist absolut fad und zum gähnen. Ich konnte keinen Spannungsbogen erkennen, die Figuren wirken teilweise total dümmlich. Als es dann etwas spannender wurde, war es schon wieder total vorhersehbar und somit die ultimative lange Weile. Das ist das erste Buch, bei dem ich während des Lesens eingeschlafen bin. Ich war selbst ganz entsetzt als ich mit Buch auf der Nase aufgewacht bin. Es geht um alle Arten von Gefühlen – Liebe, Verlangen, Lust, Verzweiflung, Wut, Trauer – negative und positive tiefe Empfindungen und doch wirkt es gefühlskalt und absolut leidenschaftslos, einfach nur unglaublich stumpf. Eine der Grand Dames wird von ihrem Mann bis aufs Schlimmste misshandelt, eine andere wird ständig betrogen, die nächste betrügt ihren Mann usw. Ein wenig hat mich das ganze Spektakel um die Hauptstory an eine unglaublich schlechte und vorhersehbare Soap erinnert.
Alles in Allem habe ich Seitenweise gehofft, dass der Schrott entweder gleich ein Ende nimmt oder aber mal ein richtiger Mord passiert, der dann zwar kurz vor Ende kam, aber sich auch dem allgemeinen Bild, was ich habe angepasst hat. Es war ein grausamer furchtbarer Mord, kein Zweifel, aber die Beschreibung und das drumherum waren wieder stumpf, unecht, gefühlsleer, tot...spätestens zu diesem Zeitpunkt habe ich festgestellt, dass Joy Fielding, für mich, einfach nichts ist. Sie beherrscht das transportieren von Gefühlen schlichtweg nicht. Da es mein 2. Buch von ihr ist, hat sich das nur bestätigt. Ich habe noch 2 weitere daheim liegen und überlege mir wirklich sehr, ob ich überhaupt anfange.

Die Personen sind, wie schon erwähnt, der absolute Reinfall, selbst der prügelnde Ehemann ist sowas von unglaubwürdig dargestellt. Die vier Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, sind dann am Ende doch alle gleich, zumindest diese stumpfen, dümmlichen Beschreibungen ihrer Gedanken und Gefühle.


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Ich habe schon lange vermutet, dass ich einfach keine Frauenromane mag, mir ging es öfter nach dieser Art von Romanen so, dass ich eben nicht vom Hocker gerissen wurde und eher enttäuscht war, aber dieses Buch übertrifft alles, was ich je gelesen habe – im negativen Sinne. Es ist ja sogar ein Kriminalroman...also wer mal richtig pennen will und die lange Weile in seinem Leben vermisst, für den ist dieses Buch der Knaller. ;) Nach diesem Buch leuchtet mir auch endlich der Spruch „Sex ohne Gefühle“ ein, denn diesen Eindruck hatte ich als ich die Szenen lesen „musste“. Finger weg, wenn man nicht allgemein so Frauenromane, wie die Großmütter sie meistens lesen, mag. 


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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität 




 

1 Kommentar:

  1. Oh Gott, jetzt muss es mir ja wirklich peinlich sein, dass ich die Autorin gerne gelesen habe! xD
    Aber dieses Buch habe ich (zu meiner Verteidigung) nicht gelesen! xD

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