>Rezension< Nach dem Sommer von Maggie Stiefvater

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Originaltitel: Shiver


Autor: Maggie Stiefvater

Gebundene Ausgabe: 423 Seiten

Verlag: Script5; Auflage: 1 (6.September 2010)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3839001080

ISBN-13: 978-3839001080

Zielgruppe: Leser zwischen 11und 12 Jahren

Preis: 18,90 €
 
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Jeden Winter wartet Grace darauf, dassdie Wölfe in die Wälder von Mercy Falls zurückkehren – und mitihnen der Wolf mit den goldenen Augen. Ihr Wolf. Ganz in der Näheund doch unerreichbar für sie, lebt Sam ein zerrissenes Leben: Inder Geborgenheit seines Wolfsrudels trotzt er Eis, Kälte und Schnee,bis die Wärme des Sommers ihn von seiner Wolfsgestalt befreit. Inden wenigen kostbaren Monaten als Mensch beobachtet er Grace vonfern, ohne sie jemals anzusprechen – bevor die Kälte ihn wieder inseine andere Gestalt zwingt. Doch in diesem Jahr ist alles anders:Sam weiß, dass es sein letzter Sommer als Mensch sein wird. Es istSeptember, als Grace den Jungen mit dem bernsteinfarbenen Blickerkennt und sich verliebt. Doch jeder Tag, der vergeht, bringt denWinter näher – und mit ihm den endgültigen Abschied.
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VORSICHT SPOILER:
Auf diese Bücherreihe von Maggi Stiefvater wurde ich mehr oder weniger zufällig aufmerksam. Beim Stöbern bei Amazon fiel mir eigentlich das Cover zuerst positiv auf, es wirkt sehr verträumt und zart. Als ich die Kurzbeschreibung gelesen habe, dachte ich dann, dass es ganz „ok“ klingt, das Einzige, was mich doch sehr irritiert hat, war die vom Hersteller empfohlene Altersangabe, denn ich lese zwar gern Jugendbücher, aber 11/12 Jahre fällt dann ja schon eher unter Kind. Wie dem auch sei, nach kurzer Zeit fielen mir die Bücher nochmals in die Hand und ich entschied mich kurzer Hand sie einfach mal zu kaufen.
UND ich wurde absolut nicht enttäuscht!! Maggie Stiefvater hat einen ausgesprochen schönen Schreibstil, ich muss sogar gestehen, dass einige (wenn auch wenige) Wörter mir sogar unbekannt waren, obwohl mein Wortschatz schon recht groß ist, eben weil ich schon über 15 Jahre lese. :) Es liest sich generell absolut flüssig und ist so sanft verfasst, wie das Cover wirkt (zumindest das Deutsche). Man könnte direkt meinen, man wird in einen kleinen Tagtraum geschmissen. Eine einzige Kleinigkeit ist mir aufgefallen, sie wiederholt eine Wortgruppe wirklich ANDAUERND und zwar „...,dass es wehtat.“ Und das in jeder erdenklichen Formation. Ein dickes Lob hat Frau Stiefvater für den Perspektivenwechsel zwischen Grace und Sam verdient, denn das gelingt wenigen Autoren derart authentisch. Ich wusste immer genau, wen ich gerade lese und konnte mich direkt in beide Figuren hineinversetzen.

Die Story ist schlüssig und wirklich mal etwas anderes. Generell gefällt mir,dass zwar „Werwölfe“ thematisiert sind, es aber eine völlig andere Geschichte ist, die die Verwandlung und alles drumherum erklärt. Hier wird es eher wie eine Krankheit dargestellt und dieVerwandlung hat nichts mit dem Mond zu tun, sondern mit der Temperatur. Weiterhin werden diese Werwölfe irgendwann ganz und gar zum Wolf und der ursprüngliche Mensch scheint verloren. Die Temperaturangaben wirkten, für mich, allerdings vollkommen unwillkürlich gewählt, ich habe auch kein wirkliches Muster erkennen können. Sam's täglicher Kampf gegen den Wolf und sein allgemeines Schicksal haben mich schon auch sehr bewegt. Es erinnert irgendwie daran, wie es ist, wenn man jemand ist, der man nicht sein will. Wenn man sich in seiner eigenen Haut nicht mehr wohlfühlt, das kennt wohl jeder und somit fällt es recht leicht sich in Sam hineinzudenken. Es geht in diesem Buch nicht nur um Sam's Schicksal als Wolf, sondern auch um einen anderen Jungen aus Grace' Umfeld –Jack. Aber eines verbindet die beiden, sie verabscheuen das Dasein als Wolf und wollen einfach sie selbst bleiben. Als Jack's Schwester Isabel in die Reihe der Eingeweihten tritt, beschließen sie dem Ganzen ein Ende zu setzen...folgenschwer. Es sind im Allgemeinen sehr viele Schicksale, die man kennenlernt.

Die Liebesgeschichte ist sehr süß und etwas kitschig, aber nicht zu übertrieben. Grace und Sam lieben sich eigentlich schon länger als sie selbst wissen, man könnte sogar sagen, es war „Liebe auf den ersten Blick“, aber eine seltene und sonderbare Liebe, die über alle Grenzen des „Normalen“ gehen. Ihre Beziehung ist schon bevor Sam Grace auch in menschlicher Gestalt begegnet wie eine „Symbiose“, der eine „trägt“ den anderen. Als es dann nun zur ersten Begegnung Mensch – Mensch kommt sind die Dinge für beide klar – für immer zusammen. Sam zieht quasi direkt bei Grace ein...nun fragt man sich vielleicht: „Hä? Wie jetzt? Was sagen denn ihre Eltern dazu?“ Tja normalerweise würden die Eltern einer 17-jährigen es ja wenigstens merken, wenn die Tochter nächtlichen Besuch bekommt, aber – und da wären wir bei einer weiteren wirklich gelungenen Sache – Grace' Eltern sind wohl der Inbegriff von Ignoranz und Egoismus. Denn sie sind derart mit sich und ihrem Leben beschäftigt, dass sie Grace 1. selten sehen, 2. die Tochter eher die Mutterrolle übernimmt und 3. sie es einfach garnicht merken konnten, da Grace sich seit eh und je um sich kümmern muss, man könnte meinen, sie habe sich schon als Säugling selbst die Windeln gewechselt. ;) Warum Sam und Grace erst in Sam's vermeintlich letzten Sommer zueinander finden, liegt wohl auch etwas an Grace' Vergangenheit, denn auch ihr war wohl ein ähnliches Schicksal vorbestimmt, aber das führe ich an dieser Stelle mal nicht näher aus. ;)

Wo wir auch schon bei den Personen wären, wie schon erwähnt sind Grace und Sam mir eigentlich von Anfang an sehr sympathisch gewesen und ich konnte mich auch mit ihren Denkweisen identifizieren. Alle anderen Personen, vor allem eben Grace' Eltern sind sehr gelungen. Ab und an musste ich wirklich schmunzeln, wie authentisch all diese Charaktere sind wie sie eben sind.

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Alles in allem ein sehr gelungenes Buch und wie ich finde, schrammt der Hersteller mit der Altersangabe doch etwas vorbei, denn mit 11/12 Jahren hätte, ich zumindest, nicht allzu viel mit dem Lieben und Leiden von 17 – 18 Jährigen am Hut gehabt, hier geht es ja nicht mehr nur um süße Schwärmereien, das wird dann ja doch schon richtig konkret. ;) Ich kann also dieses Buch wirklich empfehlen, auch für ältere Leser weit übers „Teeniealter“ hinaus.

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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität 




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