>Rezension< Liebe geht durch alle Zeiten - Trilogie von Kerstin Gier

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Rubinrot:
Gebundene Ausgabe: 345 Seiten
Verlag: Arena (Januar 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401063340
ISBN-13: 978-3401063348
Preis: 15,99 €
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Saphirblau:
GebundeneAusgabe: 400 Seiten
Verlag:Arena Verlag; Auflage: 1. Aufl. (5. Januar 2010)
Sprache:Deutsch
ISBN-10:3401063472
ISBN-13:978-3401063478
Preis: 16,99 €
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Smaragdgrün:
Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Verlag: Arena (8. Dezember 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401063480
ISBN-13: 978-3401063485
Preis: 18,95 €
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Zielgruppe: Leserzwischen 12 und 15 Jahren

Da diese Trilogie ebenfalls in Lichtgeschwindigkeit (JA, so schnell kann ich lesen xD) mein Herz erobert hat, möchte ich mal wieder eine etwas andere Form der Rezension verwenden und zwar jene, die man nur lesen sollte, wenn man die Bücher kennt. Ich persönlich mag diese Art sehr gern, weil man 1. mehr von den Empfindungen der anderen Leser erfährt, 2. nochmal so richtig schön schwelgen kann und 3. einfach drauflos tippen kann.;)
Also VORSICHT SPOILER UND VORISCHT LANG!!! :)


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Nachdem ich „Die Tribute von Panem“ausgelesen hatte und mir nicht vorstellen konnte je wieder ein Buch zu lesen, was mich auch nur annähernd so begeistern würde, habe ich mich krampfhaft auf die Suche nach „ähnlichen“ Büchern gemacht. Dabei bin ich auf diese Reihe von Kerstin Gier gestoßen (im Nachhinein nicht vergleichbar – aber egal). Ich war super skeptisch, der Titel klingt ja oberkitschig und die Altersangabe geht schon in Richtung pubertäre Anfänge. Wie dem auch sei, ich hab sie mir dann einfach im Schuber gekauft und kaum hatte ich begonnen, fand ich mich 4 Tage später wieder und war fertig. o.O Allein diese Tatsache ist ein Indikator für „Bestselleralarm“.

Nun denn, der Schreibstil ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Brüller. Was ich während dieser Bücher gelacht habe, dieser unschlagbare Jugendhumor, den die Autorin absolut authentisch rüberbringt, hat die Bücher zu denen gemacht, die sie sind. Kleine Aussschnitte z.B. „Elisabeth die Erste war so krass hässlich...“, ohhh jaaa Gordon Gelderman's literarische Ergüsse im Englischunterricht sind schon absolut vorzeigbar. 
Mit Gideon's Namen wird auch so manches angestellt, erst denkt sich Gwendolyn vor lauter Ärger, dass er sich nicht einmal ihren Namen merken kann, dass „...sie ihn ja auch nicht Gisbert nennt.“, später im dritten Buch tauft Caroline, Gwendolyns jüngereSchwester, ihn auf „Gollum“ um. Generell amüsant sind Gwendolyns Gedankengänge, als sie z.B. den Grafen zum ersten Mal trifft und sein Gefährte eben „...nicht nur dick, sondern extrem fett ist.“ Das kann einem schon einfallen, wenn man etwas Unbehagen verspürt. haha Ich könnte noch 1000 Dinge aufzählen, aber so langsam schweife ich ab. ;) Generell liest es sich so spielend leicht und erfrischend, dass man wirklich mitten drin, statt nur dabei ist. ;) Ich konnte mich ab der 1. Seite mit Gwendolyn identifizieren, was vielleicht auch daran liegt, dass ich ihr sehr ähnlich bin. Dazu gleich mehr.

Kommen wir erstmal zu DER Story, die ist wahnsinnig gut durchdacht und im Anbetracht der Tatsache, dass es generell ziemlich kompliziert ist Zeitreisen zu verstehen, ist dies eine wirkliche Leistung von Frau Gier. Man muss ja wirklich JEDE kleinste Kleinigkeit bedenken, die die Personen tun werden, was sie dann schon herausfinden, wenn sie es noch nicht getan haben oder „... dass in der Vergangenheit nicht mehr alles so ist wie es mal war.“ Das beste Beispiel ist, als Gideon auf einer seiner Missionen niedergeschlagen wurde und deshalb sauer auf Gwendolyn war, die dachte, dass sie so etwas nie tun würde, aber Gideon meinte, dass man nie wissen kann, was man in Zukunft in der Vergangenheit tun wird und am Ende war es der gute Freund selbst. Kompliziert! :) Weiterhin gab es im ersten Buch eine Szene, die so richtig erst im 3. Buch stattfand und zwar als Gideon und Gwendolyn auf den Ball von James' Eltern gehen und die „junge“ Gwendolyn, die ganz frische Zeitspringerin ist, ihr eigenes „Ich“ sieht, wie es Gideon (den scharfen Typen) küsst. ;) Auch diese ganzen Jahres und Altersangaben sind absolut schlüssig, man verliert nie den roten Faden und die Idee an sich ist absolut originell.

Die Lovestory ein Traum in Rot, Blau und Grün. ;) Der Titel "Liebe geht durch alle Zeiten" ist, meiner Meinung nach für diese Art Liebesgeschichte nicht passend, der wirkt wie aus so typischen Schinken, die meine Omi immer abends aufm Sofa liest, Rosamunde Pilcher oder sowas?! 
Es geht hier auch mal anders los, nicht sofort dieses „Liebe für immer und ewig.“ Klar findet Gwendolyn den guten Gideon von der ersten Sekunde an rattenscharf, aber seine Art und Weise findet sie...sagen wir seltsam...oder eher großkotzig!?, er ist einfach die männliche Form ihrer herzallerliebsten Cousine Charlotte...die Inkarnation der Perfektion in jeder Hinsicht, denn WAS kann er nicht? ;) Gideon gibt ja anfangs sogar vor, dass er absolut nicht an Gwen interessiert ist, da sie ja ÜBERHAUPT NICHT sein Typ ist, außerdem ein kindischer, kichernder Teenie, gar nichts für so einen Mann von Welt. hahahaa
Der erste Kuss findet in einer Kirche statt, die dann auch generell an Bedeutung gewinnt, denn einmal geküsst, kann er sich nicht zurückhalten und in Kirchen kommen ihm dann ganz besonders schmutzige Gedanken. :D Dem Ort der Ruhe...so so...*Zeigefinger heb*
Es folgen dann einige weitere Szenen in denen die frisch Verliebten ihre jungen Fingerchen nicht voneinander lassen können, aber der Humor bleibt vor allem dann nicht auf der Strecke, so lernt man „Cousine Sofa“ kennen und wie Gwendolyns Haar von „einem totalen Vollidioten“ durch sonderbare Umstände aus dem Gleichgewicht gerissen wird. xD Natürlich gibt es auch etwas Herzschmerz, denn bald schon steckt der Graf Gwen, dass Gideon sich seine „Partnerinnen“ für die Mission warmhalten muss, damit sie gefügig bleiben, was für ein Penner, erwähnt er dann doch tatsächlich noch, dass der ARME Gideon schon einige Kraft an Charlotte vergeudet hat. Was für Gwen dann auch noch total Sinn macht, da sie die beiden durchaus schon gemeinsam beobachtet hat. Als sie ihn dann darauf anspricht gesteht er genau DAS, verschweigt nur LEIDER eine Kleinigkeit, die Gwens zartes Teenieherz in ungefähr 1 Mio. Teilchen zertrümmern lässt und sie in einen "Zimmerspringbrunnen“ verwandelt. Hihiii

Wo wir bei den Charakteren wären und direkt bei Xemerius angekommen sind, ein kleiner Dämon,der Gwen's ständiger Begleiter ist, da sie die Gabe des Raben hat und somit Geister und Co. sehen kann. Dieser kleine Kerl ist an Witz und Frechheit nicht zu übertreffen, spricht aber immer GENAU das aus, was man sich als Leser gerade so denkt. Meine absolute Lieblingsfigur!! :) Ein weiteres Highlight ist Tante Maddy, ihre Visionen sind eigentlich schon urkomisch, denn wenn man sie versteht, machen sie auf eine absolut unlogische, fast schon kranke Weise Sinn – z.B. das Saphirei = Gwendolyn, da sie Lucy's Tochter ist (Lucy ist der Saphir) oder der Löwe stößt das Rubinherz eine Bucht hinunter und es zerbricht in unglaublich viele kleine Teilchen ( weiter oben bereits erwähnt). Auch wie sie die Visionen „empfängt“ und ihre ganze Art sind einfach nur herrlich, solche Verwandte wünsche ich mir. ;) Selbst Tante Glenda und Charlotte sind so authentisch unsympathisch, dass man bei dieser Verwandtschaft echt keine Feinde mehr braucht. ;) Gwendolyn – was soll man da noch sagen – das Mädchen ist derart verplant und naiv, dass sie mir direkt ans Herz gewachsen ist. Eines Morgens kommt sie mit nur einem geschminkten Auge zum Frühstück, ein anderes Mal gibt sie zu, dass sie beim „Elapsieren“ geraucht hat, um zu vertuschen, dass sie ihren Großvater besucht hat, bei diesem Besuch nennt sie sich auch noch „Violet Purpleplum“...absolut unauffällig! :D Aber die ALLERBESTE Szene ist, als sie sich auf der Soiree betrinkt, man hat ja eh nichts besseres zu tun ;), und anschließend Memory's von Cat's mit Gideon's Klavierbegleitung zum Besten gibt. Dann wäre da noch Lesley, Gwen's beste Freundin, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Rätsel um ihre beste Freundin und ihre Familie zu lösen, dabei sind nicht nur Google und Co. aboslut verlässliche Quellen. ;) Nebenher holt sie die ab und an in Selbstmitleid badende Gwendolyn zurück auf den Boden der Tatsachen, eine solche Figur hat mir in so manchem Buch gefehlt. Auch sehr nett ist die Ankleidedame (Name gerade entfallen), die ihr „Schwanen'älschen“ abgöttisch liebt, weil sie ihre „Kunst“ zu schätzen weiß, nicht wie Gideon, der unartige Junge...du du!! Und James, der Geist der an „Blattern“ verendet ist und seither, in der Annahme er leide an Fieberkrämpfen, in Gwendolyns Schule sein Unwesen treibt, ist auch wirklich genial.
Um an dieser Stelle ein Ende zu finden, kann man nur generell zu jeder einzelnen Person „allererste Güteklasse“ sagen, allesamt äußerst veritabel. ;)
Ein klitzekleines Manko möchte ich noch anbringen, die Bücher sind sehr gestreckt worden, durch die "Annalen der Wächter" und diese ganzen Zwischenseiten, zudem war die Schrift sehr groß und die Seiten recht dick, man vermutet viel mehr Umfang dahinter. Wenn man es allerdings in kleiner Schrift, ohne die Zwischenabsätze in ein Taschenbuch verfrachten würde, hätte man sicherlich in etwa einen Umfang von „Seelen“ erreicht und das ist EIN Buch...generell verstehe ich nicht so ganz den Hype um diese Trilogien und Co., manchmal haut einen doch auch ein Einzelbuch vom Hocker oder gerade deshalb!?

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Die Altersangabe ist in diesem Fall nicht wirklich relevant, diese Bücher sind absolut etwas für nahezu alle Altersklassen. Soviel Humor und Originalität findet man sehr selten...außerdem eine Portion Herz und eine Prise jugendliche Naivität und schon landen wir bei einer solch gelungenen Trilogie. Ich würde sie jedem uneingeschränkt weiterempfehlen und werde sie sicherlich irgendwann noch einmal lesen, vielleicht wenn ich alt und schrumpelig bin und meinen eigenen Bestseller verfasst habe. ;) *träum*


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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität 





Lieblingsbuchstatus








1 Kommentar:

  1. OMG, du hast ja sooo Recht! ich habe das Buch anfangs für total kitschig und langweilig gehalten. Dann wurde es mir von zwei Freundinnen empfohlen, die absolut begeistert sind und jetzt haben wir einen "Edelstein-Fanclub" gegründet...Nein, natürlich nicht. Aber ich bin soo begeistern vin der Triologie udn habe sie innerhalb von einem Wochenende ausgelesen, was selbst für meine Blitzleserverhältnisse recht schnell ist und konnte nachher an nichts anderes mehr denken. Das Einizge was mir bei deiner Rezension aufgefallen ist, ist dass man Leslie nicht "Lesley" sondern eben "Leslie" schreibt. Ansonsten super gemacht!

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