>Rezension< In deinen Augen von Maggie Stiefvater

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Originaltitel: Forever


Autor: Maggie Stiefvater


Gebundene Ausgabe: 496 Seiten

Verlag: Script5 (15. August2012)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3839001269

ISBN-13: 978-3839001264

Preis: 18,90 €
Der Frühling kehrt zurück nach Mercy Falls und mit dem Winter streifen die Wölfe ihre Pelze ab. Sam, nun fest in seiner menschlichen Haut verankert, hat die vergangenen Monate nur auf diesen Moment gewartet: Grace Rückkehr aus dem Wald. Doch ihr Glück währt kurz. Als man ein Mädchen findet, das von Wölfen getötet wurde, verfällt Mercy Falls in Hysterie. Auf einer Treibjagd sollen die Wölfe ein für alle Mal ausgerottet werden. Nun ist es an Sam, sein Rudel seine Familie zu retten. Zusammen mit Grace, Cole und Isabel fasst er einen verzweifelten Plan: Sie wollen die Wölfe umsiedeln, in ein Waldgebiet weit entfernt von menschlichen Siedlungen. Sam weiß, dass er dafür einen hohen Preis zahlen wird. Denn damit das Rudel ihm folgt, muss er seine menschliche Gestalt aufgeben.
Textquelle

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Nachdem ich den letzten Teil der Trilogie nun endlich gelesen habe, konnte ich 2 Tage lang GAR NICHTS lesen, ich war absolut gehemmt mich von dieser Geschichte zu trennen.Ich kenne das von mir, das passiert mir oft bei Büchern, die mich„zu sehr“ fesseln und sich damit unverhohlen auf meine„Lieblingsbücherliste“ katapultieren.

Wo fange ich an? Zu aller erst muss ich abermals diesen dämlichen Ausdruck: „…,dass es wehtat.“erwähnen, der mich, seit ich es im ersten Buch gemerkt habe nahezu in den Wahnsinn getrieben hat. Es hat nach dem 1000. Mal nur noch genervt und mich völlig aus der Geschichte gerissen. Dass eine solche Kleinigkeit mich so aus dem Konzept bringt, habe ich vorher noch nie erlebt. Ansonsten ähnelt das dritte Buch vom Aufbau her dem Zweiten, es gibt somit wieder die 4 Perspektiven – Grace, Sam, Cole und Isabel. Wie auch im Vorgänger ist diese Sache absolut gelungen. Auch ohne Namensnennung, hätte ich wieder genau gewusst, Wen ich lese. Weil wir gerade bei den Personen sind…ich bin vernarrt in Cole. Eigentlich war es „Liebe“ auf den ersten Zeilen, schon im 2. Buch war er mir sofort sympathisch, obwohl er nun wirklich zu Anfang ein Arschloch „sein sollte“. Ich weiß nichtmal was genau es ist, der scheinbar gefühllose Drecksack, der doch so viel Gefühl zeigt, nur anders, er tritt so pur in Erscheinung, in jeder Hinsicht. Diese absolute Verrücktheit, die Rockstar-Selbstverliebtheits-Fassade, die manchmal gar keine mehr ist, weil er einfach ist wer er ist, verbraucht und doch unverbraucht, echt und doch unecht und der bedingungslose Drang „die Leere zu füllen“, den Weg zu finden, das Unmögliche möglich zu machen, koste es was es wolle. Er wollte sich selbst verlieren und findet sich schließlich ganz und gar – Cole St. Clair. Und er findet noch mehr als er je von seinem Leben erwartet hatte. Für mich der beste Charakter der gesamten Trilogie.
Sam, der ohne Grace an seiner Seite zum „Einrichtungsgegenstand“ mutiert und sein Leben wie in Trance zu verleben scheint, hat mich nicht wirklich gefesselt, eigentlich war mir die Reaktion sogar zu vorhersehbar, zu stumpf. Und auch da hat Cole es wieder gerettet, er hat Sam’ s Gefühlswelt wieder aufgemischt und ein paar andere Züge an ihm hervorgebracht, die seiner Person die Ecken und Kanten zurück gab. Der Charakter, welchen ich am allermeisten verabscheue, erwähne ich auch noch kurz, weil dieser damit auch absolut gelungen ist, ist Grace’Vater, das ist ein Typ Mensch, dessen Gesicht meine Faust liebend gern mit hoher Geschwindigkeit treffen möchte.

Am ganzen Verlauf der(Liebes-)Geschichte zeigen sich die Feinheiten der Personen noch besser, für mich persönlich hat auch hier Cole wieder den Kreis geschlossen. Immer wenn ich lange Sam oder Grace Passagen hatte und schon beinahe meine positive Meinung ändern wollte, kam Cole „zu Wort“ und holte mich zurück ins Geschehen. Ich muss zugeben, ab und an habe ich das Sam – Grace – Geplänkel als nervig empfunden. Vielleicht, weil sich dieses „Für immer und ewig“ –Blabla zu offensichtlich darstellt. Das Wiedersehen z.B. fand ich erst wahnsinnig innig und schön, absolut vollkommen, bis dieser behämmerte „Heiratsantrag“ kam. *Puff* war der Zauber verschwunden. Es gibt noch einige wirklich tolle Stellen zwischen Sam und Grace, aber die meiste Zeit war ich eher enttäuscht, dass die Tiefe, die noch im 2. Buch vorhanden war irgendwie abhanden gekommen ist. Da war es dann mein Glück, dass im Hintergrund noch Isabel und Cole waren.

Diese „Romanze“, die auch irgendwie keine ist, hat mich neben der wirklich spannenden Story um Tom Culpeper und der wahnwitzigen Idee die Wölfe abzuballern (kann man anders nicht sagen) wirklich gefangen genommen. Die Entwicklung der„Beziehung“, aufeinander zu und voneinander weg, ein ständiges Auf und Ab, eben diese Unbeständigkeit, die Spannung, dass bis zum Ende nie wirklich ausgesprochen wird, was genau die beiden da „miteinander haben“. Und doch scheinen sie es zu wissen und der Leser vielleicht ebenfalls?! Auch das „Ende“ der Beiden,eigentlich völlig unerfüllend und den Leser rastlos zurücklassend, mit viel Raum für Fragen und eigene Vorstellungen, war für mich dann doch irgendwie erfüllend. Ein Widerspruch in sich, dennoch absolut treffend.
Das „generelle“ Ende um Sam und Grace war auch eher eine Enttäuschung, obwohl ich nicht einmal sagen kann, was genau ich erwartet habe. Eigentlich ist es ein offenes Ende, aber keines was direkt Raum für mehr lässt, denn man kann sich anhand der ganzen vorhersehbaren Sam – Grace –Beziehung, wie bereits erwähnt, das Ende dann doch denken. 
Mehr möchte ich diesmal nicht verraten, ich kann ja nicht ständig nur „rumspoilern“, gerade,weil dieses Buch bestimmt noch nicht so viele gelesen haben.


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Absolut packende Story und wieder ein wundervoller gelungener Perspektivenwechsel zwischen den 4 Hauptpersonen, etwas schwächer als Teil 2, aber stark genug um des Lesens lohnenswert zu sein. Es gibt einige Mankos, aber nicht genug um den Zauber zu brechen, ich bin definitiv hin und weg. Die gesamte Trilogie ist absolut gelungen, baut man im ersten Buch eine gewisse Verbundenheit zu Sam und Grace auf, die sich im zweiten Buchnoch ganz gut hält, löst man sich im letzten Teil etwas davon los und dieser Raum wird von Cole und Isabel gefüllt. Dennoch muss ich sagen, wenn die Beiden nicht gewesen wären, dann hätte es lieber ein Einzelbuch bleiben sollen. Aber so: Daumen hoch und unbedingt lesen, vor allem, wenn euch Teil 1 und 2 schon gefallen haben. Und Isabel hat Recht Cole St.Clair "macht süchtig"!



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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität 




Lieblingsbuchstatus

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