Meine Allererste Buchrezension :)

Um einen Einstieg zu finden kopiere ich mal meine erste und BISHER einzige Buchrezension hier hinein. Ich habe sie bei Amazon verfasst. Wer gern die Kommentare lesen möchte, folgt dem Link: http://www.amazon.de/review/R2RZO5X85HITF4/ref=cm_cr_pr_viewpnt#R2RZO5X85HITF4

DIE TRIBUTE VON PANEM - TRILOGIE
Teil 1: Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele (Original: The Hunger Games)
Teil 2: Die Tribute von Panem - Gefährliche Liebe (Original: The Hunger Games - Catching Fire)
Teil 3: Die Tribute von Panem - Flammender Zorn (Original: The Hunger Games - Mockingjay) 
Und hier ist sie vom 21.04.2012:
Ich habe gestern den 3. Teil der Panem-Trilogie zu Ende gelesen und bin noch immer in seinem Bann, es hat mich derart mitgerissen und "gezeichnet", dass mir diese Geschichte nicht mehr aus dem Kopf will...ich wurde scheinbar "eingewebt"! ;)
VORSICHT SPOILER:
Ich möchte vor allem etwas zu den negativen Rezensionen sagen, welche ich mir hauptsächlich durchgelesen habe, zumindest ein paar. Da ich nach diesem letzten Buch, wie auch den beiden Vorgängern keine einzige negative Assoziation habe.
Mir ist aufgefallen, dass viele der Negativrezensionisten das Buch scheinbar nicht richtig gelesen haben. Offene Fragen? Die genannten bleiben keineswegs offen, sie ergeben sich meist im Kontext, z.B. WARUM Katniss sich für Peeta und nicht für Gale entscheidet, das kündigte sich schon im 2.Teil an, wurde stärker zu spüren als sie Peeta nach seiner Befreiung aus dem Kapitol wieder sah. (Ihr waren plötzlich Gales Gefühle "egal"), im 3.Teil gab es zwischen Gale und Katniss viel Streit und wenn Annäherung standfand, war sie wenig "wert". Die Gedanken und Gefühle um Peeta wurden präziser, Katniss war sich spätestens nach dem Gespräch mit Finnick bewusst WAS genau sie für Peeta empfindet, auch als Peeta sie "hasste" und töten wollte, sickerte das Gefühlsleben ans Tageslicht. In 1000 anderen Details war die Entscheidung schon recht weit am Anfang des 3.Teils für Peeta gefallen. Genauso wurde nicht offen gelassen, was mit Gale passiert ist, es wurde zwar nicht ausgeschmückt, aber erwähnt wurde er dennoch. Sicher hätte man sich gewünscht, dass man mehr über seine Gefühle und Gedanken erfährt, aber das geschah in allen 3 Teilen eher selten. Er schloss mit ihr quasi ab, als sie ihn auf die Falle ansprach (Bomben auf die Kinder), denn ab diesem Zeitpunkt war ihr klar ("....du wirst sowieso immer darüber nachdenken" - so oder so ähnlich ;)), dass er "verloren" hat. Es war ihm wohl schon klar, als er Katniss fragte, ob sie ihn für kaltherzig hält. Im Gespräch (im Keller von Tigris) mit Peeta deutete er das an, was sich auch durchaus bewahrheitet hat, dass Katniss denjenigen nehmen wird, der ihr überleben sichert (so oder so ähnlich), denn schlussendlich ist Gales Kampfeslust keine Grundlage für ein Überleben nach solchen Ereignissen. Peeta hat sie, nachdem sie Coin erschossen hatte, gerettet, sie vor dem Selbstmord bewahrt, somit ihr Überleben gesichert, schon da hätte man schalten können, dass Peeta es sein wird, der an ihre Seite gehört (auch wenn Katniss selbst es nicht so wollte, sondern lieber von Gale erschossen werden wollte).
Jmd. schrieb noch, dass unersichtlich war, warum sie Coin tötete, für mich persönlich, Glas klar, es war Rache, insgeheim glaubte sie Snow, warum auch nicht, was hätte er noch zu verlieren gehabt? Kurz bevor sie auf Coin zielte, erinnerte sie sich auch an die Worte ("Ach mein liebes Fräulein Everdeen, wir wollten doch immer ehrlich zueinander sein!"), sie suchte also Vergeltung für ihre Schwester und das sie als Marionette genutzt wurde. Coin war nicht besser als Snow und das erkannte sie und verhinderte damit eine neue "Schreckensherrschaft", Snow war ja sowieso dem Tod geweiht. Das sie den erneuten Hungerspielen zu stimmte, hatte nur einen Grund, sie wollte, dass so wenig wie möglich Leute sterben, genau das, kommt auch kurz vorher im Buch vor. Sie wollte immer den geringsten Schaden an Leib und Leben "anrichten", erreichte aber oft das Gegenteil, leider. Wieder eine Sache, die sie und Peeta gemeinsam haben und nicht Gale, er war von Anfang an (1. Buch) auf Rache, Vergeltung und Kampf/ Jagt aus. Auch etwas, was ich nicht verstehe an den Negativstimmen, viele beschreiben, dass liebgewonnene Charaktere plötzlich unsympatisch werden. Gale war mir immer nicht sonderlich sympatisch, das einzig sympatische war die Liebe zu Katniss. Als Person an sich, war er nicht gerade ein herzensguter Mensch, das wurde auch in vielen Passagen des 1. und 2. Teils angekündigt.
Das Peeta "durchdrehte", hatte ja auch einen "simplen" Grund, er war ja nicht mehr er selbst, dann ist ja ganz logisch, dass er als "Kapitol-Mutation" nicht gerade nett sein wird.
Haymitch wurde mir übrigens immer sympatischer. ;)
Das Katniss IRGENDWANN resigniert und sich verändert ist, für mich, natürlich eine logische Schlussfolgerung der Ereignisse. Welches 17-jährige Mädchen wäre in dieser Situation "sie selbst" geblieben? Das wäre mir äußert merkwürdig vorgekommen, unsympatisch wurde sie mir nie, sie tat mir nur noch Leid.
Wer sonst wurde denn unsympatisch?

Die Liebesgeschichte:
Wer genau gelesen hat, muss doch gemerkt haben, dass die kurzen und pregnanten Stellen keineswegs in eine "Alle-sind-happy-Lovestory" führen konnte. Unter diesen Bedingungen? NIEMALS!! Sie waren oft kurz umrissen, schnell unterbrochen, die ganze Zeit über. Das nachher nicht DAS Happy-End folgt, fand ich nur allzu passend. Es geht hier um Krieg, gebrochene JUNGE Menschen, wo soll in dieser Schrecklichkeit überhaupt Platz für Gefühle sein?
Es war ja ein Happy End vorhanden und zwar eines, was passgenau auf den Rest der Bücher abgestimmt ist. Hätte man diese Liebesduselei noch ausgebaut und eine Vereinigung aller erster Güteklasse "zelebriert" (Wie hier jmd. schreib: "Eher ein Blubb als ein Knall") wäre es mehr als nur nicht glaubhaft gewesen.
Auch der Epilog zerstört mir das Buch nicht, es ist weder eine Fortsetzung auszuschließen, noch der krönende Abschluss versaut.

Weiterhin wurde bemängelt, dass viele "liebgewonnene" Charaktere sterben und das auch noch kurz und brutal. Was soll ich sagen? Es ist ein weiterer Bestandteil der Glaubwürdigkeit, es haucht dem ganzen diese eiskalte Realität ein. Es verleiht den Büchern "das Leben". Unser Leben, hier und jetzt, ist gezeichnet von diesen Greueltaten. Überall auf unserer Erde spielen sich diese Dinge doch ab, da überlebt auch keiner, nur weil man ihn lieb gewonnen hat. Leider. Und ja, es passiert oft brutal und kurz. Schreckliche, blutige Beschreibungen des Kriegsgeschehens, Detailtreue, all diese Dinge machen die Trilogie doch zu dem was sie ist, sie verbindet Fakt mit der Fiktion. Das das nicht "schön" ist, ist wohl jedem klar, wer schön will, muss kitschige Lovestorys lesen oder Liebeleien zwischen Vampiren (die ich übrigens auch sehr mag ;)). Nun haben wir hier aber etwas gänzlich anderes und nicht mit "Biss" und Co. zu vergleichen, dennoch herausragend oder gerade deshalb?

Einen Kommentar von Amazon, muss ich dann hier doch mal kopieren, denn da hat mein Verständnis auch nicht gereicht. So "Glas klar" war es dann nämlich doch nicht. :D

Zitat von V. Lanz:
"... Als Katniss den Hungerspielen zustimmt, ist es ihr keineswegs daran gelegen eine schnelle Einigung mit so wenig Toten wie möglich zu erzielen. Oder ihr Rachegefühl zu befriedigen. Ich meine, sie war zwei Mal in der Arena drin. Alles, was ihr je am Herzen lag, war das Aus für die Hungerspiele. Dafür hat sie gekämpft. Deswegen wollte sie Snow töten. Dann kommen auf einmal die Bomben und sie zweifelt an den Motiven der Rebellen. Sie versteht, dass diese Bomben nur von den Rebellen kommen können, aber sie will es nicht wahrhaben. Sie sucht das Gespräch mit Snow und er bestätigt ihren Verdacht, doch selbst da redet sie sich ein, dass es ein Trick ist mit dem Snow sie hinters Licht führen will. Dann kommt das Gespräch mit Coin - und ihr Vorschlag ist: Hungerspiele. DAS ist der Moment, in dem Katniss einsehen muß, dass Coin keinen Deut besser ist als Snow. Peeta dreht durch und stimmt mit "Nein". Katniss wirft einen Blick zu Haymitch und stimmt mit "Ja". Er versteht auf Anhieb was sie vorhat und stimmt ebenfalls mit "Ja". Katniss und Haymitch: das wären (neben Peeta) die letzten, die jemals für die Hungerspiele gestimmt hätten! Sie haben ihr Leben zerstört. Und - hallo? Katniss war doch immer diejenige mit dem Helfersyndrom! Nie hätte sie unschuldige Kinder in die Arena geschickt, nie! Aber sie wusste wie sie die Sache "regeln" konnte und stimmte mit "Ja", um Coin in Sicherheit zu wiegen. Coin war bereits tot, als sie den Vorschlag mit den Hungerspielen brachte. Als sie den Pfeil abschoss war das keineswegs ein plötzlicher Einfall, oder gar der Rachefeldzug gegen Prims Tod. Es war der Kampf gegen die Hungerspiele, der Kampf, den sie von Anfang an geführt hat. Und den hat sie ja immerhin auch gewonnen, wenn auch mit schrecklichen Verlusten..."


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Die Bücher, vor allem auch das letzte Buch, sind ein Meisterwerk!!! Absolut zu empfehlen!! Jedoch sehe ich es überhaupt nicht als "Jugendbuch", eine Person unter 16, kann wohl kaum den Umfang des Buches begreifen.
Das einzige Negative was, für mich, zurückbleibt ist, dass ich gern noch mehr hätte, noch ewig diese Bücher lesen würde, niemals aufhören, aber das geht mir sehr oft bei sehr guten, perfekten Büchern so. Wenigstens gibt es noch die Filme! :D Ich hoffe auch sehr, dass Suzanne Collins vielleicht in den nächsten Jahren ein weiteres, solch unfassbares Meisterwerk gelingt und wir alle daran teilhaben dürfen. Das wäre mein abschließender Wunsch.


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Schreibstil
Personen
Geschichte
Emotionen    
Originalität 




Lieblingsbuchstatus

Ich bin zwar nicht 100%ig zufrieden, aber fürs erste Mal ist sie ganz ok. Ich übe mich noch! :) Eines noch zum Abschluss, diese Bücher sind meine absoluten Lieblingsbücher und sie sind ein absolutes MUSS für jeden, der gern liest, nahezu egal welchse Genre man gern mag. Hier steckt soviel drin, was uns alle etwas angeht.

Kommentare:

  1. Das sind meine absoluten Lieblingsbücher!

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  2. WOW, also deine Rezension ist ein Paradebeispiel für die korrekte Auslegung dieses Romans!!!
    Ich stimme dir in allen Punkten zu!!!!

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  3. DANKE!!! Du hast mir die AUgen geöffnet. Ich LIEBE die Bücher, habe aber den letzten Teil nie so ganz verstanden und fand ihn immer ein wenig undurchsichtig. Dank deiner Rezension ist das nicht mehr! So etwas sollte man im Deutschunterricht lesen, nicht so Schwachsinn wie den Mist den wir gerade lesen (Frühlings Erwachen habe ich aus dem Fenster geschmissen und über den Schüler Gerber rege ich mich jedes Mal auf, wenn ich ihn auch nur sehe.) Trotzdem bleibt der Erste Band mein absoluter Favorit. Ich liebe die Karrieros einfach (Und das nicht nur, weil sie gut aussehen...okay, ein bisschen schon...) und Rue...und stimme dir in allen Punkten zu. Was ich auch noch zu sagen habe, ist, dass Katniss eine der tollsten Protagonistinnen ist, die mir je untergekommen sind. Trotz allem, was sie durchgemacht hat, versucht sie, den Schaden, den der Krieg anrichtet so klein wie Möglich zu halten. Und die Liebe zu Prim ist einfach...toll. Suzanne Collins hat ein Universum in ihren Meisterwerken geschaffen, wie noch nie jemand zuvor. Vor allem, weil man das Meiste, was in den Büchern passiert in der einen oder anderen Form in unserer realen Welt wiederfindet.

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