Bestseller und Lieblingsbücher/ gute Bücher



Hallo zusammen :)

Bestseller sind ja Bücher (oder alle möglichen Handelswaren), die in einem bestimmten Zeitraum überdurchschnittlich gute Umsätze erzielen. Nun ist mir schon aufgefallen, dass speziell bei Büchern nicht jeder Bestseller seine Verkaufszahlen wert ist.

So richtig bewusst ist mir das z.B. bei Feuchtgebiete oder Fifty Shades of Grey geworden. Ersteres habe ich (leider) vollständig gelesen und mir danach gewünscht, ich hätte es nicht getan. Schlechter Schreibstil und eine absolut grenzwertige Botschaft. Warum ich danach nur noch dachte: "Kranke Frau!" schmücke ich an dieser Stelle nicht weiter aus. Bei Fifty Shades of Grey herrscht ja derzeit ein absoluter Hype, nahezu jeder spricht darüber. Da ich, zugegeben, auch etwas neugierig wurde, habe ich mir eine Leseprobe erlaubt und war fast geschockt, dass diese stilistische Nullnummer ein Bestseller sein soll. o.O Klar war es nur ein Ausschnitt, aber ein Schreibtalent besitzt diese Autorin, meiner Meinung nach, nicht. Ich werde es zumindest nach dieser
"Wortkotze" (etwas bessers fällt mir nicht ein) NICHT kaufen.
Es ist alles Geschmackssache und vielleicht hängt es in diesen speziellen Fällen auch mit dem "Tabuthema" zusammen, worüber wir in unserer Zeit zwar so langsam hinweg sein sollten, aber was solls.
Aber auch in anderen Genre sind mir so manche Bestseller begegnet, die es wirklich, zumindest meiner Ansicht nach, absolut NICHT wert waren, wohingegen einige relativ unbekannte Bücher wirklich wahnsinnig toll sind.

Worauf ich eigentlich hinaus will :), was macht für euch ein gutes Buch aus? Was sind eure Lieblingsbücher? Sind es oft Bestseller? Ist euer absolutes Lieblingsbuch/-bücher ein Bestseller?

Ich fange mal an. :) Wie man unschwer auf meinem Blog erkennen kann, sind meine absoluten Lieblingsbücher "Die Tribute von Panem"-Trilogie. Ich habe sie erst auf Deutsch gelesen und bald darauf im englischen Original (ist so eine Macke von mir). Ich liebe sie alle drei, weil sie tiefgründig sind, viel Sinn haben, man zwischen den Zeilen  lesen kann, sie verschiedene Teile des Lebens bestreffen, gesellschaftlich wertvoll sind, eine Vielzahl von Emotionen enthalten und die Autorin einen grandiosen Schreibstil hat. Sie schreibt zwar einfach (d.h. es ist auch im Englischen sehr leicht verständlich), mit leichtem Wortschatz, aber sie hat ein wahnsinniges Talent Gefühle zu transportieren, man verschmilzt mit der Hauptperson, man wird Teil der Geschichte, die Spannung ist von der ersten bis zur letzten Sekunde vorhanden. Alles ist so schlüssig und einfach nur wundervoll. Im nachhinein haben sich mir noch so viele winzige Details gezeigt, jede Zeile scheint einen tieferen Sinn zu enthalten, der einem erst nach dem Lesen so richtig bewusst wird. Noch bis heute fallen mir ab und an Dinge auf, die ich mit den Bücher in Bezug bringen kann. In diesem Fall sind es verdiente Bestseller, mehr als das, es sind die erfolgreichsten Bücher aller Zeiten, sie haben sogar Harry Potter überholt (habe ich zuletzt gelesen).

Ein gutes Buch macht für mich aus:
  • Spannung von der ersten bis zur letzten Seite
  • Authentizität der Personen und der Geschichte
  • flüssiger Schreibstil
  • der Leser wird teil der Geschichte
  • roter Faden
  • nicht oder wenig vorhersehbar --> Überraschungseffekt
  • es muss mich noch eine Weile nach dem Lesen beschäftigen
ABER es haben mich auch schon Bücher in ihrer Gesamtheit überzeugt, die nicht alles "erfüllt" haben. ;)
Am allerwichtigsten ist mir jedoch der Schreibstil. 

Wie ist das bei euch? Erzählt mal, wenn ihr mögt und nennt auch gern eure Lieblingsbücher (hat natürlich nichts mit der Erweiterung meiner Wuschliste zu tun ;))

Viele Grüße
Becci :)

Kommentare:

  1. Huhu!

    Ich denke, du hast schon die wichtigsten Punkte aufgezählt, die auch für mich ein gutes Buch ausmachen. Wenn die Charaktere flach und unrealistisch wirken, die Story mich nicht fesseln kann und der Schreibstil schlecht ist, kann ich mich einfach nie mit einem Buch anfreunden. Überraschungen und unerwartete Wendungen im einem Buch mag ich dagegen sehr.
    Das ist auch ein Grund, weshalb meine Lieblingsbücher dieses Jahres bisher George R. R. Martins " Lied von Eis und Feuer / Game of Thrones" -Bücher sind. Da weiss man nie, was als nächstes passiert, aber der Schreibstil ist klasse, die Handlung unglaublich spannend und man kann richtig mit den Charakteren mitfiebern.

    Aber die Tribute von Panem haben mir auch sehr gut gefallen. Das war so ähnlich wie damals bei Harry Potter, dass man nach dem Lesen das Buch zuklappt und sich erstmal denkt "Wow!" und dann muss man noch eine ganze Weile über das Buch nachdenken, weil es einen so beeindruckt hat.

    LIebe Grüße

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  2. Hallo Julia :)

    Vielen Dank für dein Kommentar. Ich habe ja noch nicht wirklich viele Leser, aber ich versuche trotzdem immermal ein kleines Gesprächsthema einzubringen :)

    Dieser "Wow-Effekt" ist wirklich unvergleichlich. Man muss dann tatsächlich erstmal durchatmen und sich wieder sammeln. Ich persönlich finde, sowas kann nur ein Buch, bei mir zumindest vermag das kein Film dieser Welt :)

    Liebe Grüße und einen sonnigen Tag :)

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